21.11.2012 22:26
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Wall Street-Schluss: Behaupteter Handel vor Thanksgiving-Pause

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes wiesen am Mittwoch vor dem Hintergrund positiver Arbeitsmarktdaten leichte Pluszeichen aus. Belastend wirkte jedoch der Umstand, dass sich die Euro-Finanzminister und der Internationale Währungsfonds nicht auf eine schnelle Auszahlung von Milliardenhilfen für Griechenland einigen konnten. Letztlich hielten sich jedoch viele Anleger vor der morgigen Thanksgiving-Pause zurück. Auch am Freitag findet nur ein verkürzter Handel statt. Der Dow Jones gewann 0,38 Prozent auf 12.836,89 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,34 Prozent bei 2.926,55 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,23 Prozent auf 1.391,03 Punkte verzeichnete.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 17. November 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 41.000 auf 410.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 423.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 439.000 auf 451.000 nach oben korrigiert. Daneben ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 16. November 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 2,2 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 12,6 Prozent ausgewiesen worden. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut Universität Michigan im November 2012 gegenüber dem Vormonat stabilisiert. So stieg der Gesamtindex geringfügig auf revidiert 82,7 Punkte (vorläufig: 84,9 Punkte), nachdem im Vormonat lediglich ein Stand von 82,6 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 84,5 Punkten ausgegangen. Die US-Frühindikatoren sind im Oktober 2012 gestiegen. Auf Monatssicht verbesserte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,2 Prozent, während Volkswirte im Vorfeld ebenfalls ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat war ein Plus von revidiert 0,5 (vorläufig: 0,6) Prozent gemeldet worden.

Bereits gestern nach Börsenschluss präsentierte die Juwelierkette Zale die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Dabei konnte das Unternehmen den Verlust im Vergleich zur Vorjahresperiode verringern, jedoch blieb man sowohl beim Umsatz als auch beim EPS unter den vorherigen Analystenschätzungen. Anteilsscheine von Zale brachen vor diesem Hintergrund um 30 Prozent ein.

Im Blick befand sich heute allen voran Deere (DeereCo (John Deere)). Der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen meldete, dass er im vierten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen höheren Gewinn erzielt hat. Dabei profitierte der Konzern von Maßnahmen zur Verbesserung der globalen Wettbewerbsposition sowie von dem Umstand, dass Kunden die Produktlinien des Konzerns positiv aufgenommen haben. Die Erwartungen wurden jedoch verfehlt. Aktien von Deere verloren 3,7 Prozent.

Die Aktie der Einzelhandelskette Tilly's (Tilly a) musste deutliche Abschläge von 17,2 Prozent ausweisen, nachdem der Konzern am Vorabend schwächer als erwartete Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt hatte. Während die Gewinnprognose der Analysten erfüllt werden konnte, blieb der Konzern beim Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Demnach lag der Umsatz mit 124,9 Mio. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 107,3 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn sank auf 9,3 Mio. US-Dollar bzw. 33 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 12,2 Mio. US-Dollar bzw. 59 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 30 Cents (Vorjahreswert: 34 Cents). Analysten hatten zuvor ein EPS von 30 Cents sowie einen Umsatz von 128,7 Mio. US-Dollar erwartet.

Donaldson verbuchte im ersten Fiskalquartal 2012/13 einen Umsatz- und Gewinnrückgang. So lag der Umsatz mit 589 Mio. US-Dollar 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 608 Mio. US-Dollar. Der Nettogewinn verschlechterte sich auf 54 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie, nach 69 Mio. US-Dollar bzw. 45 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Besonders die erwartete Zurückhaltung der Kundschaft im September und Oktober wurde seitens des auf Filtersysteme spezialisierten US-Konzerns für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Analysten hatten zuvor ein EPS von 34 Cents sowie einen Umsatz von 584,7 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Donaldson einen Umsatz von 2,5 bis 2,62 Mrd. US-Dollar und ein EPS von 1,68 bis 1,88 US-Dollar. Marktbeobachter gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 1,76 US-Dollar und einem Umsatz von 2,56 Mrd. US-Dollar aus. Die Aktie von Donaldson verlor heute 1,4 Prozent.

Derweil tendierten Papiere von Cirrus Logic 2,7 Prozent fester. Der Chip-Hersteller hat bereits am Dienstagabend ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat das Board den Konzern zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtvolumen von bis zu 200 Mio. US-Dollar ermächtigt. Das Aktienrückkaufprogramm soll dabei aus dem laufenden Geschäft und vorhandenen Barmitteln finanziert werden.

Indes hat die Schnellrestaurantkette Chipotle Mexican Grill ihr Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Wie aus einer ebenfalls gestern Abend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat das Board den Rückkauf eigener Anteilsscheine im Gesamtvolumen von 100 Mio. US-Dollar angekündigt. Damit verfügt der Konzern über insgesamt 140 Mio. US-Dollar zum Erwerb eigener Aktien. Für Titel von Chipotle ging es um 2,6 Prozent nach oben. (21.11.2012/ac/n/m)

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