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25.07.2008 15:56

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Wall Street: Freundlich nach positiven Konjunkturdaten, Black & Decker im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen gestern mit deutlichen Abschlägen geschlossen hatten, weisen sie zu Handelsbeginn am Freitag angesichts positiver Konjunkturdaten und erfreulicher Zahlen bei Black & Decker grüne Vorzeichen auf. Der Dow Jones Industrial Average gewinnt - nach negativen Vorgaben aus Tokio - kurz nach Handelsstart 0,12 Prozent auf 11.363,45 Zähler. Der S&P 500 steigt um 0,22 Prozent auf 1.255,31 Zähler. Der Nasdaq Composite wiederum legt um 0,26 Prozent auf 2.286,08 Punkte zu.

Auf der Unternehmensseite steht heute - nach einer Reihe von wichtigen Quartalszahlen am gestrigen Donnerstag - vor allem das jüngste Zahlenwerk von Black & Decker im Fokus. Der US-Werkzeughersteller verbuchte im zweiten Quartal zwar einen Ergebnisrückgang, konnte die Erwartungen der Analysten jedoch schlagen. Der Ausblick lag insgesamt noch im Rahmen der Marktschätzungen, wobei die Jahresprognose gesenkt wurde. Die Aktie gewinnt zurzeit 0,5 Prozent. Bereits gestern meldeten u.a. Juniper Networks, BMC Software, Eastman Chemical, Burlington Northern, Ingram Micro und Western Digital, wobei die Zahlen gemischt ausfielen. Ein ähnliches Bild zeigen heute auch die weiteren Ergebnisse bei ITT, Fortune Brands, Coventry Health, Arch Coal, American Axle und Legg Mason. Ansonsten gab die Bankgesellschaft Wachovia, die am Dienstag einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar im zweiten Quartal gemeldet hatte, gestern bekannt, dass ihr CFO Thomas Wurtz zurücktreten wird. Indes hat die Investmentbank JPMorgan Presseangaben zufolge Gespräche mit potenziellen Partnern über die Bildung eines Konsortiums zur Aufspaltung der britischen Bank HBOS geführt.

Auf der Konjunkturseite teilte das US-Handelsministerium mit, dass der Auftragseingang langlebiger Güter im Juni 2008 unerwartet angezogen ist. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau, wogegen Volkswirte ein Minus von 0,3 Prozent prognostiziert hatten. Im Mai war ein unveränderter Auftragseingang ausgewiesen worden. Wie das Handelsministerium zudem bekannt gab, ist die Zahl der in den USA erteilten Baugenehmigungen im Juni stärker angewachsen als ursprünglich gemeldet. Der Ölpreis verliert derzeit mehr als 1 Dollar und notiert knapp über der Marke von 124 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten die in Kürze anstehenden Daten zu den Verkäufen neuer Häuser und zum Konsumklima der Uni Michigan sorgen.

Unternehmensnachrichten:

Der US-Werkzeughersteller Black & Decker Corp. (BlackDecker) verbuchte im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang um 18 Prozent. Die Erwartungen der Analysten konnten jedoch geschlagen werden.

Der US-Netzwerkausrüster Juniper Networks Inc. (ISIN US48203R1041/ WKN 923889) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2008. Die Erwartungen der Analysten konnten dabei übertroffen werden.

Die BMC Software Inc. (ISIN US0559211000/ WKN 875716) musste im ersten Quartal aufgrund akquisitionsbedingter Einmalaufwendungen einen Ergebnisrückgang ausweisen.

Die Eastman Chemical Co. (ISIN US2774321002/ WKN 889082) verbuchte im zweiten Quartal dank einer geringeren Steuerbelastung einen Ergebnisanstieg.

Die Burlington Northern Santa Fe Corp. (ISIN US12189T1043/ WKN 897261), die zweitgrößte Eisenbahngesellschaft in den USA, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 19 Prozent gesunken ist, was vor allem auf eine Sonderbelastung zurückzuführen ist.

Die amerikanische Ingram Micro Inc. (ISIN US4571531049/ WKN 903027), der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 13 Prozent gestiegen ist, was mit Kostensenkungsmaßnahmen und dem schwächeren US-Dollar zusammenhängt. Der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte jedoch.

Der amerikanische Festplattenhersteller Western Digital Corp. (ISIN US9581021055/ WKN 863060) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass er im vierten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt hat, wobei das Vorjahresergebnis von einem Einmalertrag profitierte. Damit konnten die Erwartungen klar geschlagen werden. Der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte jedoch.

Die viertgrößte US-Bankgesellschaft Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326), die am Dienstag einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar im zweiten Quartal gemeldet hatte, gab am Donnerstag bekannt, dass ihr CFO Thomas Wurtz zurücktreten wird, sobald ein Nachfolger gefunden wurde.

Der US-Vermögensverwalter Legg Mason Inc. (ISIN US5249011058/ WKN 868079) musste im ersten Quartal angesichts der schwierigen Gesamtlage an den internationalen Finanzmärkten einen deutlichen Gewinneinbruch vorweisen.

Die amerikanische IDEXX Laboratories Inc. (ISIN US45168D1046/ WKN 888210), ein Hersteller von Produkten für die Bereiche Tiermedizin, Lebensmittel und Wassertests, verbuchte im zweiten Quartal dank höherer Umsatzerlöse und verbesserter Margen einen Ergebnisanstieg.

Der US-Krankenversicherer Coventry Health Care Inc. (ISIN US2228621049/ WKN 913498) legte am Freitag die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Dabei konnten die zuletzt nach unten revidierten konzerneigenen Prognosen erfüllt werden.

Der US-Automobilzulieferer American Axle & Manufacturing Holdings Inc. (ISIN US0240611030/ WKN 918692) gab am Freitag bekannt, dass er im zweiten Quartal einen hohen Verlust erwirtschaftet hat, was auf Produktionsausfälle als Folge eines fast dreimonatigen Streiks von gewerkschaftlich organisierten Arbeitern und Sonderbelastungen im Zusammenhang mit einem neuen Arbeitsvertrag zurückzuführen ist.

Die US-Investmentbank J.P. Morgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) hat Presseangaben zufolge Gespräche mit potenziellen Partnern über die Bildung eines Konsortiums zur Aufspaltung der britischen Bank HBOS plc (ISIN GB0030587504/ WKN 677485) geführt. (25.07.2008/ac/n/m)

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