New York (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Vortagesverlusten hat sich die Lage an der Wall Street zum Wochenschluss beruhigt. Der Dow Jones verlor am Ende 0,09 Prozent auf 10.143,81 Punkte. Für den S&P 500 ging es um 0,29 Prozent nach oben auf 1.076,76 Zähler. Der Nasdaq Composite gewann 0,27 Prozent auf 2.223,48 Punkte.
Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im ersten Quartal angewachsen. In der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums wurden die vorläufigen Angaben allerdings nach unten revidiert. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,7 Prozent, während vorläufig ein stärkeres Plus von 3,0 Prozent ermittelt worden war. Volkswirte hatten einen BIP-Anstieg um 3,0 Prozent prognostiziert. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut der Universität Michigan im Juni 2010 verbessert. So sich der Gesamtindex auf 76,0 Punkte (vorläufig: 75,5 Punkte). Volkswirte waren von einem Wert von 75,5 Punkten ausgegangen. Im Vormonat wurde ein Stand von 73,6 Punkten ausgewiesen.
Der US-Kongress hat sich heute nach monatelangem Tauziehen auf eine umfassende Gesetzesreform für die Finanzmärkte geeinigt. Dabei beinhaltet das Gesetzespaket einschneidende Veränderungen für die Bankenbranche. Unter anderem müssen die Geschäftsbanken einen Teil ihres lukrativen Swap-Geschäfts abspalten. Daneben werden die Möglichkeiten der Banken für direkte Beteiligungen an Hedge Fonds sowie der Eigenhandel der Kreditinstitute eingeschränkt. Unter anderem legen Morgan Stanley 3,2 Prozent, Goldman Sachs 3,6 Prozent, JP Morgan 3,9 Prozent, Bank of America 2,8 Prozent und Citigroup 4,2 Prozent zu.
Der Softwarekonzern Oracle hat am Vorabend die Zahlen zum vierten Fiskalquartal veröffentlicht. Der Nettogewinn belief sich auf 2,36 Mrd. Dollar bzw. 46 Cents je Aktie, nach 1,89 Mrd. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag das Ergebnis bei 60 Cents je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzungen von 54 Cents je Aktie. Der Umsatz erhöhte sich von 6,86 Mrd. Dollar auf nun 9,51 Mrd. Dollar. Damit lagen die Umsatzerlöse ebenfalls oberhalb der Analystenerwartung von 9,50 Mrd. Dollar. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 1,3 Prozent auf die Ergebnisse.
Für Titel des BlackBerry-Herstellers Research In Motion (RIM) ging es dagegen um rund 10,6 Prozent nach unten. Die Kanadier haben Umsatz und Gewinn im ersten Fiskalquartal gesteigert und die Gewinnerwartungen übertroffen. Die Umsatzentwicklung hat allerdings enttäuscht. Der Nettogewinn verbesserte sich von 643 Mio. Dollar bzw. 1,12 Dollar je Aktie auf 768,9 Mio. Dollar bzw. 1,38 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte um 24 Prozent auf 4,24 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem EPS von 1,34 Dollar und einem Umsatz von 4,35 Mrd. Dollar ausgegangen. Dabei lieferte der Konzern rund 11,2 Millionen Geräte (+43 Prozent) aus. Auch hier hatten Analysten mehr erwartet. Ferner sorgen negative Analystenkommentare für schlechte Stimmung.
Wie H&R Block (H&R Block) am Vorabend erklärte, hat man im vierten Fiskalquartal einen leichten Umsatzrückgang auf 2,34 Mrd. Dollar hinnehmen müssen. Der Nettogewinn des auf Steuerberatungs-Dienstleistungen spezialisierten Konzerns fiel auf 690,8 Mio. Dollar bzw. 2,10 Dollar je Aktie, gegenüber einem Nettogewinn von 706,9 Mio. Dollar bzw. 2,08 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit einem EPS von 2,04 Dollar sowie einem Umsatz von 2,34 Mrd. Dollar kalkuliert. H&R Block gewannen mehr als 4 Prozent.
Titel des Baukonzerns KB Home (KB Home ) verloren fast 9 Prozent. Der Konzern konnte im zweiten Geschäftsquartal dank niedriger Hypothekenzinsen seinen Verlust zurückfahren, hat die Erwartungen jedoch verfehlt. (25.06.2010/ac/n/m)