New York (aktiencheck.de AG) - Nach der gestrigen Verschnaufpause sind die US-Börsen mit Gewinnen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der
Dow Jones kann aktuell 0,38 Prozent zulegen und steht bei 7.429,15 Punkten. Für den
Nasdaq Composite geht es ebenfalls um 0,38 Prozent nach oben auf 1.489,12 Zähler. Der S&P 500 verbessert sich daneben um 0,10 Prozent auf 784,83 Punkte. Konjunkturdaten stehen heute nicht auf der Agenda.
Der Hardware-Hersteller Xerox macht mit einer Ergebniswarnung auf sich aufmerksam. Der Konzern hat seine Gewinnschätzung für das erste Quartal in Zusammenhang mit Restrukturierungskosten und vor dem Hintergrund eines Rückgangs bei den Technologieausgaben deutlich gesenkt. Zudem sei der Umsatz in den ersten beiden Monaten 2009 um 18 Prozent gesunken. Die Aktie bricht daraufhin um rund 8 Prozent ein.
Titel des Handheld-Herstellers Palm legen indes 2,5 Prozent zu. Dabei hat das Unternehmen angesichts eines Umsatzeinbruchs seinen Verlust im abgelaufenen Quartal drastisch ausgeweitet und die Erwartungen klar verfehlt. Papiere des kanadischen Mitbewerbers Research In Motion gewinnen daneben ein knappes Prozent. Der Netzwerkausrüster 3Com meldete am Vorabend unerwartet starke Quartalszahlen. Der Konzern verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf ein besser als erwartetes China-Geschäft sowie auf die Sparte für Internet-Sicherheit. Der Wert zieht im frühen Handel aber nur leicht an.
Anteilsscheine von Blockbuster liegen mit rund 1 Prozent hinten. Die größte Filmverleihkette in den USA hat im Schlussquartal, insbesondere in Zusammenhang mit Sonderbelastungen, einen Verlust erwirtschaftet. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch klar geschlagen.
Wie die Bankgesellschaft Wells Fargo am Vorabend bekannt gab, hat sie die Kreditvergabe an Privat- und Geschäftskunden deutlich nach oben gefahren. Das Finanzhaus hatte im Zuge der Finanzmarktkrise im vergangenen Herbst milliardenschwere Finanzhilfen von der US-Regierung in Anspruch genommen und als Gegenleistung eine Ausweitung der Kreditvergabe zugesichert. Der Titel verliert rund 6 Prozent. Anteilsscheine des angeschlagenen Finanzkonzerns Citigroup, der sich in zwei Teile aufspaltet und heute seinen CFO Gary Crittenden zum Chairman der Citi Holdings ernannt hat, gewinnen gut 1 Prozent.
Die Analysten der Schweizer Großbank UBS haben die Aktie des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson von "neutral" auf "buy" gestuft. Aktuell ist hier ein Plus von über 2 Prozent auszumachen. Merck legen nach einer Aufstufung durch Cowen & Co gut 3 Prozent zu.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Hardware-Hersteller Xerox Corp. meldete heute, dass er seine Ergebnisprognose für erstes Quartal deutlich nach unten korrigiert hat. Angesichts von Restrukturierungskosten und vor dem Hintergrund eines Rückgangs bei den Technologieausgaben rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn von nur noch 3 bis 5 Cents pro Aktie, nach zuvor erwarteten 16 bis 20 Cents pro Aktie. Analysten stellen für das Auftaktquartal derzeit ein EPS-Ergebnis von 18 Cents in Aussicht. Wie der US-Konzern weiter mitteilte, ist der Umsatz in den ersten beiden Monaten 2009 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken.
Die Palm Inc. (ISIN US6966431057/ WKN A0ETPB) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal. Dabei musste der amerikanische Handheld-Hersteller angesichts eines Umsatzeinbruchs seinen Verlust drastisch ausweiten und verfehlte auch die Erwartungen. Der Konzern arbeitet den Angaben zufolge weiter an der Markteinführung seines neuen Spitzenmodells mit Touchscreen im Jahresverlauf. Die Umsatzerlöse sanken drastisch.
Der amerikanische Netzwerkausrüster 3Com Corp. (ISIN US8855351040/ WKN 868840) meldete am Donnerstag nach Börsenschluss, dass er im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat, was auf ein besser als erwartetes China-Geschäft, die Sparte für Internet-Sicherheit sowie eine Kostenkontrolle zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Der Umsatz nahm leicht ab.
Die Blockbuster Inc. (ISIN US0936791088/ WKN 924821), die größte Filmverleihkette in den USA, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass sie im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was vor allem auf Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch klar geschlagen. Zudem hat der Konzern Abkommen mit den meisten Gläubigern zur Restrukturierung fälliger Verbindlichkeiten geschlossen. Der Umsatz nahm um 12 Prozent ab.
Die US-Bankgesellschaft Wells Fargo & Co. (ISIN US9497461015/ WKN 857949) hat die Kreditvergabe an Privat- und Geschäftskunden deutlich nach oben gefahren. Wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung der Bankgesellschaft hervorgeht, habe man allein im Januar dieses Jahres 51 Mrd. Dollar an Krediten vergeben. Wells Fargo hatte im Zuge der Finanzmarktkrise im vergangenen Herbst Finanzhilfen in Höhe von 25 Mrd. Dollar von der US-Regierung in Anspruch genommen. Als Gegenleistung hatte der Finanzkonzern eine Ausweitung der Kreditvergabe zugesichert, um Privat- und Geschäftskunden den Zugang zu Krediten zu erleichtern.
Der angeschlagene US-Finanzkonzern Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904), der sich in zwei Teile (Citi Holdings and Citicorp) aufspaltet, hat seinen Chief Financial Officer Gary Crittenden zum Chairman der Citi Holdings ernannt. Unternehmensangaben von heute zufolge wird Edward Kelly, der bisher dem Bereich Global Banking der Citi Private Bank vorstand, Nachfolger von Crittenden, der seit März 2007 CFO der Citigroup war. Mike Corbat, der zuvor die Global Wealth Management Division leitete, wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt zum Interims-CEO der Citi Holdings bestellt.
Die Bank of America Corp. (ISIN US0605051046/ WKN 858388) hat einem Pressenbericht zufolge eine Liste mit den Namen von 200 Mitarbeitern der Tochter Merrill Lynch an den zuständigen New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo übergeben, auf der detaillierte Bonuszahlungen an die betreffenden Manager aufgeführt sind. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hatte sich die Bank of America zunächst noch geweigert, die Namen der 200 Manager bei Merrill Lynch preiszugeben, welche die höchsten Bonuszahlungen bei Merrill Lynch erhalten hatten. Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo führt derzeit eine Untersuchung der im Dezember 2008 von Merrill Lynch an die Mitarbeiter gewährten Bonuszahlungen in Höhe von mehr als 3,6 Mrd. Dollar durch. (20.03.2009/ac/n/m)