New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte am Dienstag mit Zugewinnen aus dem Handel gehen. Nachdem die US-Börsen gestern feiertagsbedingt geschlossen blieben, starten die meisten US-Anleger erst heute in die neue Handelswoche. Mit Spannung richtet sich der Blick vieler Börsianer auf die anlaufende Berichtssaison. Der Dow Jones gewann heute 0,43 Prozent auf 11.837,93 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,38 Prozent auf 2.765,85 Punkte zulegte. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,14 Prozent auf 1.295,02 Punkte.
Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Januar 2011 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 11,9 Punkte, während Volkswirte mit einem Zuwachs auf 12,0 Zähler gerechnet hatten. Für Dezember war ein Wert von revidiert 9,9 (vorläufig: 10,6) Punkten ausgewiesen worden. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Januar 2011 unverändert geblieben. Demnach lag der NAHB-Index im Berichtszeitraum bei 16 Punkten, nachdem der Wert im Vormonat bei ebenfalls 16 Punkten gelegen hatte. Marktbeobachter hatten zuvor ebenfalls einen Wert von 16 Punkten erwartet.
Apple (Apple) gaben im Vorfeld der heutigen Bilanzvorlage 2,3 Prozent nach. Gestern hatte der Technologiekonzern bekannt gegeben, dass sein CEO Steve Jobs vorübergehend beurlaubt wird, damit er sich auf seine Gesundheit konzentrieren kann. Der leberkranke Apple-Gründer hat das Tagesgeschäft im Konzern an Tim Cook übergeben.
Die Citigroup veröffentlichte heute ihren mit Spannung erwarteten Bericht zum vierten Quartal 2010. Dabei konnte die Bankgesellschaft ein positives Ergebnis ausweisen. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. So erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 18,37 Mrd. Dollar, nach 7,88 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Ferner belief sich der Nettogewinn auf 1,31 Mrd. Dollar bzw. 4 Cents je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 7,60 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Ergebnis pro Aktie von 8 Cents bei Umsätzen von 20,45 Mrd. Dollar ausgegangen. Das Papier verbilligte sich um 6,4 Prozent.
Delta Air Lines (ISIN US2473611083/ WKN 850874) verfehlte mit ihren Zahlen zum vierten Quartal auf bereinigter Basis ebenfalls die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn belief sich auf 19 Mio. Dollar bzw. 2 Cents pro Aktie, gegenüber einem Verlust von 25 Mio. Dollar bzw. 3 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 19 Cents pro Aktie erzielt. Der operative Umsatz stieg um 14 Prozent auf 7,79 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 26 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 7,73 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie gab um 8,2 Prozent nach. Indes konnte die Fluggesellschaft JetBlue Airways im Dezember 2010 ihre Passagierzahlen verbessern. Das Papier verbilligte sich um 2,7 Prozent. Der Flugzeughersteller Boeing gab ferner bekannt, dass er davon ausgeht, die erste Maschine des Typs 787 Dreamliner im dritten Quartal dieses Jahres auszuliefern. Die Aktie rückte bis zum Abend um 3,4 Prozent vor.
Charles Schwab (Charles Schwab) musste im vierten Quartal 2010 einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zwar erhöhte sich der Nettoumsatz um 14 Prozent auf 1,13 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn des Discount-Brokers schrumpfte allerdings um 27 Prozent auf 119 Mio. Dollar bzw. 10 Cents pro Aktie, nach zuvor 164 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 10 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 1,11 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Anteilsschein verteuerte sich um 0,2 Prozent. Der Online-Broker TD Ameritrade verlautbarte indes, dass sein Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum mit 145,0 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie über dem Vorjahreswert von 136,2 Mio. Dollar. Beim Umsatz wurde ein Anstieg auf 656,2 Mio. Dollar ausgewiesen, nach 624,6 Mio. Dollar im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 25 Cents bei Umsatzerlösen von 647,8 Mio. Dollar erwartet. Der Titel verteuerte sich um 2,5 Prozent.
Forest Laboratories (Forest Laboratories) legten wiederum um 2,6 Prozent zu. Der Konzern konnte im dritten Quartal trotz Einmalbelastungen mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Der Finanzdienstleister Comerica will den Wettbewerber Sterling Bancshares übernehmen. So sollen die Anteilseigner von Sterling Bancshares jeweils 0,2365 Aktien von Comerica je Anteilsschein erhalten. Basierend auf dem letzten Schlusskurs der Aktie von Comerica entspricht dies einem Wert von 10,00 Dollar je Aktie, wobei das Gesamtvolumen bei 1,03 Mrd. Dollar liegt. Am Freitag hatten die Anteilsscheine von Sterling Bancshares bei 7,70 Dollar geschlossen. Während sich Comerica um über 8 Prozent verbilligten, schossen Sterling Bancshares um fast 16 Prozent nach oben. (18.01.2011/ac/n/m)