New York (aktiencheck.de AG) - An der Wall Street können die wichtigsten US-Indizes an ihre gute Performance vom Vortag anknüpfen und legen auch im frühen Freitaghandel weiter zu. Dabei unterstützen unter anderem positive Einzelhandelsdaten. Der Dow Jones verbessert sich um 0,80 Prozent auf 11.232,77 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,25 Prozent auf 2.498,79 Punkte zulegt. Der S&P 500 gewinnt 0,75 Prozent auf 1.181,46 Punkte.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Juli 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums erhöht. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,5 Prozent, während sie im Juni um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,5 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche zogen die Umsätze gegenüber dem Vormonat ebenfalls um 0,5 Prozent an. Experten waren von einem Plus von 0,2 Prozent ausgegangen, nach einer Zunahme um 0,2 Prozent im Vormonat. In Kürze werden ferner noch Daten zur Verbraucherstimmung Uni Michigan für August sowie die Lagerbestände für Juni erwartet.
Für eine positive Überraschung sorgte bereits gestern nach Börsenschluss NVIDIA . Der Grafikchip-Hersteller konnte im zweiten Fiskalquartal 2011/12 dank eines gestiegenen Umsatzes wieder einen Gewinn erzielen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Der Nettogewinn belief sich auf 151,6 Mio. US-Dollar bzw. 25 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 141 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wurde mit 32 Cents angegeben. Der Umsatz stieg von 811 Mio. US-Dollar auf nun 1,02 Mrd. US-Dollar an. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 25 Cents je Aktie und einem Umsatz von 1,01 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Zudem konnte der Konzern beim Umsatzausblick für das laufende Quartal überzeugen. Die Aktie schießt um 7,6 Prozent nach oben.
Mit einem Abschlag von 1,8 Prozent stehen indes heute im frühen Handel die Anteilsscheine von JCPenney (J C Penney Company) unter Druck. Der Einzelhandelskonzern hat im zweiten Quartal nur einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Zurückzuführen war dies unter anderem auf deutliche Preissenkungen bei Bekleidungsartikeln. Die Erwartungen wurden damit aber geschlagen. So belief sich der Nettogewinn auf 14 Mio. US-Dollar bzw. 7 Cents pro Aktie, nach 14 Mio. US-Dollar bzw. 6 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 3,91 Mrd. US-Dollar leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,94 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 6 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,91 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 25 Cents bei Erlösen von 4,22 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während JCPenney selbst ein EPS-Ergebnis von 15 bis 20 Cents pro Aktie (inkl. Sonderbelastung von 5 Cents) erwartet.
General Motors (General Motors) fahren um 1,6 Prozent vor. Der Automobilkonzern wird gut 16.000 Fahrzeuge in den USA und Kanada zurückrufen. Dabei handelt es sich um rund 11.900 Fahrzeuge vom Typ Chevrolet Impala (Modelljahr 2012) sowie knapp 4.300 Fahrzeuge vom Typ Buick LaCrosse (Modelljahr 2012). Bei den Impala-Modellen gibt es ein Problem mit der Servolenkung, während bei den LaCrosse-Modellen unter Umständen ein Sensorenproblem hinsichtlich der Bremsen auftreten kann.
Wal-Mart (Wal-Mart Stores) hat Presseangaben zufolge offenbar ein ernsthaftes Interesse an den brasilianischen Aktivitäten der französischen Carrefour . Wie es heißt führt Wal-Mart zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine diesbezüglichen Verhandlungen mit Carrefour und hat den französischen Wettbewerber bisher auch noch nicht über sein Interesse informiert. Eine Offerte könnte den Angaben zufolge ein Volumen von 6 bis 8 Mrd. US-Dollar haben. Die Titel des weltgrößten Einzelhändlers verbessern sich um 1,1 Prozent.
Im Blickfeld der Investoren stehen heute ferner die Anteilsscheine von Newell Rubbermaid . Der Konsumgüterkonzern hat ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 300 Mio. US-Dollar ermächtigt. Der Aktienrückkauf soll bis August 2014 abgeschlossen werden. Das Papier rückt um 3,1 Prozent vor. (12.08.2011/ac/n/m)