New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen tendieren im frühen Donnerstaghandel wenig verändert. Dabei wirken sich die überraschenderweise leicht gestiegenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kaum aus. Das Handelsbilanzdefizit fiel indes geringer aus als erwartet. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,19 Prozent auf 12.071,42 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,17 Prozent auf 2.670,71 Punkte nachgibt. Der S&P 500 steigt um 0,14 Prozent auf 1.281,35 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 4. Juni 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1.000 auf 427.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 423.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 422.000 auf 426.000 nach oben korrigiert. Des Weiteren hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im April 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums verkleinert. So reduzierte sich das Handelsbilanzdefizit um 6,7 Prozent auf 43,7 Mrd. US-Dollar, während Volkswirte 48,7 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im März wurde ein Passivsaldo von 46,8 Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei kletterten die Exporte um 1,3 Prozent auf 175,6 Mrd. US-Dollar. Die Importe gingen um 0,4 Prozent zurück auf 219,2 Mrd. US-Dollar. In Kürze stehen noch die Großhandelsdaten für April zur Veröffentlichung an.
Heute meldeten sich wieder einige Nachzügler mit ihren Quartalsausweisen zu Wort. Im Blick stehen dabei J.M. Smucker (J M Smucker), die um 0,8 Prozent zulegen können. Der Nahrungsmittelhersteller musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Verantwortlich hierfür waren Restrukturierungsbelastungen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis allerdings geschlagen. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr lag indes knapp im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Brown-Forman (Brown-Forman b) verbessern sich derweil um 0,1 Prozent. Der Hersteller alkoholischer Getränke konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Nachbörslich werden heute zudem noch die Quartalszahlen von National Semiconductor erwartet.
Für negative Schlagzeilen sorgte bereits gestern nach Börsenschluss Texas Instruments . Der Halbleiterhersteller hat die Prognose für das zweite Quartal nach unten revidiert. So rechnet man nunmehr mit einem Umsatz von 3,36 bis 3,50 Mrd. US-Dollar, nachdem man hier zunächst einen Umsatz von 3,41 bis 3,69 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Der Gewinn je Aktie wird nunmehr bei 0,51 bis 0,55 US-Dollar gesehen (zuvor: 0,52 bis 0,60 US-Dollar). Das Papier verschlechtert sich um 0,2 Prozent.
Auf der Unternehmensseite richtet sich der Fokus der Anleger zudem auf General Motors . Der Autobauer zieht Presseangaben zufolge offenbar erneut in Betracht, sich von seiner deutschen Tochter Opel zu trennen. Dem Bericht zufolge will man sich mit der jüngsten Entwicklung bei der Adam Opel AG, die im ersten Quartal 2011 bereits einen Verlust von 263 Mio. Euro erwirtschaftete, nicht länger abfinden. Wie es in dem Bericht heißt, dürften vor allem die Chinesen ein Interesse an Opel haben, da Marken wie Geely, BYD oder Great Wall auf einem immer anspruchsvolleren Weltmarkt nicht ohne westliche Hilfe auskommen. Die Aktie von General Motors fährt vor diesem Hintergrund um 0,7 Prozent vor.
Neuigkeiten gibt es ferner von der Akquisitionsfront. Visa wird Fundamo, einen Plattform-Anbieter von mobilen Finanzdienstleistungen für Mobilfunkbetreiber und Finanzinstitutionen in Entwicklungsländern, für rund 110 Mio. US-Dollar in bar übernehmen. Zudem verlautbarte das Kreditkartenunternehmen, dass man mit der britischen Monitise , einem globalen Lösungsanbieter von mobilen Gelddienstleistungen, ein neues langfristiges Vermarktungsabkommen geschlossen hat. Der Titel von Visa verbilligt sich um 0,1 Prozent. (09.06.2011/ac/n/m)