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05.06.2007 22:14

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Wall Street-Schluss: Deutliche Abschläge nach Bernanke-Rede


Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Dienstag deutlich schwächer aus dem Handel. Für Verunsicherung sorgte dabei eine Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke in Südafrika. Wie der Fed-Chef vor dem International Monetary Fund in Kapstadt sagte, könnte die Krise am Immobilienmarkt die amerikanische Wirtschaft länger als zunächst erwartet belasten. Allerdings sei auch ein spürbares Übergreifen auf andere Bereiche nicht zu erwarten. Ferner warnte der Fed-Chef vor der weiterhin vorhandenen Inflationsgefahr.

Das Institut for Supply Management gab eine überraschende Zunahme der Geschäftsaktivitäten des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes im Mai 2007 bekannt. Demnach wuchs der ISM-Service-Index von 56,0 Zählern im April auf nun 59,7 Punkte. Dies ist der höchste Indexstand seit April 2006. Dagegen hatten Volkswirte einen Rückgang auf 55,5 Punkte erwartet.

Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,59 Prozent bei 13.595,46 Zählern. Der S&P 500 wiederum legte um 0,53 Prozent auf 1.530,95 Zähler zu. Der Nasdaq Composite ging mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 2.611,23 Punkte aus dem Handel.

Eines der Hauptgesprächsthemen des heutigen Tages war die milliardenschwere Übernahme des Telekommunikationsausrüsters Avaya durch die beiden Private Equity-Gesellschaften Silver Lake Partners und TPG Capital LLC. Da der Titel nach entsprechenden Spekulationen aber bereits im Vorfeld massiv zulegen konnte, verzeichnet der Wert am Ende ein relativ leichtes Plus von knapp 2 Prozent.

Papiere von Pfizer tendierten 0,9 Prozent schwächer. Der afrikanische Staat Nigeria hat den weltgrößten Pharmakonzern aufgrund von Medikamententests verklagt und fordert rund 7 Mrd. Dollar Schadenersatz. Hierbei wird dem weltgrößten Pharmahersteller unethisches Verhalten vorgeworfen.

Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, der seine Ergebnisprognosen für das laufende Quartal bestätigt hat, lagen 0,4 Prozent fester im Markt.

Im Internetsegment richten sich die Blicke auf Google und Salesforce.com. Zuvor haben beide Konzerne eine strategische globale Allianz geschlossen. Gegenstand der Allianz ist die Bereitstellung web-basierter Software-Applikationen, mit denen Unternehmen ihre Verkaufs- und Marketing-Aktivitäten verbessern können.
Während Papiere von Google 2,2 Prozent fester notierten, legten Papiere von Salesforce.com knapp ein Prozent zu.

Moody's, die Muttergesellschaft der gleichnamigen Finanzrating-Agentur, hat seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr angesichts der positiven Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten sowie der unerwartet starken Entwicklung im Bereich Structured Finance in den USA angehoben. Die Aktie reagierte mit Abschlägen von 0,9 Prozent. (05.06.2007/ac/n/m)

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