New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen weisen im frühen Donnerstaghandel im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung der Daten zur Verbraucherstimmung grüne Vorzeichen aus. Die bereits vorbörslich bekannt gegebenen Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Der Dow Jones verbessert sich um 0,41 Prozent auf 12.157,09 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,68 Prozent auf 2.595,60 Zähler steigt. Der S&P 500 legt um 0,50 Prozent zu auf 1.249,90 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 17. Dezember 2011 überraschend verbessert. Dies gab das US-Arbeitsministerium heute bekannt. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 4.000 auf 364.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 380.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 366.000 auf 368.000 nach oben korrigiert. Indes ist die Wirtschaftsleistung in den USA im dritten Quartal 2011 etwas weniger als erwartet angewachsen. In der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums, welche heute veröffentlicht wurde, wurden die vorläufigen Angaben nach unten korrigiert. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,8 Prozent, während vorläufig ein stärkeres Plus von 2,0 Prozent gemeldet worden war. Volkswirte hatten einen BIP-Anstieg um 2,0 Prozent prognostiziert. Des Weiteren ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für November 2011 einen Rückgang beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,37 Punkte verschlechtert, nachdem für Oktober ein Wert von revidiert -0,11 Punkten ausgewiesen worden war. In Kürze werden zudem noch die Verbraucherstimmung Uni Michigan für Dezember, der FHFA-Hauspreisindex sowie die Frühindikatoren für November erwartet.
Neben den diversen Konjunkturdaten richtet sich der Fokus der Investoren im frühen Handel insbesondere auf die bereits gestern nach Börsenschluss vorgelegten Quartalsbilanzen von Micron Technology und Bed Bath & Beyond. Schwach fiel dabei der Zahlenausweis beim Speicherchip-Hersteller Micron Technology aus. Der Konzern musste im ersten Geschäftsquartal 2011/12 aufgrund sinkender Margen einen Verlust ausgewiesen, womit auch die Analystenerwartungen verfehlt wurden. Der Umsatz ging von 2,25 Mrd. US-Dollar auf 2,09 Mrd. US-Dollar zurück. Daneben belief sich der Nettoverlust auf 187 Mio. US-Dollar bzw. 19 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 155 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 7 Cents je Aktie und einen Umsatz von 2,14 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie verbessert sich trotzdem um 7,4 Prozent.
Daneben geht es für Bed Bath & Beyond (Bed BathBeyond) nach Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2011/12 um 4,6 Prozent nach unten. Der Sanitärausrüster konnte dank gestiegener Umsätze den Gewinn deutlich steigern und so die Gewinnerwartungen schlagen. Der Ausblick überzeugte allerdings nicht. Das Nettoergebnis belief sich auf 228,5 Mio. US-Dollar bzw. 95 Cents je Aktie, nach 188,6 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Die Umsatzerlöse konnten von 2,19 Mrd. US-Dollar auf 2,34 Mrd. US-Dollar verbessert werden. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 89 Cents bei Erlösen von 2,35 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende vierte Fiskalquartal 2011/12 prognostizieren sie ein EPS von 1,30 US-Dollar und einen Umsatz von 2,66 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen selbst stellt für das Schlussquartal ein Ergebnis zwischen 1,28 und 1,33 US-Dollar je Aktie in Aussicht.
Heute meldete sich bereits vor Börseneröffnung American Greetings mit Zahlen zum dritten Geschäftsquartal (per 25. November) zu Wort. Der auf die Herstellung und den Verkauf von Grußkarten spezialisierte Konzern erhöhte seinen Umsatz auf 463,6 Mio. Dollar, nach 430,1 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Gleichzeitig schrumpfte aber der Nettogewinn von 32,2 Mio. Dollar auf nun 20,2 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Anteilsschein. Analysten hatten zuvor ein EPS von 81 Cents sowie Umsatzerlöse von 439,4 Mio. Dollar erwartet. Das Papier bricht um 21,7 Prozent ein.
Schließlich gibt es heute auch noch eine Nachricht von der Akquisitionsfront. H.B. Fuller (H B Fuller) hat seine Klebstoffsparte durch eine Übernahme gestärkt. So akquiriert man das Industrieklebstoff-Geschäft der schweizerischen Forbo Group für 370 Mio. Schweizer Franken (CHF). Die erworbene Geschäftseinheit generiert im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 580 Mio. US-Dollar, beschäftigt 1.100 Mitarteiter und besitzt 17 Fabriken in zehn Ländern. Für die Anteilsscheine des Chemiekonzerns geht es um 0,6 Prozent nach unten. (22.12.2011/ac/n/m)