New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen weisen im frühen Montaghandel grüne Vorzeichen auf. Dabei hellen auch neue Übernahmeaktivitäten die Stimmung am Markt auf. Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,44 Prozent auf 12.145,06 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,43 Prozent auf 2.781,24 Punkte zulegt. Der S&P 500 verbessert sich um 0,46 Prozent auf 1.316,84 Punkte.
Loews (Loews) rücken um 5,7 Prozent vor. Der Mischkonzern konnte im vierten Quartal einen Gewinnanstieg ausweisen. Zurückzuführen war dies u.a. auf höhere Nettoüberschüsse aus Kapitalanlagen sowie verbesserte Ergebnisse im Trading-Portfolio. So wurde ein den Loews-Aktionären zuzurechnender Nettogewinn von 466 Mio. US-Dollar bzw. 1,12 US-Dollar pro Aktie ausgewiesen, nach einem Gewinn von 403 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm von 3,82 Mrd. US-Dollar auf 3,72 Mrd. US-Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 88 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,89 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Hasbro musste im vierten Quartal hingegen einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf eine eher verhaltene Nachfrage nach Actionfiguren, Spielen und Puzzles über die Weihnachtssaison. Die Erwartungen wurden jedoch trotzdem geschlagen. Der Nettogewinn des Spielzeugherstellers belief sich auf 140 Mio. US-Dollar bzw. 99 Cents pro Aktie, im Vergleich zu einem Gewinn von 165,6 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 7 Prozent auf 1,28 Mrd. Dollar ab. Die Aktie gibt um 0,3 Prozent nach. Sysco konnte im zweiten Geschäftsquartal nicht an das Vorjahresergebnis anschließen. So erhöhte sich der Umsatz des auf die Lieferung und den Vertrieb von Lebensmitteln spezialisierten Konzerns um 5,8 Prozent auf 9,38 Mrd. US-Dollar. Dagegen sank der Nettogewinn um 3,8 Prozent auf 258,2 Mio. US-Dollar bzw. 44 Cents je Anteilsschein. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf 42 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 47 Cents sowie einen Umsatz von 9,47 Mrd. US-Dollar prognostiziert. Der Anteilsschein gibt um 5,4 Prozent nach.
Derweil konnte Humana im vierten Quartal trotz gestiegener Umsatzerlöse nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Die Aktie des Krankenversicherers verliert 0,9 Prozent an Wert. Cognizant Technology Solutions verbilligen sich um 1,2 Prozent, nachdem der IT-Konzern im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen konnte. Lorillard legen um 1,9 Prozent zu. Der Zigarettenhersteller steigerte im vierten Quartal sein Ergebnis.
Zudem gab es heute auch zahlreiche Meldungen von der Akquisitionsfront. Industriekonzern Danaher kündigte heute eine milliardenschwere Übernahme an und stärkt damit seinen Geschäftsbereich Medizintechnik. So wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des Medizintechnikkonzerns Beckman Coulter für insgesamt 83,50 US-Dollar je Aktie in bar getroffen, was einem Aufschlag von rund 45 Prozent auf den letzten Freitag-Schlusskurs der Aktie entspricht. Inklusive der Übernahme von Konzernverbindlichkeiten beläuft sich das Gesamtvolumen der Transaktion auf rund 6,8 Mrd. US-Dollar. Während die Aktie des Industriekonzern Danaher um 3,6 Prozent vorrücken kann, schießen Beckman Coulter um 9,7 Prozent nach oben. Indes verlautbarte der Internet-Anbieter AOL , dass er The Huffington Post, eine einflussreiche und schnell wachsende News-, Analyse- und Lifestyle-Website, für 315 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Der Titel verschlechtert sich um 3 Prozent. Daneben steht der Auftrags-Bohrdienstleister Pride International vor der Übernahme durch den Konkurrenten Ensco (Ensc a). Dabei sollen die Aktionäre von Pride International 0,4778 Ensco-Aktien zuzüglich 15,60 US-Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine erhalten. Im Zuge des Zusammenschlusses entsteht der weltweit zweitgrößte Anbieter von Offshore-Bohrdienstleistungen. Während Ensco um 3,1 Prozent verbilligen, legen Pride International um 17,8 Prozent zu. Schließlich übernimmt Berkshire Hathaway (Berkshire Hathawa a) die restlichen Anteile an der Wesco Financial Corp. Den Angaben zufolge erwirbt der Konzern die 19,9 Prozent der Wesco Financial-Anteile, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden. Dabei zahlt Berkshire für die Anteile insgesamt rund 547,6 Mio. US-Dollar in Bargeld und eigenen Aktien (Class B). Der Titel verteuert sich um 0,2 Prozent. (07.02.2011/ac/n/m)