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20.02.2009 16:05

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Wall Street: Im Minus, Citigroup und Bank of America auf Talfahrt

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett ist nach wie vor miserabel. Der Dow Jones verliert zur Stunde 1,65 Prozent und notiert bei 7.342,57 Punkten. Am Vorabend hat der US-amerikanische Leitindex auf dem tiefsten Stand seit mehr als sechs Jahren geschlossen und für eine reglerechte Ausverkaufsstimmung an den europäischen Märkten gesorgt. Der Nasdaq Composite verbucht daneben ein Minus von 0,98 Prozent auf 1.428,61 Zähler. Der S&P 500 gibt 1,78 Prozent ab und steht bei 765,09 Punkten.

Auf der Konjunkturseite stehen die Verbraucherpreise für Januar im Blick. Laut dem Arbeitsministerium erhöhte sich der Verbraucherpreisindex wie von Volkswirten erwartet um 0,3 Prozent. Die Kernrate zeigte ein Plus von 0,2 Prozent. Volkswirte waren hier nur von einem Zuwachs von 0,1 Prozent ausgegangen.

Der Finanzsektor setzt seine Talfahrt angesichts der unsicheren Zukunftsaussichten dabei in unvermindertem Tempo fort. Unter anderem verlieren Citigroup über 15 Prozent und Bank of America ebenfalls mehr als 15 Prozent.

Unterdessen hat der schwedische Autohersteller Saab einen Insolvenzantrag gestellt. Der Aktie des Mutterkonzerns GM bekommt die Meldung schlecht. Aktuell ist hier ein Abschlag von mehr als 6 Prozent auszumachen. Ford fallen um knapp 2 Prozent zurück. Wenig gute Nachrichten kommen auch von Lowe's. Die zweitgrößte Baumarktkette in den USA hat im Schlussquartal einen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen und die Erwartungen verfehlt. Die Anleger quittieren das enttäuschende Zahlenwerk mit einem Minus von rund 3 Prozent.

Daneben teilte der Einzelhandelskonzern JCPenney mit, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 51 Prozent gesunken ist, was mit deutlich rückläufigen Verbraucherausgaben angesichts des Wirtschaftsabschwungs zusammenhängt. Die Erwartungen wurden indes geschlagen. Allerdings ist der Ausblick auf das erste Quartal schwach. Der Titel reagiert mit einem Minus von rund 1,5 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der schwedische Autohersteller Saab Automobile AB, eine Tochter des angeschlagenen US-Automobilkonzerns General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000), hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wie der Autobauer heute mitteilte, hat er nach dem Beschluss des Aufsichtrats einen Antrag auf Reorganisation vor einem schwedischen Gericht gestellt. Saab will die Produktion jedoch zunächst fortsetzen und sich aus dem GM-Konzern herauslösen. Neben Opel und Vauxhall (Großbritannien) macht Saab das Hauptgeschäft von GM in Europa aus. Der Mutterkonzern hat am Dienstag in Washington ein Sanierungskonzept vorgelegt, das den Abbau von weltweit 47.000 Stellen vorsieht, 26.000 davon außerhalb der USA.

Die Lowe's Cos. Inc. (Lowes Companies), die zweitgrößte Baumarktkette in den USA, verbuchte im vierten Quartal einen unerwartet deutlichen Ergebnisrückgang. Wie der Konzern heute erklärte, lag auch der Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen wurde ein Rückgang von 9,9 Prozent ausgewiesen. Nach Aussage von CEO Robert A. Niblock hatte der Konzern im Berichtszeitraum vor allem unter der deutlich rückläufigen Konsumnachfrage sowie dem Einbruch an den Immobilien- und Häusermärkten zu leiden.

Der amerikanische Einzelhandelskonzern J. C. Penney Co. Inc. (JCPenney) (ISIN US7081601061/ WKN 851991) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 51 Prozent gesunken ist, was mit deutlich rückläufigen Verbraucherausgaben angesichts des Wirtschaftsabschwungs zusammenhängt. Die Erwartungen wurden indes geschlagen. Der Ausblick auf das erste Quartal ist jedoch schwach. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 9,8 Prozent. Für das laufende Quartal stellen Analysten ein EPS-Ergebnis von -19 Cents in Aussicht, während JCPenney selbst einen Verlust von 20 bis 30 Cents pro Aktie erwartet.

Der amerikanische Software-Konzern Intuit Inc. (ISIN US4612021034/ WKN 886053) musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte dabei jedoch auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten übertreffen. Beim Umsatz musste der auf Steuersoftware spezialisierte Konzern ebenfalls einen Rückgang hinnehmen. Der Umsatzrückgang resultierte aus zeitlichen Verschiebungen bei der Einführung neuer Software-Produkte. Ohne diese Einmaleffekte hätte der Konzern im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 2 Prozent erzielt. (20.02.2009/ac/n/m)

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