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07.11.2008 16:03

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Wall Street: Freundlich, Arbeitsmarktlage trübt ein, Ford nach Zahlen im Blick


New York (aktiencheck.de AG) - Trotz schwacher Daten vom Arbeitsmarkt ist die Wall Street nach den heftigen Verlusten der vergangenen Tage mit Gewinnen in die Sitzung gestartet. Der Dow Jones legt 0,61 Prozent zu auf 8.749,07 Indexpunkte. Der S&P 500 klettert um 0,41 Prozent auf 908,63 Zähler. Gleichzeitig verfestigt sich der Nasdaq Composite um 0,61 Prozent auf 1.618,45 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich im Oktober drastisch verschlechtert. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 6,5 Prozent, nachdem sie im Vormonat nur bei 6,1 Prozent gelegen hatte. Das ist der höchste Stand seit 14 Jahren. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 6,3 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 240.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenabbau um 200.000 Beschäftigte erwartet.

Die Aktie von Ford legt trotz schwacher Zahlen mehr als 3 Prozent zu. Der Automobilhersteller konnte seinen Verlust im abgelaufenen Quartal zurückfahren. Auf bereinigter Basis wurden die Schätzungen allerdings klar verfehlt. Gleichzeitig kündigte der Autobauer weitere Stellenstreichungen an. Papiere des Mitbewerbers GM, dessen Ergebnisse im Laufe des Tages erwartet werden, gewinnen ebenfalls deutlich.

Bei Sprint Nextel schlägt ein Minus von 6,5 Prozent zu Buche. Der Mobilfunkanbieter ist im abgelaufenen Quartal bei rückläufigen Umsatzerlösen in die Verlustzone gerutscht. Ohne Einmaleffekte wurden auch hier die Erwartungen verfehlt. Für QUALCOMM geht es um gut 4 Prozent nach oben. Der Spezialist für Mobilfunktechnologie hat im letzten Vierteljahr deutlich weniger verdient. Analysten hatten aber mit Schlimmeren gerechnet. Papiere des Grafikchip-Herstellers NVIDIA legen nach positiv aufgenommenen Ergebnissen gut 10 Prozent zu.

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das bereinigte Ergebnis wurde dabei weniger stark als erwartet gesteigert. Bei den Investoren kommt die Meldung erwartungsgemäß nicht gut an. Der Wert verliert über 4 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der US-Automobilhersteller Ford Motor Co. meldete heute, dass er im dritten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet hat, die Erwartungen auf bereinigter Basis jedoch verfehlt hat. Zudem wurde ein weiterer Stellenabbau angekündigt. Der Nettoverlust belief sich auf 129 Mio. Dollar, gegenüber einem Verlust von 380 Mio. Dollar im Vorjahr. Der operative Verlust aus dem laufenden Geschäft (nach Steuern) lag bei rund 3 Mrd. Dollar vor Einmaleffekten. Der Gesamtumsatz fiel deutlich. Wie der Konzern weiter mitteilte, wird er im Rahmen eines Maßnahmenpakets u.a. weitere 10 Prozent seiner Vollzeit-Belegschaft in Nordamerika abbauen.

Der Mobilfunkanbieter Sprint Nextel Corp. (ISIN US8520611000/ WKN 857165) rutschte im dritten Quartal bei rückläufigen Umsatzerlösen in die Verlustzone. Wie der Konzern heute erklärte, verringerten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich deutlich. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten sowie Sonderabschreibungen hatte man im Berichtszeitraum einen Break Even beim Ergebnis je Aktie erzielt. Analysten hatten zuvor ein positives Ergebnis erwartet.

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal bekannt. Dabei konnte der US-Konzern aufgrund einer positiven Entwicklung in fast allen Bereichen, vor allem im Bereich Konsumprodukte, einen überzeugenden Umsatzanstieg erzielen, während der Gewinn rückläufig war. Das bereinigte Ergebnis je Aktie konnte leicht verbessert werden.

Die amerikanische QUALCOMM Inc. (ISIN US7475251036/ WKN 883121), ein Spezialist für Mobilfunktechnologie, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im vierten Fiskalquartal um 22 Prozent gesunken ist. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Allerdings enttäuschte der Ausblick. Für das laufende erste Fiskalquartal stellen Analysten ein EPS von 61 Cents in Aussicht. QUALCOMM selbst erwartet ein EPS von 46 bis 50 Cents.

Der amerikanische Grafikchip-Hersteller NVIDIA Corp. (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, dass er im dritten Quartal aufgrund einer hohen Sonderbelastung einen Gewinnrückgang ausweisen musste. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis indes übertroffen.

Der amerikanische Software-Konzern Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) ist Presseangaben zufolge bestrebt, der Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY), dem Betreiber der gleichnamigen Internet-Suchmaschine, bei einer möglichen Kooperation mit Verizon Wireless zuvor zu kommen. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hat der weltgrößte Software-Hersteller die Aufmerksamkeit des Mobilfunkbetreibers - ein Joint Venture der US-Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. (ISIN US92343V1044/ WKN 868402) und des britischen Mobilfunkbetreibers Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56/ WKN A0J3PN) - durch eine bessere Offerte gewonnen. Im Rahmen einer Kooperation will Microsoft seinen Suchdienst und zugehörige Werbung auf Verizon-Handys platzieren.

Die Mattel Inc. (ISIN US5770811025/ WKN 851704), der größte Spielwarenhersteller in den USA, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass sie weltweit rund 1.000 Stellen streichen wird, was mit dem wirtschaftlichen Abschwung zusammenhängt. (07.11.2008/ac/n/m)

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