Wall Street: Etwas schwächer, Alcoa und Alcan gesucht
New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist mit leichten Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der
Dow Jones verliert kurz nach der Eröffnungsglocke 0,16 Prozent auf 13.544,70 Zähler. Der S&P 500 büßt daneben 0,30 Prozent auf 1.520,90 Zähler ein. Der
Nasdaq Composite wiederum sackt um 0,25 Prozent auf 2.650,08 Punkte ab.
Vorbörslich veröffentlichte das Arbeitsministerium für Juni eine positive Entwicklung bei den saisonbereinigten Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenquote verharrte wie von Volkswirten erwartet bei 4,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 132.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenaufbau um 125.000 Beschäftigte geschätzt. Der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne lag mit 0,3 Prozent im Rahmen der Prognosen.
Im Aluminiumsektor legen Alcoa 1 Prozent und Alcan 0,4 Prozent zu. Laut einem Zeitungsbericht hat der britisch/australische Minenkonzern Rio Tinto zwei Großbanken als Berater für ein mögliches Übernahmeangebot für den kanadischen Aluminiumkonzern Alcan engagiert. Zudem sei auch eine Offerte für Alcoa denkbar, wenngleich auch weniger wahrscheinlich.
Ein leichtes Kurminus verzeichnen Aktien von Bausch & Lomb. Zuvor hat der auf Augenheilkunde spezialisierte Konzern Advanced Medical Optics (AMO) ein Gegenangebot zu der Offerte von Warburg Pincus für Bausch & Lomb in Höhe von mehr als 4,2 Mrd. Dollar auf den Tisch gelegt. Die Meldung sorgt bei Anteilsscheine von AMO für einen Abschlag von 4 Prozent. Im Technologiesektor rücken Titel von Transmeta um knapp 30 Prozent vor, nachdem bekannt wurde, dass sich der Chip-Konzern AMD an Transmeta beteiligt hat. Die Aktie des bankrotten Automobilzulieferers Dana fällt im morgendlichen Handel um rund 8 Prozent. Sollte das zuständige Insolvenzgericht zustimmen, wird die Private Equity-Gesellschaft Centerbridge bis zu 500 Mio. Dollar in den Konzern investieren.
Das Board der Dow Jones & Co. Inc. (Dow JonesCo) und die News Corp. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) haben Presseangaben zufolge ihre Verhandlungen abgeschlossen und werden voraussichtlich nächste Woche ein Abkommen hinsichtlich des Übernahmeangebots des Medienmoguls Rupert Murdoch bekannt geben. Wie Anfang Mai mitgeteilt wurde, hat Murdoch dem Verlagshaus Dow Jones, dem Herausgeber des "Wall Street Journal", über seinen Medienkonzern News Corp. ein Übernahmeangebot in Höhe von 5 Mrd. Dollar vorgelegt.
Die amerikanische Advanced Medical Optics Inc. (AMO) (ISIN US00763M1080/ WKN 661677), ein auf Augenheilkunde spezialisierter Konzern, will ihren größeren Konkurrenten Bausch & Lomb Inc. (ISIN US0717071031/ WKN 853030) übernehmen. Unternehmensangaben vom Donnerstag zufolge bietet AMO 75 Dollar pro Bausch-Aktie. Die Offerte hat somit ein Volumen von insgesamt 4,23 Mrd. Dollar. Das Übernahmeangebot ist der bereits im Mai akzeptierten Offerte von Warburg Pincus überlegen. Die Private Equity-Gesellschaft bietet 3,67 Mrd. Dollar bzw. 65,00 Dollar je Bausch-Aktie.
Der britisch/australische Minenkonzern Rio Tinto plc/ Ltd. (ISIN GB0007188757/ WKN 852147) (ISIN AU000000RIO1/ WKN 855018) hat laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" zwei Großbanken als Berater für ein mögliches Übernahmeangebot für den Aluminiumkonzern Alcan Inc. (ISIN CA0137161059/ WKN 850204) engagiert. Des Weiteren wird laut dem Bericht auch eine Übernahmeofferte für den amerikanischen Aluminiumhersteller Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206) in Erwägung gezogen, wobei diese Möglichkeit jedoch als weniger wahrscheinlich gilt.
Die amerikanische Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN US0079031078/ WKN 863186) hat sich an dem Wettbewerber Transmeta Corp. (ISIN US89376R1095/ WKN 564775) beteiligt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat AMD insgesamt 7,5 Mio. Dollar als strategische Investition an dem auf die Herstellung moderner energieeffizienter Mikrochips spezialisierten Konzern getätigt.
Die Dana Corp. (ISIN US2358111068/ WKN 856575) meldete heute, dass die Private Equity-Gesellschaft Centerbridge Capital Partners LP und ihre zugehörigen Unternehmen bis zu 500 Mio. Dollar in den bankrotten US-Automobilzulieferer investieren werden. Darüber hinaus hat sich Centerbridge dazu verpflichtet, Dana ein zusätzliches Investment durch andere Investoren in Höhe von bis zu 250 Mio. Dollar zu ermöglichen. Die Kapitalmaßnahmen bedürfen jedoch noch der Zustimmung durch das zuständige Insolvenzgericht. (06.07.2007/ac/n/m)