New York (aktiencheck.de AG) - Nach der gestrigen Kursrallye, ausgelöst durch Aussagen von Notenbankchef Ben Bernanke, realisieren die US-amerikanischen Marktteilnehmer am Mittwoch erst einmal Gewinne. Beim
Dow Jones ist kurz nach der Eröffnung ein Minus von 0,51 Prozent auf 7.313,18 Punkte auszumachen. Der
Nasdaq Composite fällt um 0,83 Prozent zurück auf 1.429,85 Zähler. Gleichzeitig gibt der S&P 500 0,65 Prozent ab auf 768,15 Punkte. In Kürze folgen Daten vom Immobilienmarkt.
Die Aktie des Anleiheversicherers Ambac kann im frühen Handel gegen den Trend zulegen. Das Unternehmen gab heute bekannt, im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet zu haben. Auf operativer Basis musste man jedoch einen höheren Verlust ausweisen. Insgesamt wird das Zahlenwerk aber positiv aufgenommen, aktuell gewinnt der Titel knapp 4 Prozent. Papiere der Bank of America liegen daneben mit gut 2 Prozent im Plus. Wie zuvor bekannt wurde, hat die zu Jahresbeginn übernommene Großbank Merrill Lynch im Schlussquartal einen höheren Verlust erlitten als zunächst angekündigt.
Die Bekleidungskette TJX musste im Schlussquartal ein deutlich geringeres Ergebnis ausweisen. Um Sondereffekte bereinigt hat das Unternehmen allerdings unerwartet gut verdient. Die Aktie reagiert mit einem Aufschlag von knapp 5 Prozent. Dagegen sacken Anteilsscheine von J.M. Smucker um über 6 Prozent ab. Der Nahrungsmittelhersteller hat im letzten Quartal einen Ergebnisanstieg verbucht und die Prognosen übertroffen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde die Jahresprognose allerdings nach unten revidiert.
Ferner rauschen Titel von DreamWorks um annähernd 6 Prozent in die Tiefe. Das Filmstudio hat am Vorabend die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht und dabei die Erwartungen verfehlt.
Unternehmensmeldungen:
Die von der Bank of America Corp. zu Jahresbeginn übernommene Großbank Merrill Lynch musste im letzten Quartal einen höheren Verlust ausweisen, als zunächst angekündigt. Wie aus einer am Dienstagabend veröffentlichten Pressemitteilung an die US-Wertpapieraufsicht SEC hervorgeht, musste Merrill Lynch im Schlussquartal einen Verlust von 15,84 Mrd. Dollar ausweisen. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das vierte Quartal war die Bank of America bei der Tochter Merrill Lynch noch von einem Nettoverlust von 15,31 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-Anleiheversicherer Ambac Financial Group Inc. (ISIN US0231391089/ WKN 882277) gab heute bekannt, dass er im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet hat, auf operativer Basis jedoch einen größeren Verlust ausweisen musste. Dabei leidet der Konzern weiterhin unter dem schwachen Häusermarkt und den widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Presseangaben zufolge sind die Gespräche zwischen der Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) und dem US-Finanzministerium über eine höhere Staatsbeteiligung an dem angeschlagenen Kreditinstitut kurz vor dem Abschluss. Wie die "Financial Times" am Dienstag berichtete, würde die US-Regierung im Rahmen eines Abkommens einen Anteil von rund 40 Prozent an der Citigroup erhalten und dafür die Kapitalbasis der im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geratenen Bank stärken. Die Bankgesellschaft könnte zudem durch eine Kapitalerhöhung weitere Mittel einsammeln.
Der amerikanische Nahrungsmittelhersteller J.M. Smucker Co. (ISIN US8326964058/ WKN 633835) verbuchte im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg, revidierte im Anschluss jedoch die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten. Der deutliche Umsatzanstieg von 78 Prozent resultierte aus der Konsolidierung der Geschäftsaktivitäten der übernommenen Folgers Coffee. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten hat der Konzern unerwartet gut verdient. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wurde die Jahresprognose beim Umsatz von zuletzt 3,8 bis 4,0 Mrd. Dollar auf 3,6 bis 3,7 Mrd. Dollar nach unten revidiert. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 3,15 bis 3,30 Dollar liegen. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 3,48 Dollar sowie einem Umsatz von 3,84 Mrd. Dollar aus.
Die US-Bekleidungskette TJX Cos. Inc. (ISIN US8725401090/ WKN 854854) musste im Schlussquartal 2008 aufgrund des stärkeren Dollars ein geringeres Ergebnis ausweisen. Unternehmensangaben von heute verringerten sich die Umsatzerlöse marginal. Nettogewinn sank um 17 Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn lag indes über den Erwartungen.
Der amerikanische Einzelhandelskonzern Saks Inc. (ISIN US79377W1080/ WKN 883503) meldete heute, dass er im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was auf deutlich geringere Verbraucherausgaben, vor allem bei Luxusgütern, zurückzuführen ist. Der Verlust aus dem laufenden Geschäft fiel dabei höher aus als erwartet.
Die US-Juwelierkette Zale Corp. (ISIN US9888581066/ WKN 914110) hatte im zweiten Quartal unter der anhaltenden Nachfrageschwäche zu leiden und rutschte bei rückläufigen Umsatzerlösen in die roten Zahlen. CEO Neal Goldberg machte vor allem die schlechten makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie die zurückhaltende Nachfrage bei hochpreisigen Luxusgütern für den deutlichen Ergebnisrückgang verantwortlich. Außerdem hätten die durchgeführten Rabattaktionen die Gewinnmargen negativ beeinflusst. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein unerwartet hoher Gewinn erzielt.
Die DreamWorks Animation SKG Inc. (ISIN US26153C1036/ WKN A0B8TN) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht. Der Nettogewinn sank dabei stärker als befürchtet. Das US-Filmstudio erwartet für 2009 aufgrund der bald anlaufenden Filme Madagascar: Escape 2 Africa und Monsters vs. Aliens positive Effekte. (25.02.2009/ac/n/m)