New York (aktiencheck.de AG) - Nach der fulminanten Entwicklung am vergangenen Freitag realisieren die US-Marktteilnehmer zum Wochenauftakt Gewinne. Beim
Dow Jones ist kurz nach Handelsstart ein Abschlag von 0,97 Prozent auszumachen auf 8.946,76 Indexpunkte. Der Technologieindex
Nasdaq Composite legt ebenfalls den Rückwärtsgang ein und gibt 1,10 Prozent ab auf 1.614,24 Zähler. Gleichzeitig verschlechtert sich der S&P 500 um 1,02 Prozent auf 922,31 Punkte.
Die Aktie des weltweit größten Pharmaherstellers Pfizer gibt dabei leicht ab. Hier steht ein Pressebericht im Fokus, demzufolge der Konzern die Übernahme eines großen Konkurrenten in Betracht zieht, um seine Wettbewerbsposition zu stärken. Papiere des Branchenkollegen Merck ziehen um ein halbes Prozent an. Die Aktie des Biotechnologiekonzerns Amgen liegt dagegen mit einem halben Prozent im Minus.
Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zahlen zu den US-amerikanischen Autoverkäufen legen GM 1,4 Prozent zu, während Ford gut 2 Prozent verlieren. Hier dürfte ein Pressebericht belasten, nach dem sich der deutsche Mitbewerber Daimler gegen eine Übernahme der zu Ford gehörenden Tochter Volvo entschieden hat. Papiere des Lkw-Herstellers Navistar, der heute seine Ergebnisprognosen für das Fiskaljahr 2009 konkretisiert hat, büßen rund 4 Prozent ein.
Titel des Technologiekonzerns Apple rücken um knapp 4 Prozent vor. Am heutigen Tag wird die Messe "Macworld" eröffnet. Zudem hat sich CEO Steve Jobs in Zusammenhang mit immer wiederkehrenden Gerüchten über eine mögliche ernsthafte Erkrankung in einem offenen Brief erstmals an die Anlegergemeinde gewandt.
Papiere der Drugstore-Kette Rite Aid ziehen um fast 3 Prozent an. Wie der Konzern heute mitteilte, musste er im Dezember einen Umsatzrückgang hinnehmen. Dagegen konnte der Mitbewerber Walgreen seinen Umsatz im gleichen Monat deutlich steigern. Der Wert gewinnt zur Stunde mehr als 3 Prozent.
Daneben haben sich zahlreiche Analysten zu Wort gemeldet. Titel des Online-Einzelhändlers Amazon fallen trotz einer Aufstufung durch JP Morgan um 0,6 Prozent zurück. Anteilsscheine des Chip-Herstellers Altera profitieren von einer Aufstufung durch Wachovia und liegen mit gut 1 Prozent im Plus. Dagegen geht es für AT&T und für Verizon um 3,6 bzw. um 4,7 Prozent nach unten. Beide Werte leiden unter einer Abstufung durch Bernstein.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Pfizer Inc. , der größte Pharmahersteller der Welt, zieht Presseangaben zufolge die Übernahme eines großen Konkurrenten in Betracht, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Wie die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) unter Berufung auf Pfizer-CEO Jeff Kindler berichtet, verfolgt man damit letztlich das Ziel, den Umsatz zu steigern. Die Bereitschaft des Konzerns zu einer Großakquisition würde belegen, dass Pfizer dringend etwas unternehmen müsse, um einen absehbaren Umsatzeinbruch auszugleichen. Laut der Zeitung hängt das jüngste Vorhaben mit dem Auslaufen von Patenten auf wichtige Medikamente zusammen.
Der CEO des US-Technologiekonzerns Apple Inc. (ISIN US0378331005/ WKN 865985) hat sich heute in Zusammenhang mit immer wiederkehrenden Gerüchten über eine mögliche ernsthafte Erkrankung des Managers in einem offenen Brief an die Anlegergemeinde gewandt. Die Behandlung der Erkrankung sei nach Aussage von Jobs relativ einfach, wobei er bereits mit den notwendigen Maßnahmen begonnen habe. Am heutigen Tag wird die Messe "Macworld" eröffnet, auf der Apple verschiedenen Medienberichten zufolge Neuheiten in Zusammenhang mit seinen populären Produktserien "iPod" und "iMac" präsentieren dürfte.
Die Rite Aid Corp. (ISIN US7677541044/ WKN 857022), eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, meldete heute, dass ihre Umsätze im Dezember geschrumpft sind. Wie der Konzern erklärte, sanken die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, um 0,2 Prozent. Während die so genannten Same-Store Sales im Apothekenbereich um 1,2 Prozent zulegen konnten, nahm das Front-End-Geschäft um 2,4 Prozent ab. Der Gesamtumsatz in den vier Wochen zum 27. Dezember 2008 verringerte sich um 2,1 Prozent.
Die amerikanische Drugstore-Kette Walgreen Co. (ISIN US9314221097/ WKN 855826) konnte im Dezember 2008 einen Umsatzanstieg vorweisen. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserte sich der Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich um 10,8 Prozent. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Zuwachs von 4,9 Prozent verbucht.
Der amerikanische Lkw-Hersteller Navistar International Corp. (ISIN US63934E1082/ WKN 886965) hat heute seine Ergebnisprognosen für das Fiskaljahr 2009 konkretisiert. Demnach erwartet der Konzern für das Fiskaljahr 2009 ein EPS von 5,10 bis 5,60 Dollar. Analysten gehen für das Fiskaljahr 2009 von einem EPS von 5,95 Dollar aus. Dabei setzt der Konzern vor allem auf das Geschäft außerhalb der Absatzmärkte in Nordamerika und Kanada, wobei auf die nach wie vor schwierige konjunkturelle Lage in den zuletzt genannten Ländern verwiesen wurde.
Der Automobilhersteller Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) hat sich gegen eine Übernahme der zum angeschlagenen US-Konkurrenten Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) gehörenden Tochter Volvo entschieden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "DER SPIEGEL" (Onlineausgabe Sonntag) hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche in den vergangenen Wochen einen möglichen Deal sorgfältig prüfen lassen, diesen allerdings aufgrund einer Menge von drohenden Nachteilen wieder fallen gelassen. Zuletzt hatte sich Ford laut dem Bericht auch beim Münchner Autohersteller Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) bereits eine Absage eingehandelt.
Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) gab heute bekannt, dass Steven R. Rogel mit Wirkung zum 15. April 2009 als Chairman und als Director zurücktreten wird. Den Angaben zufolge wird Charles R. Williamson die Nachfolge von Rogel als Chairman antreten. Zudem verlässt der Director Donald F. Mazankowski zum 14. Januar 2009 das Weyerhaeuser-Board. Für Mazankowski wurde Wayne W. Murdy, der ehemalige CEO und Chairman des Minenkonzerns Newmont Mining Corp. (ISIN US6516391066/ WKN 853823), mit Wirkung zum 15. Januar 2009 in das Board berufen. (05.01.2009/ac/n/m)