New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Arbeitsmarktdaten musste die Wall Street am heutigen Freitag mit Verlusten auskommen, wenngleich der Dow Jones im späten Handel sich deutlich von seinen Tagestiefs entfernten konnte.
Am Ende markierte der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048 / WKN 969420) ein Minus von 0,21 Prozent bei 10.653 Zählern. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) büßte daneben nur 0,38 Prozent ein auf 1.121 Stellen. Für den Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) ging es um 0,37 Prozent nach unten auf 2.288 Punkte.
Für Verstimmung hatten wieder einmal die jüngsten Konjunkturdaten gesorgt. Denn wie das Arbeitsministerium bekannt gegeben hatte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im Juli erneut verschlechtert. Demnach fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 131.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenabbau um 87.000 Beschäftigte erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte unterdessen bei 9,5 Prozent. Volkswirte hatten hier mit einem Anstieg auf 9,6 Prozent gerechnet.
Seitens der Unternehmen gab es derweil auch Positives zu berichten. Die Zahlen des Lebensmittelkonzerns Kraft Foods vom Vorabend ließen das Papier deutlich steigen, ein Plus am Ende von über 2,7% war die Folge. Der Nettogewinn konnte im letzten Quartal auf 937 Mio. Dollar zulegen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 829 Mio. Dollar ausgewiesen hatte.
Wie der Versicherungskonzern AIG (American International Group) dagegen bekannt gab, musste er im zweiten Quartal einen deutlichen Verlust ausweisen. Der Nettoverlust lag bei 2,66 Mrd. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 1,82 Mrd. Dollar verzeichnet hatte. Um zahlreiche negative Einmaleffekte bereinigt verzeichnete AIG aber einen Gewinn in Höhe von 1,99 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 99 Cents erwartet. AIG konnte am Ende des Tages auf ein Plus von über 2,5 Prozent aufweisen.
Anteile des Hypothekenanbieters Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) waren dagegen auf der Verliererseite. Denn nach einem milliardenschweren Verlust im zweiten Quartal muss das Unternehmen erneut staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat Fannie Mae im Berichtszeitraum einen Nettoverlust nach Anteilen Dritter in Höhe von 3,13 Mrd. Dollar erlitten. Ohne die Berücksichtigung von Zinszahlungen in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von staatlichen Finanzhilfen lag der Nettoverlust nach Anteilen Dritter immer noch bei 1,22 Mrd. Dollar. Die Umsatzerlöse verringerten sich zudem auf 4,50 Mrd. Dollar, nach 5,59 Mrd. Dollar im Vorjahr. Angesichts des jüngsten Verlusts hat Fannie Mae weitere Staatshilfen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar beantragt.
Der kanadische Automobilzulieferer Magna International erfreute hingegen bisher seine Aktionäre. Er konnte im zweiten Quartal dank deutlich höherer Umsatzerlöse wieder einen Gewinn ausweisen. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 293 Mio. Dollar bzw. 2,59 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 205 Mio. Dollar bzw. 1,83 Dollar je Aktie verzeichnet hatte.
(06.08.2010/ac/n/m)