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21.07.2010 22:23

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Wall Street-Schluss: Bernanke-Rede belastet, Berichtssaison im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street stand am Mittwoch ganz im Zeichen der Berichtssaison. Bis zu einer Rede von Fed-Chef Ben Bernanke kamen die US-Märkte kaum von der Stelle, dann brachen die Kurse auf breiter Ebene ein. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gab am Ende 1,07 Prozent ab auf 10.120,53 Zähler. Für den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) ging es um 1,28 Prozent nach unten auf 1.069,59 Stellen. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) verlor 1,58 Prozent auf 2.187,33 Punkte.

Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank Fed, hat am Mittwoch in einer Rede vor dem Senate Banking Committee in Washington darauf hingewiesen, dass der wirtschaftliche Ausblick in den USA weiterhin außergewöhnlich unsicher bleibe. Laut Bernanke stehe die Fed jedoch bereit, um im Notfall entsprechende Maßnahmen zu treffen, um das volle Produktionspotential im Zusammenhang mit der Preisstabilität ausnutzen zu können. In Punkto Zinspolitik erklärte Bernanke, dass die ungewöhnlich niedrigen Zinsen angesichts der wirtschaftlichen Lage für längere Zeit notwendig seien.

Apple (Apple) sachen mit einem Plus von knapp einem Prozent ins Auge. Der Unterhaltungselektronikhersteller hat am Vorabend die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt gegeben und dabei die Erwartungen abermals klar übertroffen. Das Nettoergebnis belief auf 3,25 Mrd. Dollar bzw. 3,51 Dollar je Aktie, nach 1,83 Mrd. Dollar bzw. 2,01 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse konnten von 9,73 Mrd. Dollar auf den Rekordwert von 15,7 Mrd. Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld Umsätze von 14,75 Mrd. Dollar und ein Ergebnis von 3,11 Dollar je Aktie erwartet. Anteilsscheine des Internetkonzerns Yahoo sacken dagegen um 8 Prozent ab. Yahoo hat im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg erzielt, beim Umsatz aber die Analystenerwartungen verfehlt. Der Speicher- und Technologiekonzern EMC hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbucht. Die Erlöse lagen mit 4,02 Mrd. Dollar deutlich über dem Vorjahreswert. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter verzeichnete man einen Anstieg auf 426,2 Mio. Dollar bzw. 20 Cents je Aktie, nach 205,2 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 28 Cents. Analysten hatten ein EPS von 27 Cents sowie einen Umsatz von 3,98 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie verlor am Ende 3,8 Prozent.

Die Bankgesellschaft Morgan Stanley konnte im zweiten Quartal einen Gewinn erzielen. Die Erlöse zogen auf 7,95 Mrd. Dollar an, nach 5,20 Mrd. Dollar im Vorjahr. Daneben betrug der Nettogewinn 1,58 Mrd. Dollar oder 1,09 Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 1,26 Mrd. Dollar bzw. 1,10 Dollar. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft betrug 80 Cents je Aktie. Analysten waren von einem EPS von 46 Cents sowie Umsätzen von 7,93 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Wert gewann fast 6 Prozent. Anteile von Wells Fargo (Wells FargoCo) lagen mit gut 0,7 Prozent im Plus. Das Kreditinstitut musste im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen, konnte die Erwartungen aber schlagen. Die U.S. Bancorp (US Bancorp), eine der größten Bankgesellschaften in den USA, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um gut 62 Prozent gestiegen ist, was mit erhöhten Nettozins- und Gebühreneinnahmen und einem Einmalertrag zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Wert gab daraufhin leicht nach.

Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola (The Coca-Cola) hat im abgelaufenen Quartal mehr verdient. Wie der Konzern erklärte, lag der Umsatz bei 8,67 Mrd. Dollar, nach 8,27 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter stieg auf 2,37 Mrd. Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie, nach 2,04 Mrd. Dollar bzw. 0,88 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,06 Dollar. Analysten hatten ein EPS von 1,03 Dollar sowie einen Umsatz von 8,70 Mrd. Dollar erwartet. Coca-Cola rückten um 1,6 Prozent vor.

Wie der Mischkonzern United Technologies bekannt gab, konnte er seinen Gewinn im zweiten Quartal um knapp 14 Prozent auf 1,11 Mrd. Dollar bzw. 1,20 Dollar pro Aktie steigern, was mit einer erhöhten Nachfrage und verbesserten Margen zusammenhängt. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis eine restrukturierungsbedingte Sonderbelastung von 12 Cents pro Aktie. Der Umsatz wuchs um 5,3 Prozent auf 13,89 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,16 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 13,56 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Jahresplanung wurde im Anschluss erhöht. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 0,8 Prozent auf die Ergebnisse. Der Industriekonzern Textron , der Hersteller des Kleinflugzeugs Cessna, teilte mit, dass er im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt hat, was vor allem mit aggressiven Kostensenkungen zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Der Wert legte 8,7 Prozent zu.

Für Titel des Tabakkonzerns Altria (Altria Group) ging es um 0,6 Prozent nach unten. Zuvor hat das Unternehmen die Geschäftszahlen für das zweite Quartal präsentiert. Demnach lag der Umsatz mit 6,27 Mrd. Dollar unter dem Vorjahreswert von 6,72 Mrd. Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein leichter Anstieg auf 1,04 Mrd. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie verzeichnet. Analysten hatten ein EPS von 50 Cents erwartet. Das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences meldete am Vorabend die Ergebnisse für das abgelaufene zweite Quartal. Der Nettogewinn belief sich auf 712,1 Mio. Dollar bzw. 79 Cents je Aktie, verglichen mit 571,4 Mio. Dollar bzw. 61 Cents je Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag das Ergebnis bei 85 Cents je Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 1,93 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 87 Cents je Aktie und einem Umsatz von 1,96 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Titel gab daraufhin 0,3 Prozent nach.

Die US Airways Group , eine der größten Fluggesellschaften in den USA, meldete heute, dass sie im zweiten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erzielt hat, was u.a. auf einen Anstieg des Geschäftsreiseverkehrs zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Wie der Konzern weiter mitteilte, geht er davon aus, sowohl im dritten Quartal als auch im Gesamtjahr 2010 einen Gewinn zu erzielen. Der Wert legte 3,3 Prozent zu. AMR , die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft American Airlines, konnte den Verlust im zweiten Quartal auf 10,7 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie deutlich reduzieren. Beim Konzernumsatz wurde ein Anstieg auf 5,69 Mrd. Dollar verzeichnet, was einem Plus von 16 Prozent entspricht. Die Aktie gab 3,4 Prozent nach. (21.07.2010/ac/n/m)

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