New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street verzeichnete am Montag deutliche Abschläge. Im Fokus stand dabei ein weiter steigender Ölpreis. Zudem richtete sich der Blick an den Märkten auf die jüngsten M&A-Aktivitäten. Auf dem Technologiesektor lastete ein negativer Analystenkommentar zur Chip-Branche. Der Dow Jones fiel um 0,66 Prozent auf 12.090,03 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,40 Prozent auf 2.745,63 Punkte nachgab. Der S&P 500 verschlechterte sich um 0,83 Prozent auf 1.310,13 Punkte.
Auf Seiten der Konjunkturdaten stand heute die Veröffentlichung der Verbraucherkredite auf der Agenda. Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im Januar 2011 um 5,0 Mrd. US-Dollar gestiegen. Insgesamt stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 2,5 Prozent auf 2,412 Billionen US-Dollar. Im Dezember stiegen die Verbraucherkredite revidiert um 2,0 Prozent, nach einem revidierten Anstieg um 0,7 Prozent im November. Daneben sorgte aber vor allem der Ölpreis für Gesprächsstoff. Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Libyen stieg der Preis weiter an. Light Crude kletterte über die Marke von 105 US-Dollar pro Barrel. Auch der Goldpreis konnte zu Beginn der neuen Handelswoche weiter zulegen. Hintergrund für den Kursaufschlag bei dem als Krisenwährung geschätzten Edelmetall waren ebenfalls die Unruhen in Libyen.
Auf der Unternehmensseite stand heute Western Digital im Blickpunkt. Der Festplattenhersteller teilte mit, dass er Hitachi Global Storage Technologies (Hitachi GST), eine vollständige Tochter des japanischen Technologiekonzerns Hitachi , für rund 4,3 Mrd. US-Dollar in Bargeld und Aktien übernehmen wird. Den Angaben zufolge zahlt Western Digital für Hitachi GST im Rahmen der Transaktion 3,5 Mrd. US-Dollar in bar und 750 Mio. US-Dollar in Form von Western Digital-Stammaktien. Nach Ausgabe der Aktien wird der Hitachi-Konzern rund 10 Prozent der Anteile an Western Digital halten. Zudem wird Hitachi nach Abschluss der Transaktion zwei Directors im Board von Western Digital stellen. Papiere von Western Digital verteuerten sich um 15,5 Prozent.
Daneben machten Ciena (CIENA) von sich reden. Der Technologiekonzern musste im ersten Quartal des Fiskaljahres 2011 einen höheren Verlust ausweisen. Jedoch konnten die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen werden. Indes wurde für das laufende Quartal ein enttäuschender Umsatzausblick gegeben. Anteilsscheine von Ciena verloren fast 10 Prozent.
Aktien von Starbucks zogen um 1,5 Prozent an. Presseangaben zufolge könnte die Kaffeehauskette in den nächsten zwölf bis 18 Monaten Akquisitionen tätigen, um ihr Consumer Products-Geschät auszubauen. Wie CEO Howard Schultz in einem Zeitungsinterview erklärte, habe man derzeit die Möglichkeit, tausende Filialen in China zu errichten. Auch in Indien sehe Starbucks gute Chancen für eine Expansion. Dabei sei man in Indien bestrebt, die ersten Geschäfte innerhalb der nächsten zwölf Monate zu eröffnen.
Darüber hinaus tendierten Anteilsscheine von Genzyme leicht fester. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis gab heute bekannt, dass er sein Angebot für den US-Biotechnologiekonzern um zwei Wochen verlängert hat. Den Angaben zufolge hat Sanofi seine Offerte in Höhe von 74,00 US-Dollar je Aktie für die ausstehenden Genzyme-Anteile bis zum 1. April 2011 verlängert. Ursprünglich sollte das Angebot nur bis zum 16. März 2011 laufen.
Schließlich konnten Papiere von Nasdaq OMX (NASDAQ Stock Market) 0,8 Prozent hinzugewinnen. Der britische Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) , der vor einigen Wochen eine Fusion mit der Toronto Stock Exchange angekündigt hat, nimmt nun Presseangaben zufolge auch den Betreiber der US-Technologiebörse NASDAQ ins Visier. Wie einem Zeitungsbericht vom Wochenende zu entnehmen ist, will die LSE jedoch zuerst ihren geplanten Zusammenschluss mit der Toronto Stock Exchange, Teil der TMX Group , zum Abschluss bringen, bevor sie das neue Ziel in den USA angeht.
Der US-Kohleproduzent James River Coal gab am Sonntag zwei Übernahmen bekannt. Demnach wurde eine Vereinbarung zum Kauf der International Resource Partners L.P. und der Logan & Kanawha Coal Co. LLC geschlossen. Insgesamt beläuft sich der Kaufpreis für beide Unternehmen auf 475 Mio. US-Dollar in bar. Durch die Übernahme will James River Coal sein Angebot im Bereich Kokskohle weiter ausbauen. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2011 abgeschlossen werden. Die Aktie von James River Coal gewann fast 15 Prozent. (07.03.2011/ac/n/m)