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Citigroup Aktie [WKN: A1H92V / ISIN: US1729674242]

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10.03.2009 15:07

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Wall Street: Massive Aufschläge, Citigroup erzielt operativen Gewinn


New York (aktiencheck.de AG) - Nach der schwachen Vortagesentwicklung sind die US-Börsen mit kräftigen Gewinnen in die Sitzung gestartet. Beim Dow Jones ist kurz nach der Eröffnungsglocke ein sattes Plus von 2,87 Prozent auf 6.735,02 Indexpunkte auszumachen. Der Nasdaq Composite legt 3,58 Prozent zu und notiert bei 1.314,04 Zählern. Gleichzeitig verfestigt sich der S&P 500 um 3,36 Prozent auf 699,27 Punkte. In einer Rede betonte Fed-Chef Ben Bernanke, dass man den Zusammenbruch systemrelevanter Finanzinstitute nicht zulassen werde.

Wie aus einem offenen Brief von Vikram Pandit, CEO des angeschlagenen Finanzkonzerns Citigroup, an die Mitarbeiter hervorgeht, hat das Kreditinstitut bis Februar einen operativen Gewinn von 8,3 Mrd. Dollar vor Steuern und Sondereffekten erzielt. Ferner steht hier auch ein Pressebericht im Blick, demzufolge US-Behörden derzeit neue Schritte bei der Citigroup prüfen, die möglicherweise zur Stabilisierung des Unternehmens notwendig werden, falls sich dessen Probleme vergrößern. Neue Rettungsmaßnahmen stünden allerdings nicht unmittelbar bevor. Die Aktie gewinnt kurz nach Handelsstart knapp 25 Prozent. Anteilsscheine der Bank of America ziehen daneben um fast 19 Prozent an.

Papiere der Einzelhandelskette Stage Stores, die im Schlussquartal trotz eines deutlichen Ergebnisrückgangs die Erwartungen übertreffen konnte, liegen mit rund 15 Prozent vorne. Die Aktie des Einzelhandelsriesen Wal-Mart gewinnt ein knappes Prozent. Dabei haben die Analysten der Citigroup den Wert zuvor von "buy" auf "hold" gestuft und das Kursziel von 53 Dollar auf 48 Dollar gesenkt. Papiere des Lebensmittelhändlers Kroger legen nach unerwartet guten Ergebnissen mehr als 8 Prozent zu.

Titel des Mischkonzerns United Technologies, der weltweit 11.600 Stellen kürzen will, rücken um knapp 6 Prozent vor.

Anteilsscheine des Biotechnologiekonzerns Genentech geben leicht ab. Einem Pressebericht zufolge steht der Schweizer Pharmakonzern Roche bei der geplanten Komplettübernahme seiner US-Tochter kurz vor einer Einigung mit dem Management. Der Übernahmepreis solle bei 95 Dollar je Anteilsschein liegen. Wie ferner bekannt wurde, hat sich der Chemiekonzern Dow Chemical bei Neuverhandlungen mit seinem Konkurrenten Rohm and Haas auf eine Übernahme zum 1. April geeinigt. Die Aktie von Rohm and Haas gewinnt daraufhin gut 5 Prozent. Dow Chemical geben indes rund 5 Prozent ab.

Unternehmensmeldungen:

Der angeschlagene US-Finanzkonzern Citigroup Inc. gab am Montag bekannt, dass er in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres profitabel gearbeitet hat. Wie aus einem offenen Brief von CEO Vikram Pandit an die Mitarbeiter hervorgeht, hat das Kreditinstitut bis Februar 2009 einen operativen Gewinn von 8,3 Mrd. Dollar vor Steuern und Sondereffekten erzielt. Damit sei die Performance im ersten Quartal bisher die beste seit der letzten Erreichung eines Nettogewinns für ein volles Quartal, was im dritten Quartal 2007 der Fall war

Presseangaben zufolge prüfen US-Behörden derzeit neue Schritte bei der Citigroup, die möglicherweise zur Stabilisierung des angeschlagenen Finanzkonzerns notwendig werden, falls sich dessen Probleme vergrößern. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, werden die vorläufigen und breit gefächerten Verhandlungen von US-Vertretern als Eventualfallplanung bezeichnet. Neue Rettungsmaßnahmen stünden indes nicht unmittelbar bevor. Laut der Zeitung wollen die Behörden lediglich vorbereitet sein, sollte sich die Situation beim angeschlagenen Kreditinstitut plötzlich zum Schlechteren wenden, wovon man jedoch nicht ausgeht.

Der amerikanische Mischkonzern United Technologies Corp. (ISIN US9130171096/ WKN 852759) plant im Zuge weiterer Restrukturierungsmaßnahmen einen deutlichen Arbeitsplatzabbau. Unternehmensangaben von heute zufolge sollen weltweit 11.600 Stellen gekürzt werden. Es wird nicht ausgeschlossen, dass darüber hinaus weitere Entlassungen notwendig seien. Zudem sollen weitere 600 Mio. Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen eingesetzt werden, womit im laufenden Jahr insgesamt 750 Mio. Dollar für Restrukturierungen aufgewendet werden. Infolge dieser Schritte wurde die Gewinnprognose auf 4,00 bis 4,50 Dollar pro Aktie zurückgenommen.

Die amerikanische Einzelhandelskette Stage Stores Inc. (ISIN US85254C3051/ WKN 529981) verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang. Die Erwartungen der Analysten konnten indes leicht übertroffen werden. Der Konzernumsatz war dabei rückläufig. CEO Andy Hall verwies auf die schwierige konjunkturelle Gesamtsituation sowie die rückläufige Konsumentennachfrage. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern weiterhin schwierige Rahmenbedingungen. Im Gesamtjahr 2009 erwartet der Konzern ein um Einmaleffekte bereinigtes EPS von 35 bis 65 Cents. Für das laufende Fiskaljahr gehen Analysten von einem EPS von 57 Cents aus.

Der schweizerische Pharmakonzern Roche Holding AG (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) steht aktuellen Presseberichten zufolge kurz vor einer Einigung über die Übernahme des US-Biotechnologiekonzerns Genentech Inc. (ISIN US3687104063/ WKN 924632). Dies berichtete das "Wall Street Journal" am Montag in seiner Online-Ausgabe. Demnach stehen die beiden Unternehmensführungen kurz davor sich über ein Übernahmepreis von 95 Dollar je Genentech-Aktie einigen.

Die Kroger Co. (ISIN US5010441013/ WKN 851544), der größte Lebensmittelhändler in den USA, meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen um 8 Prozent höheren Gewinn erzielt hat, was vor allem mit starken Umsätzen bei ihren eigenen Marken zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen.

Der US-Technologiekonzern Rambus Inc. (ISIN US7509171069/ WKN 906870) erhält von seinem südkoreanischen Konkurrenten Hynix Semiconductor Inc. (ISIN US4491304006/ WKN A0HGYA) in Zusammenhang mit einem Patentstreit Schadenersatzzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung von Rambus hervorgeht, habe Hynix sich im Rahmen eines laufenden Patentstreits bereit erklärt, insgesamt mindestens 397 Mio. Dollar an seinen US-Konkurrenten wegen der Verletzung verschiedener Speicherchip-Patente zu überweisen. (10.03.2009/ac/n/m)

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