New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes mussten am Mittwoch deutlich schwächer aus dem Handel gehen. Zuvor hatten bereits schlechte Konjunkturdaten lange Zeit für rote Vorzeichen gesorgt, wenngleich im Mittagshandel leichte Zugewinne verzeichnet worden waren. Der Dow Jones verlor am Ende 0,62 Prozent auf 12.496,38 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,86 Prozent bei 2.818,61 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,70 Prozent auf 1.314,88 Punkte zeigte.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Mai 2012 reduziert. Auf Monatssicht fielen die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent, während sie im April ebenfalls um 0,2 Prozent geschrumpft waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang von 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche gaben die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent nach. Experten waren von einem unveränderten Niveau ausgegangen, nach einer Abnahme um 0,3 Prozent im Vormonat. Daneben haben sich die Erzeugerpreise im Mai 2012 reduziert. Binnen Monatsfrist gingen die Preise um 1,0 Prozent zurück. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Preisrückgang um 0,7 Prozent bzw. ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Schließlich ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 8. Juni 2012 einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 18,0 Prozent. In der Vorwoche war nur ein Plus von 1,3 Prozent ermittelt worden. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im April 2012 gegenüber dem Vormonat mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten zuvor nur einen Zuwachs von 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von 0,3 Prozent ermittelt worden.
Unternehmensseitig teilte der Zigarettenhersteller Philip Morris (Philip Morris International) heute mit, dass sein Board ein neues dreijähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 18 Mrd. US-Dollar beschlossen hat. Den Angaben zufolge wird das neue Programm voraussichtlich am 1. August 2012 gestartet, nach Abschluss des laufenden, dreijährigen Aktienrückkaufplans im Volumen von 12 Mrd. US-Dollar, das im Mai 2010 begann und vorzeitig beendet werden wird. Wie bereits angekündigt, plant der Konzern für 2012 den Rückkauf eigener Aktien im Wert von 6,0 Mrd. US-Dollar. Darüber hinaus hat das Board von Philip Morris eine reguläre Quartalsdividende in Höhe von 77 Cents pro Aktie beschlossen. Die Aktie von Philip Morris zogt vor diesem Hintergrund 0,8 Prozent an.
In Sachen Aktienrückkauf gab es auch Neuigkeiten bei Celgene . So erklärte das Biotech-Unternehmen, dass sein Board einen zusätzlichen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 2,5 Mrd. US-Dollar genehmigt hat. Wie das auf Krebsmittel spezialisierte Unternehmen mitteilte, tritt das Aktienrückkaufprogramm umgehend in Kraft und hat keine Laufzeitbegrenzung. Die Aktienkäufe können dabei von Zeit zu Zeit über die Börse oder in privaten Transaktionen getätigt werden. Celgene rückten um 0,8 Prozent vor.
Indes tendierten Titel von Nucor um 0,1 Prozent leichter. Der Stahlproduzent hat mit seinem Ausblick für das laufende Quartal enttäuscht. Nucor begründete die enttäuschende Entwicklung mit der schwierigen Marktsituation in Europa, sowie mit wachsendem Konkurrenzdruck durch importierten Stahl.
Der Computerhersteller Dell will seine Aktionäre direkt an der positiven Entwicklung des Konzerns teilhaben lassen und kündigte in diesem Zusammenhang die Einführung einer Quartalsdividende an. Wie aus einer am Dienstagabend nach Börsenschluss veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat das Board of Directors erstmals in der Firmengeschichte die Ausschüttung einer Quartalsdividende beschlossen. Demnach werde der Konzern ab dem dritten Quartal 8 Cents je Aktie an die Aktionäre ausbezahlen. Die Jahresdividende beläuft sich damit auf 32 Cents je Aktie. Papiere von Dell verteuerten sich um 2,5 Prozent.
Weitere Dividendenerhöhungen meldeten auch der Baumaschinenhersteller Caterpillar und der Einzelhändler Target . Bei Caterpillar soll die quartalsweise Ausschüttung um 13 Prozent auf 52 Cents je Aktie ansteigen. Zuletzt hatte der Konzern 46 Cents je Aktie ausgeschüttet. Die Auszahlung ist für den 20. August 2012 vorgesehen, mit Ex-Tag 20. Juli 2012. Bei Target wiederum soll die quartalsweise Ausschüttung um 20 Prozent auf 36 Cents je Aktie ansteigen. Zuletzt waren 30 Cents je Aktie ausgeschüttet worden. Die Auszahlung erfolgt am 10. September 2012 mit Ex-Tag 15. August 2012. Während die Caterpillar-Aktie 2 Prozent nachgab, ging es bei Target um 0,2 Prozent nach unten.
Schließlich machte BlackRock mit einer prominenten Personalie von sich reden. So gab der Vermögensverwalter bekannt, dass er den Anfang dieses Jahres zurückgetretenen Schweizer Notenbankchef Dr. Philipp Hildebrand zum Vice Chairman bestellt hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird Dr. Hildebrand für die Beziehungen mit den größten institutionellen Kunden des Unternehmens in den Regionen EMEA und Asien/Pazifik zuständig sein. Seine Bestellung erfolgt zum Oktober 2012. Anteilsscheine von BlackRock notierten 0,7 Prozent schwächer. (13.06.2012/ac/n/m)