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02.02.2007 15:59

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Wall Street: Leicht positiv, Chevron und Amazon.com schwächer, Electronic Arts im Aufwind


New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind leicht positiv in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones notiert aktuell unverändert bei 12.673,36 Indexpunkten, der marktbreitere S&P 500 verbessert sich um 0,13 Prozent auf 1.447,87 Zähler. Der Nasdaq Composite wiederum verfestigt sich um 0,26 Prozent auf 2.474,72 Punkte.

Vorbörslich präsentierte das Arbeitsministerium einen überraschenden Anstieg der Arbeitslosenquote für Januar auf 4,6 Prozent, während Volkswirte mit einem unveränderten Stand von 4,5 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich lediglich um111.000 Personen und lag damit deutlich unter der Prognose der Volkswirte, die einen Stellenaufbau um 150.000 Beschäftigte erwartet hatten. Die durchschnittlichen Stundenlöhne, die als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung gelten, wuchsen lediglich um 0,2 Prozent an. Die Prognosen hatten auf +0,3 Prozent gelautet. Gespannt erwarten die Anleger im weiteren Verlauf den Auftragseingang in der Industrie sowie die endgültigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan.

Chevron büßen im frühen Handel 1,2 Prozent ein. Der zweitgrößte Ölkonzern in den USA musste im vierten Quartal wegen geringerer Erträge aus dem Upstream-Geschäft sowie deutlich gefallener Absatzpreise bei Erdgas einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte die Erwartungen der Analysten aber dennoch übertreffen. Im Technologiesektor geht es für Titel von Amazon.com um 3,3 Prozent in Richtung Süden. Der Online-Einzelhändler musste im abgelaufenen Quartal trotz steigender Umsätze einen Gewinneinbruch hinnehmen, was auf gestiegene Kosten zurückgeführt wird.

Der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts hatte im abgelaufenen Quartal ebenfalls mit rückläufigen Ergebnissen zu kämpfen, jedoch konnten die Prognosen des Marktes klar geschlagen werden. In der Folge prescht der Wert im morgendlichen Geschäft um über 6 Prozent nach oben. Daneben profitieren Microsoft von einer Aufstufung durch die Bank of America und liegen gut behauptet im Handel. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen geben Anteilsscheine der NYSE Group 3 Prozent ab.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 3,77 Mrd. Dollar bzw. 1,74 Dollar je Aktie, nach 4,14 Mrd. Dollar bzw. 1,86 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Dabei wirkten sich geringere Erträge aus dem Upstream-Geschäft sowie deutlich gefallene Absatzpreise bei Erdgas negativ auf die Ergebnisentwicklung im vierten Quartal aus. Der Gesamtumsatz verringerte sich im Vorjahresvergleich von 53,79 Mrd. Dollar auf 47,45 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,73 Dollar sowie einen Umsatz von 68,59 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenerwartungen bei einem EPS von 1,68 Dollar sowie einem Umsatz von 60,00 Mrd. Dollar. Dabei lag die durchschnittliche Fördermenge mit 2,66 Millionen Barrel of Oil Equivalents pro Tag auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die amerikanische NYSE Group Inc. (ISIN US62949W1036/ WKN A0ESZ9) konnte im vierten Quartal nach dem erfolgreichen Zusammenschluss mit der Archipelago Holdings Inc. einen Gewinn erwirtschaften. Wie der Börsenbetreiber heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 45,5 Mio. Dollar bzw. 29 Cents je Aktie, nach einem Minus von 20,3 Mio. Dollar bzw. -18 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten in Zusammenhang mit der Fusion mit Archipelago Holdings sowie des laufenden Fusionsverfahrens mit der Vierländerbörse Euronext N.V. (ISIN NL0000290641/ WKN A0KEPS) lag der Nettogewinn im Schlussquartal 2006 bei 45 Cents je Aktie. Der Gesamtumsatz verbesserte sich von 425,46 Mio. Dollar auf 658,54 Mio. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 46 Cents erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 50 Cents.

Die Amazon.com Inc. (ISIN US0231351067/ WKN 906866) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2006. Dabei musste der amerikanische Online-Einzelhändler trotz steigender Umsätze einen Gewinneinbruch hinnehmen, was auf gestiegene Kosten zurückgeführt wird. Dennoch konnte Amazon die Erwartungen übertreffen. Das Nettoergebnis ging demnach von 199 Mio. Dollar bzw. 47 Cents je Aktie auf nun 98 Mio. Dollar bzw. 23 Cents je Aktie zurück. Die Analysten hatten zuvor ein EPS von 21 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse konnten dagegen im Berichtszeitraum um 34 Prozent auf nun 4,0 Mrd. Dollar gesteigert werden. Im Vorfeld hatten die Analysten die Umsätze bei 3,77 Mrd. Dollar gesehen. Für das derzeit laufende erste Quartal 2007 erwarten die Analysten ein EPS von 14 Cents bei Umsatzerlösen von 2,76 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Computerspiele-Hersteller Electronic Arts Inc. (ISIN US2855121099/ WKN 878372) musste im dritten Fiskalquartal 2006/07 aufgrund höherer Aufwendungen in Zusammenhang mit Aktienoptionsprogrammen einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 160 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie, nach 259 Mio. Dollar bzw. 83 Cents je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Aktienoptionen belief sich der Nettogewinn auf 201 Mio. Dollar bzw. 63 Cents je Aktie. Beim Konzernumsatz verbuchte Electronic Arts einen leichten Anstieg um 1 Prozent auf 1,28 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 57 Cents sowie einen Umsatz von 1,27 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende vierte Fiskalquartal 2006/07 liegen die Analystenprognosen bei einem EPS von 2 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 644,5 Mio. Dollar.

Die Gannett Co. Inc. (ISIN US3647301015/ WKN 854136), der größte Zeitungsverlag in den USA, konnte im Schlussquartal 2006 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis ausweisen. Wie das Verlagshaus heute bekannt gab, kletterten die Umsatzerlöse auf 2,21 Mrd. Dollar. Dies stellt ein Wachstum um 7,5 Prozent gegenüber dem Umsatz des Vorjahresquartals von 2,05 Mrd. Euro dar. Ferner wuchs der Nettogewinn um 3 Prozent von 343,3 Mio. Dollar oder 1,44 Dollar auf nun 353,5 Mio. Dollar bzw. 1,51 Dollar pro Aktie. Damit lag das EPS über der durchschnittlichen Analystenprognose von 1,49 Dollar. Für das laufende erste Quartal 2007 rechnen Analysten durchschnittlich mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 93 Cents bei Umsätzen von 1,87 Mrd. Dollar.

Die zum US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool Corp. (ISIN US9633201069/ WKN 856331) gehörende Maytag Corp. ruft derzeit auf freiwilliger Basis 2,3 Millionen Geschirrspülmaschinen der Marken Maytag und Jenn-Air zurück, was mit einer fehlerhaften Elektrik zusammenhängt. Dies gab die U.S. Consumer Product Safety Commission am Donnerstag bekannt. Die betroffenen Geräte wurden in Kaufhäusern und Fachgeschäften zwischen Juli 1997 und Juni 2001 verkauft. Der Kaufpreise lag dabei je nach Modell zwischen 370 und 800 Dollar. Die Geschirrspüler, die in den USA hergestellt wurden, haben bisher 135 Brände ausgelöst und vier Personen verletzt. (02.02.2007/ac/n/m)

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