New York (aktiencheck.de AG) - Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten ist die Wall Street am Donnerstag mit massiven Abschlägen in die Sitzung gestartet. Der
Dow Jones knickt kurz nach Handelsstart um 1,91 Prozent ein und notiert bei 7.787,57 Punkten. Der
Nasdaq Composite hält sich etwas besser und verliert aktuell 1,08 Prozent auf 1.514,03 Zähler. Der S&P 500 büßt 1,88 Prozent ein auf 818,06 Punkte.
Laut Angaben des Handelsministeriums ist der Einzelhandelsumsatz in den USA im Januar überraschend gestiegen. Auf Monatssicht wuchsen die Umsatzerlöse um 1,0 Prozent, wogegen sie im Dezember um 3,0 Prozent gefallen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet. Zudem hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche verbessert. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 8.000 auf 623.000. Volkswirte hatten im Vorfeld allerdings eine Abnahme auf 610.000 prognostiziert.
Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola gab heute einen Ergebnisrückgang für das Schlussquartal bekannt. Der Konzern nannte in diesem Zusammenhang die rückläufige Nachfrage angesichts des weltweiten Wirtschaftsabschwungs und Währungseffekte. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Die Aktie gewinnt daraufhin gegen den schwachen Trend fast 4 Prozent. Ungeachtet der unerwartet guten Einzelhandelsdaten verlieren unter anderem Wal-Mart 1,5 und Target 2,4 Prozent.
Für die Aktie von Viacom geht es um gut 1 Prozent nach unten. Der Medienkonzern hat im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Ohne Sondereffekte wurden die Erwartungen des Marktes haarscharf verfehlt. Der Hotelbetreiber Marriott hatte im letzten Vierteljahr ebenfalls unter dem schwierigen konjunkturellen Gesamtumfeld zu leiden gehabt. Der Konzern musste dabei einen Ergebnisrückgang ausweisen. An den Schätzungen ist das Unternehmen vorbeigeschlittert. Der Wert bröckelt um über 3 Prozent ab.
Unerwartet gute Zahlen kamen von Activision Blizzard. Das Software-Unternehmen konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal ausweiten und auf bereinigter Basis die Gewinnerwartungen übertreffen. Für das laufende Quartal stellt der Konzern allerdings ein weit unter den Prognosen liegendes Ergebnis in Aussicht. Der Titel sackt in Reaktion auf den schwachen Ausblick um mehr als 4 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Coca-Cola Co. (The Coca-Cola), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 18 Prozent gesunken ist, was auf eine rückläufige Nachfrage angesichts des weltweiten Wirtschaftsabschwungs und Währungseffekte zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Demnach Der Umsatz nahm um 2,7 Prozent ab und verfehlte damit die Erwartungen.
Der US-Medienkonzern Viacom Inc. (ISIN US92553P2011/ WKN A0HM1Q) hatte im vierten Quartal unter dem schwierigen konjunkturellen Umfeld zu leiden und musste einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum in etwa auf Vorjahresniveau. Ohne die Berücksichtigung von Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit der Restrukturierung der Tochter Media Networks lag der bereinigte Gewinn knapp unter den Schätzungen. CEO Philippe Dauman führte den operativen Ergebnisrückgang im Schlussquartal vor allem auf die widrigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zurück, die sich vor allem im Werbegeschäft sowie in den Bereichen Home Entertainment und Consumer Products niedergeschlagen hätten.
Die Marriott International Inc. (ISIN US5719032022/ WKN 913070), der größte Hotelbetreiber in den USA, verbuchte im vierten Quartal einen Ergebnisrückgang. Wie der Konzern heute erklärte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 6 Prozent. Ohne die Berücksichtigung zahlreicher Einmalbelastungen hatte der Hotelbetreiber im Berichtszeitraum einen Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft erzielt, die Schätzungen aber verfehlt. CEO J.W. Marriott machte das schwierige konjunkturelle Gesamtumfeld für den Ergebnisrückgang verantwortlich.
Die Activision Blizzard Inc. (ISIN US0049302021/ WKN 867881) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal. Dabei konnte das Software-Unternehmen den Umsatz ausweiten und auf bereinigter Basis die Ergebniserwartungen übertreffen. Unter dem Strich fiel ein Nettoverlust an. Um Sondereffekte bereinigt hat der Konzern indes unerwartet gut verdient. Für das erste Quartal erwarten Analysten ein EPS von 11 Cents bei Umsatzerlösen von 628,4 Mio. Dollar. Activision selbst erwartet einen bereinigten Umsatz von 550 Mio. Dollar bei einem Gewinn von 3 Cents je Aktie.
Die Aetna Inc. (ISIN US00817Y1082/ WKN 602155), der drittgrößte Krankenversicherer in den USA, erklärte heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal um 57 Prozent gesunken ist, was u.a. auf gestiegene Gesundheitskosten zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis übertroffen. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 8 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem operativen EPS-Ergebnis von 3,85 bis 3,95 Dollar. Die durchschnittliche Marktschätzung sieht hier ein Ergebnis pro Aktie von 3,87 Dollar vor. (12.02.2009/ac/n/m)