New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Montag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gehen. Die Investoren machen sich dabei nach dem schlecht ausgefallenen Arbeitsmarktbericht von Freitag weiterhin Sorgen bezüglich der weiteren Entwicklung der US-Konjunktur. Grundsätzlich ist derzeit die allgemeine Nachrichtenlage sehr dünn. Der Dow Jones verlor 0,50 Prozent auf 12.089,96 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,11 Prozent auf 2.702,56 Punkte nachgab. Der S&P 500 fiel um 1,08 Prozent auf 1.286,17 Punkte.
Im Fokus stand vor allem Apple . Der Technologiekonzern hat im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC neue Betriebssysteme vorgestellt. Ferner kündigte der erkrankte Unternehmensgründer Steve Jobs an, verstärkt auf den aktuellen Cloud-Trend zu setzen. Unter dem Namen iCloud will Apple einen kostenlosen Online-Speicher anbieten. Die Aktie von Apple verloren1,6 Prozent.
JPMorgan Chase (JPMorgan ChaseCo) gab eine Veränderung im Management bekannt. So hat man Glenn F. Tilton zum Chairman des Midwest-Geschäfts und zum Mitglied des konzernweiten Executive Committee bestellt. Die Aktie der Bankgesellschaft verschlechterte sich um 2,5 Prozent.
Nach einem negativen Analystenkommentar befand sich das Papier der Baumarktkette Lowe`s (Lowes Companies) mit einem Wertverlust von 2,3 Prozent auf dem Rückzug. So wurde der Anteilsschein von JPMorgan Chase von "overweight" auf "neutral" zurückgestuft. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem auf die weiter sinkenden Häuserpreise in den USA und die sich weiter verschärfende Situation auf dem US-Arbeitsmarkt verwiesen.
LaSalle Hotel Properties (LaSalle Hotel Properties) meldete heute einen Zukauf. So wird man The Park Central Hotel in New York City für 405,5 Mio. US-Dollar erwerben. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Hotel in der Seventh Avenue in Manhattan mit 934 Zimmern. Das 1928 gebaute Hotel hat schon zahlreiche Renovierungen durchlaufen. Auch LaSalle plant für das Jahr 2012 eine Sanierung, wobei die Kosten auf 30 bis 35 Mio. US-Dollar geschätzt werden. Der Erwerb soll unter anderem durch die Erlöse in Höhe von 216,6 Mio. US-Dollar aus dem kürzlich abgeschlossenen Verkauf von Stammaktien am 26. April 2011 finanziert werden. Die Transaktion bedarf jedoch unter anderem noch der Durchführung einer so genannten Due Diligence und kann voraussichtlich Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden. Die Aktie gab um 1,6 Prozent nach.
Indes stanen die Anteilsscheine von IMPAX Laboratories mit einem Abschlag von 9,2 Prozent deutlich unter Druck. Der Pharmakonzern hat eine Verwarnung der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Dabei bezieht sich das von der FDA an das Unternehmen verschickte Schreiben auf eine im Zeitraum vom 13. Dezember 2010 bis zum 21. Januar durchgeführte Untersuchung am Produktionsstandort Hayward im US-Bundesstaat Kalifornien. In dem Schreiben wird IMPAX Laboratories von der FDA vorgeworfen, gängige Standards bei der Verarbeitung und der Überprüfung von Stoffen zur Medikamentenherstellung verletzt zu haben. Aufgrund der vorläufigen Ergebnisse der FDA-Überprüfungen hatte der Konzern im März 2011 freiwillig einige Chargen des Medikaments Fenofibrate zurückgenommen. Außerdem wurden nach Unternehmensangaben Maßnahmen zur Beseitigung der von der FDA monierten Mängel am Produktionsstandort Hayward vorgenommen. (06.06.2011/ac/n/m)