New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes zeigten am Montag deutliche Abschläge. Die am Wochenende angekündigten EU-Hilfen für den angeschlagenen spanischen Bankensektor konnten die Märkte nur kurzzeitig beflügeln. Im Handelsverlauf war die Zuversicht wieder verloren gegangen. Der Dow Jones büßte am Ende 1,14 Prozent ein auf 12.411,23 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentiert sich mit einem Minus von 1,70 Prozent bei 2.809,73 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 1,26 Prozent auf 1.308,93 Punkte zeigte.
Im Fokus stand heute u.a. Apple . Im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC 2012 in San Francisco waren neue MacBook-Modelle vorgestellt worden. Konzernchef Tim Cook und Marketingchef Philip Schiller haben dabei neben neuen Varianten der etablierten Modelle MacBook Air und MacBook Pro auch das MacBook Pro-Modell der nächsten Generation vorgestellt. Das lediglich 0,71 Inches dünne und 4,46 Pfund schwere Notebook verfügt über ein 15,4-Zoll-Retina-Diplay. Hinzu kommen Flash-Speicher mit bis zu 768 GB. Als Einstiegspreis wurden 2.199 US-Dollar genannt. Schiller bezeichnete das Gerät als den schönsten Computer, den Apple je gemacht hat. Weitere Neuerungen betreffen das Betriebssystem OSX Mountain Lion. Neben einer Diktatfunktion sollen über "Power Nap" im Standby-Modus Mails aktualisiert, Programm-Updates und Backups durchgeführt werden können. Weitere Änderungen betreffen die Sprachsteuerung Siri. Das neue mobile Betriebssystem iOS 6 soll ab Herbst verfügbar sein. Die Apple-Aktie verlor 1,5 Prozent.
Ebenfalls im Blick befand sich Johnson & Johnson (JohnsonJohnson). Der Mischkonzern erwartet für das zweite Quartal Einmalbelastungen im dreistelligen Millionenbereich. Wie aus einer am Freitagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, erwartet der Konzern im Zuge verschiedener Rechtsstreitigkeiten für das zweite Quartal Einmalbelastungen in Höhe von insgesamt rund 600 Mio. US-Dollar. Die erwarteten Sondereffekte stehen in Zusammenhang mit einer möglichen Einigung bei einigen laufenden Gerichtsverfahren für die Medikamente Risperdal, Invega und Natrecor sowie einem Prozess mit Omnicare . Die Aktie von Johnson & Johnson verlor 1,3 Prozent.
Papiere von Centene tendierten 22,2 Prozent leichter. Der Gesundheits-Dienstleister hat am Montag seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. In Zusammenhang mit der Senkung der Jahresprognose wurde anderem auf höher als erwartet ausgefallene Kostenerstattungen verwiesen.
Schlechte Nachrichten gab es auch bei Forest Laboratories . Der Pharmakonzern hat eine Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlicht. Hintergrund sind das Auslaufen des Patents für das Beruhigungsmittel Lexapro sowie Qualitätsmängel bei der Herstellung des Schilddrüsen-Medikaments Levothroid. Die Titel gaben 3,5 Prozent ab.
Daneben steht Micronetics vor der Übernahme durch die Mercury Computer Systems . Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werden die Anteilseigner von Micronetics im Zuge der Transaktion 14,80 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich inklusive der Berücksichtigung von Konzernverbindlichkeiten auf insgesamt rund 75,4 Mio. US-Dollar Durch die Übernahme des auf Komponenten für Lösungen im Hochfrequenz- und Mikrowellenbereich spezialisierten Konzerns erhofft sich Mercury Computer Systems im ersten Jahr nach Abschluss der Übernahme einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Anteilsscheine von Micronetics schossen um 94 Prozent in die Höhe. Aktien von Mercury Computer Systems gewannen 0,5 Prozent.
Schließlich hat EnergySolutions heute seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert und einen Wechsel an der Führungsspitze des Konzerns angekündigt. Die Aktie musste vor diesem Hintergrund einen drastischen Abschlag von 54,7 Prozent hinnehmen. (11.06.2012/ac/n/m)