New York (aktiencheck.de AG) - Nach positiv aufgenommenen Arbeitsmarktdaten hat die Wall Street am letzten Handelstag der Woche mit grünen Vorzeichen eröffnet. Der
Dow Jones verbessert sich kurz nach Handelsstart um 1,07 Prozent auf 6.664,77 Indexpunkte. Der
Nasdaq Composite rückt unterdessen um 0,88 Prozent vor auf 1.311,06 Zähler. Gleichzeitig gewinnt der S&P 500 1,10 Prozent auf 690,09 Punkte.
Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im Februar deutlich verschlechtert. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Dezember 1983. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 7,9 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 651.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Stellenabbau um 650.000 Beschäftigte erwartet. Insgeheim hatte man aber noch deutlich schlechtere Zahlen befürchtet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen wie prognostiziert um 0,2 Prozent an.
Die Bankgesellschaft Wells Fargo wird künftig eine deutlich geringere Dividende an ihre Aktionäre auszahlen. Durch diese Maßnahme will man jährliche Einsparungen von rund 5 Mrd. Dollar generieren. Weiterhin wurde bekannt, dass sich das operative Geschäft in den ersten beiden Monaten des laufenden Fiskaljahres sehr gut entwickelt habe. Die Aktie gewinnt im frühen Handel knapp 7 Prozent. Papiere der Citigroup legen rund 3 Prozent zu. Der Titel stand gestern schwer unter Beschuss und fiel kurzzeitig sogar unter die magische 1-Dollar-Marke. Anteilsscheine der Bank of America rücken um über 5 Prozent vor.
Der Automobilzulieferer BorgWarner hat vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in der Automobilindustrie seine Quartalsdividende ausgesetzt. Für 2009 peilt der Konzern aber weiterhin ein positives Jahresergebnis sowie einen positiven Cash Flow an. Der Wert kann daraufhin leicht zulegen. Papiere des angeschlagenen Autobauers GM, der gestern vor einer möglichen Pleite gewarnt hat, befinden sich indes mit einem Minus von mehr als 11 Prozent weiter auf dem absteigenden Ast. Ford-Titel gewinnen annähernd 4 Prozent.
Das auf Steuerberatung spezialisierte Unternehmen H&R Block hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz deutlich steigern können und dabei wieder schwarze Zahlen geschrieben. Außerdem wurden die Erwartungen deutlich in den Schatten gestellt. Die Aktie rückt um gut 7 Prozent vor. Papiere des Halbleiterherstellers Marvell Technology, der im Schlussquartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen musste, springen ebenfalls um über 7 Prozent. Auf bereinigter Basis hat das Unternehmen nämlich überraschend gut verdient. Außerdem wurde der Abbau von weltweit rund 850 Stellen angekündigt.
Unternehmensmeldungen:
Die US-Bankgesellschaft Wells Fargo & Co. (Wells FargoCo) hat ihre Quartalsdividende drastisch gesenkt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde man künftig eine Quartalsdividende von 5 Cents je Aktie an die Aktionäre ausschütten, anstelle von bislang 34 Cents je Aktie. Durch diese Maßnahme will der Finanzkonzern jährliche Einsparungen von rund 5 Mrd. Dollar generieren. Wie aus der Pressemitteilung weiter hervorgeht, habe sich das operative Geschäft in den ersten beiden Monaten des laufenden Fiskaljahres sehr gut entwickelt.
Der US-Automobilzulieferer BorgWarner Inc. (ISIN US0997241064/ WKN 887320) hat vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in der Automobilindustrie seine Quartalsdividende ausgesetzt. Wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, werde man bis auf absehbare Zeit keine Dividendenzahlungen mehr leisten, biss sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen wieder verbessert haben. Im Gesamtjahr 2009 peilt der Konzern weiterhin ein positives Jahresergebnis sowie einen positiven Cash Flow an.
Die amerikanische H&R Block Inc. (ISIN US0936711052/ WKN 859376) legte heute die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Demnach konnte das auf Steuerberatung spezialisierte Unternehmen seinen Umsatz deutlich steigern. Dabei konnte der Konzern in die Gewinnzone zurückkehren. Beim Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein unerwartet hoher Gewinn verzeichnet.
Der amerikanische Buchhändler Borders Group Inc. (ISIN US0997091071/ WKN 895356) hat am Donnerstagabend ein groß angelegtes Stellenabbauprogramm angekündigt. Demnach werde man konzernweit rund 742 Stellen abbauen. Davon sollen rund 679 in den Borders Superstores wegfallen, während weitere 63 Arbeitsplätze in der Kaufhauskette Waldenbooks abgebaut werden sollen. Insgesamt sollen damit weniger als 3 Prozent der Gesamtbelegschaft abgebaut werden.
Der US-Halbleiterhersteller Marvell Technology Group Ltd. (ISIN BMG5876H1051/ WKN 930131) musste im vierten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, war der Umsatz um 39 Prozent rückläufig. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust ausgewiesen, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie höher als erwartet gelegen. Angesichts der schwachen Gesamtaussichten kündigte der Konzern im Anschluss den Abbau von weltweit rund 850 Stellen an, was rund 15 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht. (06.03.2009/ac/n/m)