New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Dienstag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Nach den herben Abschlägen zum Wochenauftakt konnte sich die Wall Street heute wieder merklich erholen. Im Fokus standen einige Konjunkturdaten.
Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex ist im März überraschend gefallen, während sich das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung im März 2009 verbessert hat. Indes sind die Aussichten für die Weltwirtschaft düster. So erwartet die Weltbank für 2009 noch ein BIP-Anstieg bei den Industriestaaten von nunmehr 2,1 Prozent, nachdem man zuvor einen BIP-Anstieg von 4,4 Prozent prognostiziert hatte. Weltweit geht man für 2009 von einem BIP-Rückgang von 1,7 Prozent aus, womit man erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein negatives Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hätte. Allein in den OECD-Staaten sehen die Wirtschaftsexperten einen BIP-Rückgang von 3 Prozent. Die OECD selbst prognostiziert für die OECD-Staaten im laufenden Jahr sogar einen BIP-Rückgang von 4,3 Prozent.
Der Dow Jones gewann am Ende 1,16 Prozent auf 7.608,92 Punkte, der S&P 500 legte 1,31 Prozent auf 797,87 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 1,78 Prozent auf 1.528,59 Punkte.
Der Halbleiterhersteller KLA-Tencor hat am Vorabend ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm angekündigt, in dessen Rahmen konzernweit insgesamt rund 10 Prozent der Stellen gestrichen werden sollen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte der Konzern den Abbau von 15 Prozent der Konzernbelegschaft angekündigt. Der Wert reagiert mit einem leichten Minus auf die Ankündigung.
Die Aktie des Automobilkonzerns Ford, der Kunden bei einem Neuwagenkauf gegen Zahlungsschwierigkeiten absichern will, verlor fast 5 Prozent. Ähnliches hat auch der US-Branchenführer GM vor. Hier ging es sogar 28 Prozent nach unten. Zuvor hatte der neue Konzernchef Henderson eine Insolvenz als wahrscheinlicher bezeichnet.
Für Anteilsscheine von Lennar ging es um knapp 14 Prozent nach unten. Wie der Baukonzern gestern Abend mitgeteilt hat, musste man im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen, was mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Umsatz brach dabei um 44 Prozent ein.
Die Aktie des Aluminiumkonzerns Alcoa gewann fast 10 Prozent, nachdem die Analysten der Deutschen Bank den Titel von "sell" auf "hold" gestuft und das Kursziel von 7,30 Dollar auf 8,00 Dollar angehoben haben.
Der angeschlagene Automobilzulieferer Delphi Corp. hat im Zuge seiner Restrukturierung ein Abkommen geschlossen, das den Verkauf des verbleibenden weltweiten Aufhängungs- und Bremsengeschäfts an die BeijingWest Industries Co. Ltd. vorsieht. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Aktie gewann rund 5 Prozent. (31.03.2009/ac/n/m)