New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel. Im Blickpunkt standen dabei vor allem die jüngsten Konjunkturdaten sowie erneut die größere Zahl an Quartalszahlen. Daneben sorgte der im US-Kongress erzielte Kompromiss zum Konjunkturpaket für eine Stimmungsaufhellung.
Das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen hat sich im Dezember 2008 verkleinert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 4 Prozent auf 39,9 Mrd. Dollar verringert, während Volkswirte einen Rückgang auf 36 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Das ist das geringste Defizit seit Februar 2003.
Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 6. Februar 2009 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 24,5 Prozent von 795,4 Zählern in der Vorwoche auf nun 600,6 Punkte.
Der Dow Jones gewann am Ende 0,64 Prozent auf 7.939,53 Punkte, der S&P 500 legte 0,80 Prozent auf 833,74 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 0,38 Prozent auf 1.530,50 Punkte.
Der Chip-Ausrüster Applied Materials hat am Vorabend die Zahlen für das erste Fiskalquartal auf den Tisch gelegt. In Zusammenhang mit Restrukturierungskosten ist der Konzern dabei in die Verlustzone gerutscht. Auf bereinigter Basis wurde beim EPS-Ergebnis wie erwartet ein ausgeglichenes Ergebnis eingefahren. Die Aktie gewann 0,8 Prozent.
Für den kanadischen BlackBerry-Hersteller Research In Motion ging es dagegen um rund 14,5 Prozent in die Tiefe, nachdem der Konzern seine Anteilseigner mit einem schwachen Ausblick verschreckt hat.
Daneben knickten Titel von NVIDIA um rund 12,5 Prozent ein. Wie der Grafikchip-Hersteller am Vorabend mitteilte, hat er im Schlussquartal bei einem Umsatzeinbruch um 60 Prozent einen deutlichen Verlust hinnehmen müssen. Die Prognosen der Analysten wurden dabei verfehlt.
Papiere des IT-Dienstleisters Computer Sciences, der für das abgelaufene Quartal einen operativen Ergebnisanstieg vermelden konnte und die Erwartungen geschlagen hat, rückten um fast 4 Prozent vor.
Eine positive Nachricht konnte auch General Electric verkünden. Der Mischkonzern hat aus Saudi-Arabien einen Großauftrag zur Lieferung von mehr als 30 Gasturbinen erhalten. Das Auftragsvolumen wurde auf knapp 1 Mrd. Dollar beziffert. Der Titel gewann daraufhin fast 3 Prozent.
Dagegen informierte der Sportartikelhersteller Nike im Zuge von Kostensenkungsmaßnahmen über ein groß angelegtes Stellenstreichungsprogramm. Der Wert gab 1,6 Prozent nach.
Der Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand konnte den Umsatz im vierten Quartal deutlich verbessern. Beim Nettoergebnis wurde aufgrund hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Wertberichtigungen ein Verlust von rund 3,3 Mrd. Dollar ausgewiesen. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde ein unerwartet hoher Gewinn ausgewiesen. Die Aktie sprang in der Folge fast 14 Prozent nach vorne.
Der Baukonzern Toll Brothers musste im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Zahl der fertiggestellten Häuser verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 1.208 auf 665. Der Auftragsbestand war zum Ende des ersten Quartals ebenfalls deutlich rückläufig. Am Ende ging es ein Prozent unten. (11.02.2009/ac/n/m)