New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes gingen am Freitag mit Abschlägen aus dem Handel. Die Stimmung unter den Marktteilnehmern wurde dabei durch neue Negativ-Nachrichten in Punkto Griechenland und Spanien getrübt. Gute Konjunkturdaten konnten dies jedoch nur bedingt ausgleichen. Zudem hielten sich viele Anleger vor dem langen Wochenende zurück. Am Montag findet aufgrund des Memorial Day kein Handel an der Wall Street statt. Der Dow Jones verlor 0,60 Prozent auf 12.454,83 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 2.837,53 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,22 Prozent auf 1.317,82 Punkte zeigte.
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai 2012 laut Universität Michigan gegenüber dem Vormonat verbessert. So stieg der Gesamtindex auf revidiert 79,3 Punkte (vorläufig: 77,8 Punkte), nachdem im Vormonat noch ein Stand von 76,4 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor nur von einem Wert von 77,5 Punkten ausgegangen.
Interessante Neuigkeiten gibt es heute zu JPMorgan (JPMorgan ChaseCo). Eine Sparte der größten US-Bankgesellschaft hat Presseangaben zufolge Wetten auf angeschlagene Firmen abgeschlossen, darunter die LightSqaured Inc., ein Spezialist für Mobilfunktechnologie. Einem Zeitungsbericht zufolge wurden die Investments durch einen separaten Teil der gleichen JPMorgan-Sparte getätigt, welche bereits in den kürzlich bekannt gewordenen 2 Mrd. US-Dollar schweren Verlust ("London Whale") verwickelt war. Jedoch war keiner der Verluste direkt mit der Sparte - genannt Special Investments Group - verbunden, so die Zeitung. Die Aktie von JPMorgan verlor vor diesem Hintergrund 1,4 Prozent.
Daneben lies ein weiterer Medienbericht bezüglich Comcast die Börsianer aufhorchen. Die Sparte NBCUniversal (NBCU) des größten US-Kabelnetzbetreibers befindet sich demnach derzeit in Gesprächen über den Erwerb der Beteiligung des Software-Konzerns Microsoft am Joint Venture MSNBC.com. Laut einem Magazinbericht führt die NBCU-Muttergesellschaft Comcast zurzeit eine so genannte Due Diligence durch, wobei hinsichtlich einer Partnerschaft mit NBC News noch diesen Sommer eine Vereinbarung unterzeichnet werden könnte. Während Comcast 0,3 Prozent nachgaben, büßten Microsoft um 0,1 Prozent ein.
Die Aktie von Talbots (The Talbots) musste herbe Kurseinbußen von 41 Prozent hinnehmen. Zuvor war die zweite Frist für die Übernahmeofferte durch Sycamore Partners ohne Ergebnis ausgelaufen. Ferner hatte Talbots die Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Dabei reduzierte sich der Umsatz auf 275,9 Mio. US-Dollar, nach 301,3 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn kletterte von 0,7 Mio. US-Dollar bzw. 1 Cent je Aktie auf nun 1,1 Mio. US-Dollar bzw. 2 Cents pro Aktie. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 9 Cents pro Aktie. Analysten waren von einem EPS von -2 Cents sowie einem Umsatz von 272,5 Mio. US-Dollar ausgegangen.
Die Citigroup gab bekannt, dass sie 404 Millionen Anteilsscheine der Akbank T.A.S. (entspricht einer Beteiligung von 10,1 Prozent) für je 5,24 Türkische Lira (TRY) verkauft hat. Wie aus einer Pressemitteilung der US-Bank hervorgeht, belaufen sich die Gesamterlöse aus dem Verkauf der Beteiligung an dem türkischen Institut auf rund 1,15 Mrd. US-Dollar auf Basis aktueller Wechselkurse. Im zweiten Quartal wird im Zusammenhang mit der Transaktion ein Verlust von 243 Mio. US-Dollar nach Steuern verbucht. Titel der Citigroup notierten 0,7 Prozent leichter.
Schließlich tendierten Papiere von Dell 0,1 Prozent fester. Der PC-Hersteller hat die Akquisition von Wyse Technology abgeschlossen. Unternehmensangaben zufolge handelt es sich bei Wyse Technology um einen Anbieter im Bereich Cloud Client Computing. Dell stärkt damit seine Kompetenzen bei der Desktop-Virtualisierung. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. (25.05.2012/ac/n/m)