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04.01.2010 22:16

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Wall Street Schluss: Deutlich im Plus, Finanzwerte mit Rückenwind

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen konnten den ersten Handelstag im neuen Jahr mit kräftigen Gewinnen beenden. Der Dow Jones gewann zuletzt 1,50 Prozent auf 10.583,96 Punkte. Der Nasdaq Composite kletterte unterdessen 1,73 Prozent auf 2.308,42 Zähler nach oben, und der S&P 500 zog um 1,60 Prozent auf 1.132,98 Punkte an.

Die Bauausgaben in den USA sind im November 2009 gesunken. Dies teilte das US-Handelsministerium mit. Demnach verringerten sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten einen lediglich Rückgang um 0,5 Prozent prognostiziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde im Berichtsmonat ein Rückgang von 13,2 Prozent ausgewiesen. Die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes haben sich in den USA im Dezember deutlich verbessert. Dies teilte das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie mit. So stieg der ISM-Index von 53,6 Zählern im Vormonat auf nun 55,9 Zähler. Volkswirte waren von einem Wert von 54,0 Punkten ausgegangen.

Der US-Einzelhändler Wal-Mart Stores plant einem Medienbericht zufolge eine neue Sparoffensive. Laut einem Bericht der "Financial Times" will der weltweit führende Einzelhandelskonzern künftig seinen Einkauf über Ländergrenzen hinweg zusammenlegen. Dadurch erhoffe man sich Einsparungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Außerdem werde man verstärkt Artikel direkt bei den Herstellern beziehen. Das Einsparpotenzial soll sich auf 4 bis 12 Mrd. Dollar belaufen, wobei dieser Betrag davon abhängig sei, ob Wal-Mart sein langfristiges Ziel, 80 Prozent der Einkäufe direkt beim Hersteller zu tätigen, erreichen könne. Der Anteilschein von Wal-Mart Stores bewegte sich zuletzt mit 1,5 Prozent im Plus.

Goldman Sachs (Goldman Sachs Group) stellt einem Medienbericht zufolge offenbar die Geschäftsaktivitäten in der britischen Hauptstadt London auf den Prüfstand. Wie die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet, prüft Goldman Sachs derzeit alle Möglichkeiten bezüglich ihrer Niederlassungen in Großbritannien und zieht auch die Verlagerung ganzer Abteilungen in Betracht. Hintergrund ist die erst kürzlich beschlossene Sondersteuer der britischen Regierung auf Bonuszahlungen an Banker sowie der auf 50 Prozent angehobene Spitzensteuersatz. Als Stein des Anstoßes wurden auch die von der britischen Regierung angekündigten zusätzlichen Regulierungsauflagen für das Bankgewerbe genannt. Die Aktie von Goldman Sachs kletterte 2,5 Prozent nach oben. Papiere der Bank of America und Citigroup zogen um 4 Prozent bzw. knapp 3 Prozent an. Anteile von Morgan Stanley konnten über 4 Prozent zulegen.

Die Aktie von Rite Aid knickte derweil um 1,5 Prozent ein. Die Drugstore-Kette musste im Dezember einen Umsatzrückgang ausweisen. Unternehmensangaben zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet hatten, in den vier Wochen zum 26. Dezember um 1,8 Prozent. Bei den Umsatzerlösen auf Konzernebene musste Rite Aid gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 3,0 Prozent auf 2,09 Mrd. Dollar verbuchen.

Der Konzern BioForm Medical hat ein Übernahmeangebot von der nicht börsennotierten deutschen Merz Pharma Group erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, sollen die Anteilseigner von BioForm Medical im Zuge der Übernahmeofferte 5,45 Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Aufschlag von 60 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom 31.12.2009 entspricht. Das Übernahmeangebot bewertet BioForm Medical mit insgesamt 253 Mio. Dollar. Das Übernahmeangebot wurde vom Board of Directors des US-Konzerns einstimmig gebilligt. Das Papier von BioForm Medical schoss um mehr als 60 Prozent in die Höhe.

Die Aktie des Erdgasproduzenten Chesapeake Energy konnte 8 Prozent zulegen. Dabei honorieren Anleger das mit dem Ölkonzern Total (TOTAL) geschlossene Joint Venture-Abkommen, im Rahmen dessen Total eine 25-prozentige Beteiligung an den zu Chesapeake gehörenden Erdgas-Assets in der Barnett Shale im US-Bundesstaat Texas erwirbt. Derzeit liegt das Produktionsvolumen dieser Erdgaslagerstätten bei rund 700 Millionen Kubikfuß pro Tag. Im Zuge der Transaktion zahlt Total zunächst 800 Mio. Dollar in bar an Chesapeake. In den kommenden sechs Jahren wird Total außerdem bis zu 1,45 Mrd. Dollar für Explorations- und Entwicklungskosten für das Erdgasfeld an den Konzern überweisen.

Am morgigen Dienstag steht unter anderem die Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen ADP-Arbeitsmarktbericht für Dezember 2009 an. Ferner werden die Zahlen zum ISM-Dienstleistungsindex für den Monat Dezember publiziert. (04.01.2010/ac/n/m)

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