New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street kommt zum Wochenbeginn kaum von der Stelle. Der
Dow Jones Industrial Average rückt kurz nach der Glocke leicht um 0,07 Prozent vor und notiert bei 11.667,80 Indexpunkten. Der S&P 500 steigt marginal um 0,01 Prozent auf 1.298,27 Zähler. Beim
Nasdaq Composite ist wiederum ein Minus von 0,08 Prozent auf 2.450,65 Punkte zu beobachten.
Unternehmensnachrichten sind rar gesät. Anteilsscheine von Lehman Brothers verlieren kurz nach Handelsstart fast 3 Prozent. Einem Pressebericht zufolge steht die Investmentbank im laufenden Quartal möglicherweise erneut vor einem deutlichen Verlust. Als Hauptursache wurden mögliche weitere Abschreibungen genannt. In diesem Zusammenhang sei auch eine weitere Kapitalerhöhung nicht auszuschließen. Papiere von UnionBanCal springen indes um knapp 12 Prozent. Zuvor hat der japanische Finanzkonzern und Mehrheitseigner Mitsubishi UFJ Financial seine Offerte für alle noch ausstehenden Anteilsscheine des amerikanischen Bankhauses deutlich angehoben.
Anteilsscheine von Lowe's liegen mit 1,3 Prozent im Plus. Die zweitgrößte Baumarktkette in den USA hat im zweiten Quartal aufgrund der schwachen Konjunktur auf dem US-Inlandsmarkt einen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet.
Unternehmensmeldungen:
Die Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. steht im laufenden Quartal möglicherweise erneut vor einem deutlichen Minus beim Ergebnis. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, erwarten Analysten für das laufende dritte Quartal nunmehr einen Verlust von 1,8 Mrd. Dollar bei der Investmentbank, nachdem die Marktbeobachter zuvor mehrheitlich von einem moderaten Gewinn ausgegangen waren. Sollten sich diese Schätzungen bewahrheiten, könnte sich das Minus von Lehman Brothers seit März dieses Jahres nach Berechnungen des "WSJ" auf mehr als 4,5 Mrd. Dollar summieren. Als Hauptursache für den zu befürchtenden neuerlichen Quartalsverlust wurden mögliche weitere Abschreibungen auf ein 50 Mrd. Dollar schweres Portfolio mit riskanten Wertpapieren aus dem Immobilien- und Hypothekensegment genannt. In diesem Zusammenhang sei nach Einschätzung des Wirtschaftsmagazins auch eine weitere Kapitalerhöhung der Investmentbank nicht auszuschließen.
Die Lowe's Cos. Inc. (ISIN US5486611073/ WKN 859545), die zweitgrößte Baumarktkette in den USA, musste im zweiten Quartal der schwachen Konjunktur auf dem US-Inlandsmarkt Tribut zollen. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 2,4 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde hingegen ein Rückgang verbucht, der allerdings nicht so hoch wie von Analysten befürchtet ausfiel. Für das Gesamtjahr stellt die Baumarktkette ein EPS von 1,48 bis 1,56 Dollar in Aussicht. Marktbeobachter gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 1,50 Dollar aus.
Die Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. (MUFG) (ISIN JP3902900004/ WKN 657892), die größte Bankgesellschaft in Japan, will über ihre Tochter Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ Ltd. (BTMU) die amerikanische UnionBanCal Corp. (ISIN US9089061009/ WKN 880844), die Muttergesellschaft der Union Bank of California, komplett übernehmen. Der Konzern ist bislang mit 65,4 Prozent an UnionBanCal beteiligt. Dazu hat der Konzern seine Offerte am heutigen Montag von zuletzt 63 Dollar auf 73,50 Dollar je Anteilsschein angehoben. Die Transaktionssumme beläuft sich damit auf rund 3,5 Mrd. Dollar. Das Board of Directors von UnionBanCal hatte zuvor zwei niedrigere Offerten als ungenügend abgelehnt. Dem jüngsten Angebot wurde indes bereits zugestimmt.
Die amerikanische Perrigo Co. (ISIN US7142901039/ WKN 883878) verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie der Pharmakonzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 34 Prozent. Beim Nettoergebnis verbuchte der Konzern ebenfalls einen kräftigen Anstieg. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten in Zusammenhang mit der Bilanzierung von Lagerbeständen verbesserte sich der Gewinn allerdings weniger stark als erwartet. (18.08.2008/ac/n/m)