New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen können zum Handelsstart einen Teil der deutlichen Vortagesverluste wettmachen. Zur Stunde gewinnt der
Dow Jones 0,20 Prozent und notiert bei 8.490,86 Indexpunkten. Der
Nasdaq Composite verbucht ein Plus von 1,00 Prozent auf 1.554,21 Zähler. Gleichzeitig rückt der S&P 500 um 0,30 Prozent vor auf 872,86 Punkte. Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, hat sich das Handelsbilanzdefizit im November 2008 deutlich verkleinert. Demnach sank das Defizit um 28,7 Prozent auf 40,4 Mrd. Dollar. Das ist das geringste Defizit seit November 2003. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Rückgang auf 51,0 Mrd.
Dollar prognostiziert. Im Einzelnen schrumpften die Exporte um 5,8 Prozent, während die Importe um 12 Prozent nachgaben.
Der weltweit größte Aluminiumhersteller Alcoa hat am Vorabend traditionell die Berichtssaison eingeläutet und dabei schwer enttäuscht. Der Konzern erlitt im abgelaufenen Quartal einen Nettoverlust von fast 1,2 Mrd. Dollar. Auf bereinigter Basis sah es nicht ganz so düster aus, die Erwartungen der Analysten wurden aber dennoch klar verfehlt. Dagegen sanken die Erlöse weniger stark als befürchtet. Die Aktie knüpfte heute an die schwache Vortagesentwicklung an. Der Wert verliert aktuell mehr als 2 Prozent.
Daneben richten sich die Blicke auch auf Lexmark. Der Druckerhersteller hat seine Ergebnisprognosen heute vor dem Hintergrund der weltweiten Konjunkturabkühlung nach unten revidiert. Zudem kündigte der Konzern weitere Restrukturierungen an. Aktuell ist hier ein Minus von fast 8 Prozent auszumachen. Anteilsscheine des Grafikchip-Herstellers NVIDIA ziehen ungeachtet einer Umsatzwarnung um über 3 Prozent an.
Der angeschlagene Versicherungskonzern AIG gab heute den Verkauf seiner Sparte AIG Life of Canada bekannt. Käufer ist BMO, die Muttergesellschaft der Bank of Montreal. Die Transaktionshöhe wurde auf rund 375 Mio. Kanadische Dollar beziffert. Das Papier von AIG gewinnt aktuell 0,7 Prozent.
Daneben spielen auch Analystenstimmen wieder eine Rolle. Die Aktie des Handheld-Herstellers Palm profitiert von einer Aufstufung der Schweizer Großbank UBS von "sell" auf "neutral" und legt kurz nach Handelsstart leicht zu. Für Titel des Solarkonzerns First Solar geht es nach einer Abstufung der Citigroup um gut 4 Prozent nach unten. Papiere des Flugzeugbauers Boeing liegen mit einem knappen Prozent im Minus. Die Analysten der Credit Suisse haben den Wert von "outperform" auf "neutral" gesenkt und das Kursziel zurückgenommen.
Unternehmensmeldungen:
Die Alcoa Inc. , der weltweit größte Aluminiumhersteller, veröffentlichte am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal. Damit gab der Konzern zugleich als erstes im Dow Jones gelistetes Unternehmen den Startschuss für die neue Berichtssaison. Alcoa musste dabei einen Verlust ausweisen, während der Umsatz weniger stark zurückging als erwartet. Der Nettoverlust belief sich demnach auf fast 1,2 Mrd. Dollar, nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum.
Der US-Druckerhersteller Lexmark International Inc. (ISIN US5297711070/ WKN 898072) hat vor dem Hintergrund der weltweiten Konjunkturabkühlung seine Ergebnisprognose nach unten revidiert. Im Anschluss kündigte der Konzern weitere Restrukturierungen an. Wie der Konzern heute erklärte, geht man für das vierte Quartal derzeit von einem Umsatzrückgang in der Größenordnung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert aus. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen soll der Gewinn je Aktie im vierten Quartal bei 71 bis 76 Cents je Anteilsschein liegen, nachdem man zuvor auf vergleichbarer Basis ein EPS von 70 bis 80 Cents in Aussicht gestellt hatte. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem für 2009 weitere Restrukturierungen an, welche den Abbau von 375 Arbeitsplätzen beinhalten. Auch für das erste Quartal äußerste sich der Konzern zurückhaltend.
Der amerikanische Grafikchip-Hersteller NVIDIA Corp. (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) erwartet für das vierte Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde der Umsatz im Schlussquartal voraussichtlich um 40 bis 50 Prozent unter dem im dritten Quartal des laufenden Fiskaljahres erreichten Wert liegen. Dabei verwies der Konzern auf die unerwartet schwache Gesamtnachfrage im Endkundengeschäft sowie die negativen Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Abbau von Lagerbeständen bei vielen Vertriebspartnern.
Der angeschlagene US-Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) gab heute bekannt, dass er die AIG Life Insurance Company of Canada (AIG Life of Canada) an die BMO Financial Group (BMO), die Muttergesellschaft der Bank of Montreal (ISIN CA0636711016/ WKN 850386), verkaufen wird. Im Rahmen der Transaktion zahlt BMO rund 375 Mio. Kanadische Dollar (CAD) in bar für die AIG-Sparte.
Der amerikanische Dieselmotorenhersteller Cummins Inc. (ISIN US2310211063/ WKN 853121) teilte heute mit, dass er bis Ende Februar weltweit mindestens 800 Stellen abbauen wird, um auf die rückläufigen Umsätze zu reagieren. Zusätzlich wird der Konzern die Gehälter für den Rest des Jahres einfrieren, wobei die Gehälter des Managements in 2009 um 10 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus wird Cummins weiterhin die Produktionsvolumina bei bestimmten Werken überwachen und sämtliche notwendigen Maßnahmen ergreifen, um auf die Kundennachfrage zu reagieren. (13.01.2009/ac/n/m)