New York (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf positiv aufgenommene Konjunkturdaten ist die Wall Street mit Gewinnen gestartet. Der
Dow Jones verbucht aktuell ein Plus von 0,56 Prozent auf 12.904,40 Punkte. Der S&P 500 rückt um 0,65 Prozent auf 1.412,17 Zähler vor. Gleichzeitig gewinnt der
Nasdaq Composite 0,62 Prozent auf 2.510,55 Punkte.
Wie das Arbeitsministerium bekannt gab, sind die Verbraucherpreise im April um 0,2 Prozent gestiegen und damit weniger stark als von Volkswirten erwartet. Die um die volatilen Bestandteile Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate erhöhte sich um 0,1 Prozent. Volkswirte waren hier von einem Anstieg um 0,2 Prozent ausgegangen.
Im Technologiesegment verlieren Papiere von Applied Materials 2 Prozent. Der größte Chip-Ausrüster in den USA musste im abgelaufenen Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber dennoch die Erwartungen schlagen. Beim Auftragseingang wurde jedoch ein recht deutlicher Rückgang ausgewiesen. Titel des Computerspiele-Herstellers Electronic Arts geben daneben 1 Prozent ab. Der Konzern ist im letzten Vierteljahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Auf bereinigter Basis wurde jedoch überraschend ein Gewinn verzeichnet. Der Ausblick hat hingegen enttäuscht.
Die Aktie von Deere liegt mit knapp 5 Prozent im Minus. Der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen hat seinen Gewinn im zweiten Quartal um 22 Prozent gesteigert, die Erwartungen aber knapp verfehlt. Dagegen stiegen die Erlöse unerwartet deutlich an.
Bei Anteilsscheinen von Clear Channel Communications ist ein Aufschlag von gut 1 Prozent auszumachen. Der Betreiber von Radiostationen gab gestern Abend bekannt, dass seine Übernahme durch Private-Equity-Gesellschaften nach der Einigung mit den finanzierenden Banken abgeschlossen werden kann. Für Freddie Mac geht es nach Zahlen um 9 Prozent nach oben. Der Verlust des Hypothekenfinanzierers ist im vergangenen Quartal weniger hoch als befürchtet ausgefallen. Daneben verfestigen sich Papiere der Kaufhauskette Macy's nach besser als prognostizierten Ergebnissen um 6,5 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Applied Materials Inc. veröffentlichte am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2007/08. Der größte Chip-Ausrüster in den USA musste dabei einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber dennoch die Erwartungen schlagen. Das Nettoergebnis sank um rund 26 Prozent. Das bereinigte EPS lag aber deutlich über den Prognosen der Analysten. Die Umsatzerlöse gingen um 15 Prozent zurück.
Der amerikanische Computerspiele-Hersteller Electronic Arts Inc. (ISIN US2855121099/ WKN 878372) musste im vierten Fiskalquartal 2007/08 seinen Verlust ausweiten, konnte aber vor Einmaleffekten die Erwartungen des Marktes schlagen. Wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt gab, erhöhte sich der Nettoverlust im Berichtszeitraum deutlich. Bereinigt um Einmaleffekte wurde ein Gewinn ausgewiesen. Analysten hatten zuvor einen Break Even erwartet. Beim Konzernumsatz verbuchte Electronic Arts einen deutlichen Anstieg. Electronic Arts erwartet für das Gesamtjahr 2008/09 einen Umsatz zwischen 4,9 und 5,15 Mrd. Dollar sowie ein bereinigtes Ergebnis von 1,30 bis 1,70 Dollar je Aktie. Die Analysten erwarten wieder ein EPS von 1,73 Dollar sowie Umsätze von 4,59 Mrd. Dollar.
Der Hypothekenfinanzierer Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) verbuchte im ersten Quartal angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen auf dem US-Hypothekenmarkt einen Verlust. Wie der zweitgrößte amerikanische Hypothekenanbieter in den USA heute erklärte, wurde der Nettoverlust im ersten Quartal mehr als verdoppelt. Analysten hatten allerdings einen noch höheren Verlust erwartet. Beim Konzernumsatz wurde im Vorjahresvergleich ein unerwartet deutlicher Anstieg ausgewiesen.
Die US-Kaufhauskette Macy's Inc. (ehemals Federated Department Stores Inc.) (ISIN US55616P1049/ WKN A0MS7Y), die auch die Bloomingdale's-Geschäfte betreibt, meldete heute, dass sie im ersten Quartal einen Verlust verbuchen musste, was mit einem schwierigen Einzelhandelsumfeld und Restrukturierungskosten zusammenhängt. Das bereinigte Ergebnis konnte jedoch die Erwartungen schlagen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Vor Einmaleffekten wurde ein Gewinn erzielt, während Analysten mit einem Minus gerechnet hatten. Der Umsatz nahm um 2,9 Prozent ab.
Die amerikanische Deere & Co. (ISIN US2441991054/ WKN 850866), der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 22 Prozent gestiegen ist, was mit einer starken Nachfrage nach ihren Maschinen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden aber knapp verfehlt. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum unerwartet deutlich um 18 Prozent zu.
Die Clear Channel Communications Inc. (ISIN US1845021021/ WKN 873046) gab am späten Dienstag bekannt, dass ihre Übernahme durch Private-Equity-Gesellschaften abgeschlossen werden kann, nachdem man sich mit den finanzierenden Banken geeinigt hat. Im Rahmen der nun vereinbarten Transaktion erhalten Aktionäre des Medienkonzerns nun 36,00 Dollar pro Aktie, nach ursprünglich vorgesehenen 39,20 Dollar pro Aktie. Damit reduziert sich das Transaktionsvolumen von 19,5 Mrd. Dollar auf 17,9 Mrd. Dollar. Zuvor hatten Clear Channel und die übernehmenden Private-Equity-Firmen Bain Capital Partners LLC und Thomas H. Lee Partners LP ein Konsortium von sechs Banken verklagt. Den Banken wurde vorgeworfen, unzulässigerweise versucht zu haben, die Modalitäten der vereinbarten Transaktion angesichts der angespannten Kapitalmärkte zu ändern.
Der Automobilzulieferer Dana Holding Corp. (ISIN US2358252052/ WKN A0NC7J), der Ende Januar aus dem Gläubigerschutz getreten ist, meldete heute, dass er im ersten Quartal einen Gewinn erzielt hat, was auf einen Einmalertrag im Zusammenhang mit dem Verlassen des Gläubigerschutzes zurückzuführen ist. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um rund 8 Prozent zu. (14.05.2008/ac/n/m)