Wall Street: Grün in Feiertagspause -- Deutsche Börsen fest - DAX beendet 7-tägige Talfahrt -- Citi: Aufspaltung nach Horrorminus -- BoA: Milliardenverlust - Staat hilft -- HRE: 10 Mrd. vom Staat?
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe November
- EU: Außenhandel November
- USA: Verbraucherpreise Dezember
- USA: Industrieproduktion Dezember
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Januar
- Ahold: Quartalszahlen
- Citigroup: Quartalszahlen
DAX ignoriert Citi-Milliardenminus
Die deutschen Börsen profitierten am Freitag von den positiven Vorgaben aus den USA und Asien. Nach der massiven Talfahrt der vergangenen Tage notierten die Indizes am Freitag deutlich fester. Auch am letzten Handelstag der Woche standen Finanztitel im Anlegerfokus. Die Citigroup hat wie erwartet einen milliardenschweren Verlust gemeldet. Anleger hatten dies jedoch offenbar bereits eingepreist, die Börsen reagierten nur marginal. Auch die ebenfalls tiefroten Zahlen der Bank of America beeindruckten die Marktteilnehmer kaum. Im Vorfeld war bekannt geworden, dass das Institut erneut eine milliardenschwere Finanzspritze vom Staat bekommt.
Der DAX legte zu Handelsbeginn rund 1,5 Prozent zu und baute seine Gewinne im frühen Handel weiter aus. Zwischenzeitlich konnte der Leitindex bis zu drei Prozent zulegen, konnte die Tageshochs aber nicht komplett verteidigen. Schlussendlich verbuchte der Dax ein Plus von 0,7 Prozent auf 4.366 Punkte.
Der TecDAX zog nochmals kräftiger an und profitierte dabei insbesondere von den positiven Techwertevorgaben aus den USA und Asien. Hier stand zum Börsenschluss ein Aufschlag von 2,4 Prozent auf 471 Zähler an der Kurstafel.
22:30 Uhr: Wall Street: Fest in Feiertagspause
Die US-Börsen haben sich mit grünen Vorzeichen in das verlängerte Wochenende verabschiedet. Für Bewegung sorgten abermals zahlreiche Konjunkturdaten: Die US-Verbraucherpreise sind im Dezember 2008 weiter gesunken. Demnach verringerte sich der Verbraucherpreisindex um 0,7 Prozent. Auch die US-Industrieproduktion gab im Dezember weiter nach. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut Angaben der Universität Michigan im Januar 2009 indes nach vorläufigen Daten verbessert. Im Fokus standen darüber hinaus einmal mehr die Banken. Citigroup und Bank of America haben tiefrote Bilanzen vorgelegt und milliardenschwere Verluste eingefahren. Die Anteilsscheine gaben daraufhin im Freitagshandel deutlich nach.
Der Dow Jones legte am Ende 0,84 Prozent zu und ging mit 8.281,22 Punkten ins verlängerte Wochenende.
Auch Techwerteanleger griffen am letzten Handelstag der Woche wieder zu und schickten die Nasdaq Composite 1,16 Prozent auf 1.529,33 Punkte ins Plus.
16:27 Uhr: IEA sieht Ölnachfrage sinken
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für die kommenden beiden Jahre von einer rückläufigen Nachfrage nach Öl aus. 2009 erwartet die IEA einen Rückgang des täglichen Bedarfs um 0,6 Prozent auf 85,3 Millionen Barrel - rund eine Million Fass weniger als noch in den Dezemberschätzungen. Ob es dabei bleibt oder die Prognose nochmals nach unten angepasst werden müsse, sei dabei unklar, hieß es weiter.
16:17 Uhr: US-Verbrauchervertrauen steigt im Januar an
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar 2009 nach vorläufigen Daten verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 61,9 Punkten, nachdem für den Vormonat ein Plus von 60,1 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte waren hingegen von einem Wert von 59,0 Punkten ausgegangen.
16:12 Uhr: Kapitalerhöhung bei MPC
Der Finanzkonzern
Münchmeyer Petersen Capital (MPC) hat am Freitag eine Kapitalerhöhung angekündigt. In zwei Schritten will das Unternehmen sein Grundkapital von 12.146.418 auf 18.212.918 Euro erhöhen. Dabei rechnet der Konzern mit einem Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 48,5 Millionen Euro, der primär zur Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden soll.
16:08 Uhr HRE: 10 Milliarden vom Staat?
Der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Hypo Real Estate benötigt möglicherweise mindestens zehn Milliarden Euro als Kapitalspritze von Staatsseite. Wie es am Freitag aus verhandlungsnahen Kreisen hieß, verhandelt der Lenkungsausschuss des SoFFin aktuell über das Hilfspaket für das ins Trudeln geratene Institut. Dabei sei noch unklar, wieviele Anteile der Staat an dem Finanzhaus übernehmen wird. In den vergangenen Tagen war mehrfach über eine Komplettverstaatlichung der HRE spekuliert worden. Offizielle Bestätigungen von Seiten der Beteiligten gibt es bislang nicht.
15:36 Uhr: US-Industrieproduktion sinkt deutlich
Die US-Industrieproduktion ist im Dezember 2008 stärker als erwartet gesunken. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 2,0 Prozent unter seinem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten nur ein Minus von 1,0 Prozent prognostiziert.



