New York (aktiencheck.de AG) - Nach der starken Entwicklung in der vergangenen Woche lassen es die US-amerikanischen Marktteilnehmer am Montag ruhig angehen. Der
Dow Jones verliert im frühen Handel 0,31 Prozent und notiert damit bei 8.254,78 Punkten. Beim
Nasdaq Composite ist ein Minus von 0,37 Prozent auf 1.585,76 Zähler auszumachen. Der S&P 500 liegt mit 0,08 Prozent hinten bei 867,94 Punkten. Mit Spannung wird eine Rede von US-Finanzminister Timothy Geithner zur Behebung der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bilanzen vieler Geschäftsbanken erwartet. Die Anleger müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden, da der Termin auf den morgigen Dienstag verschoben wurde.
Die Aktie des weltgrößten Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool sackt im frühen Handel um rund 8 Prozent ab. Wie der Konzern heute bekannt gab, hat er im abgelaufenen Quartal einen unerwartet deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Zudem liegt die Jahresprognose 2009 unter der durchschnittlichen Markterwartung. Bei General Motors schlägt ein Minus von gut 1 Prozent zu Buche. Dabei steht ein Pressebericht im Blick, demzufolge sich der angeschlagene Automobilriese in Gesprächen über die Rücknahme großer Teile des vor zehn Jahren abgespalten Automobilzulieferers Delphi (+36 Prozent) befindet.
Anteilsscheine von McDonald`s legen leicht zu. Die Schnellrestaurantkette konnte ihre vergleichbaren Umsätze im Januar dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zum Trotz um mehr als 7 Prozent steigern. Die Aktie des Spielzeugherstellers Hasbro (+5 Prozent) zeigt indes deutlich nach oben. Dabei meldete der Konzern zuvor, dass sein Gewinn im Schlussquartal überraschend deutlich um 30 Prozent gesunken ist.
Hart trifft es dagegen die Aktie der NYSE Euronext. Der Börsenbetreiber hat im vierten Quartal im Zusammenhang mit der Fusion der NYSE Group und der Euronext einen Verlust erwirtschaftet. Vor Einmaleffekten wurde zwar ein Gewinn erzielt, die Erwartungen aber verfehlt. Die Aktie verliert mehr als 7 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Whirlpool Corp. , der weltgrößte Haushaltsgerätehersteller, meldete heute einen unerwartet deutlichen Gewinneinbruch um 76 Prozent im vierten Quartal, was mit deutlich geringeren Umsätzen, höheren Rohstoff- und Restrukturierungskosten, einer Belastung aus einer Rückrufaktion sowie negativen Währungseffekten zusammenhängt. Zudem liegt die Jahresprognose 2009 unter der durchschnittlichen Markterwartung. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 19 Prozent ab.
Die amerikanische Schnellrestaurantkette McDonald`s Corp. (ISIN US5801351017/ WKN 856958) gab heute bekannt, dass sie ihre vergleichbaren Umsätze im Januar um 7,1 Prozent steigern konnte. Den Angaben zufolge erhöhten sich die so genannten Same-Store Sales in den USA dabei um 5,4 Prozent. Der Gesamtumsatz kletterte im Januar um 2,6 Prozent.
Der US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) befindet sich Presseangaben zufolge in Gesprächen über die Rücknahme großer Teile der Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726) - des Automobilzulieferers, den GM vor zehn Jahren abgespaltet hatte. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, sind die laufenden Gespräche Teil der GM-Strategie, zusätzliche Finanzhilfen der US-Regierung zu erhalten. Laut der Zeitung wird der angeschlagene GM-Konzern zudem versuchen, über die bisher angekündigten neun Schließungen hinaus weitere Produktionswerke zu schließen.
Die Rohm and Haas Co. (ISIN US7753711073/ WKN 852156) musste im Schlussquartal 2008 infolge einer schlechteren Entwicklung in allen Regionen und Geschäftsbereichen (mit Ausnahme des Bereichs Salz) ein rückläufiges Ergebnis ausweisen. Wie der Chemiekonzern heute verkündete, verringerten sich die Umsatzerlöse um rund 13 Prozent. Zudem sank sich der Nettogewinn drastisch. Bereinigt um Sondereffekte konnten die Erwartungen allerdings geschlagen werden.
Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext Inc. (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) meldete heute, dass er im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was auf eine milliardenschwere Sonderbelastung im Zusammenhang mit der Fusion der NYSE Group und Euronext zurückzuführen ist. Vor Einmaleffekten wurde ein Gewinn erzielt, die Erwartungen aber verfehlt. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 21 Prozent zu.
Die Hasbro Inc. (ISIN US4180561072/ WKN 859888), der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA, meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal überraschend kräftig um 30 Prozent gesunken ist, was vor allem auf einen Umsatzrückgang zurückzuführen ist. Der Umsatz nahm dabei um 5 Prozent ab.
Der amerikanische Mischkonzern Loews Corp. (ISIN US5404241086/ WKN 851615) musste im vierten Quartal einen Verlust hinnehmen. Der Gesamtumsatz verringerte sich ebenfalls deutlich. Wesentlichen Anteil an der schwachen Ergebnisentwicklung hatte vor allem die Tochter CNA Financial Corp. (ISIN US1261171003/ WKN 856402), welche im Berichtszeitraum hohe Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Kapitalanlagen zu verbuchen hatte. (09.02.2009/ac/n/m)