New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch mit Abschlägen aus dem Handel. Im Fokus standen dabei vor allem einige Konjunkturdaten, Sorgen um die Banken sowie erneut die große Zahl an Quartalszahlen, allen voran Walt Disney.
Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich dem Institut for Supply Management (ISM) zufolge im Januar 2009 verbessert. So verbesserte sich der ISM-Service-Index von 40,1 Zählern im Vormonat auf nun 42,9 Zähler. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 39,0 Zähler geschätzt.
Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP hat die US-Beschäftigung im Januar erneut deutlich abgenommen. Demnach brach die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 522.000 ein. Volkswirte hatten im Vorfeld allerdings mit Schlimmerem gerechnet. Für Dezember wurde der Rückgang von vorläufig 693.000 auf 659.000 nach unten revidiert. Die Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,51 Prozent auf 7.956,66 Punkte, der S&P 500 gab 0,75 Prozent auf 832,23 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 0,08 Prozent auf 1.515,05 Punkte.
Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney gab am Vorabend seine Zahlen für das erste Quartal bekannt. Dabei verzeichnete man deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn und verfehlte die Erwartungen. Der Titel sackte daraufhin um gut 8 Prozent ab.
Anteilsscheine von Electronic Arts gewannen dagegen über 11 Prozent. Der Computerspiele-Hersteller ist im abgelaufenen Quartal weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und kündigte zudem den Abbau von 1.100 Arbeitsplätzen an. Dafür konnte offenbar der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr überzeugen.
Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat im vierten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten war der Gewinn je Aktie leicht rückläufig, wobei die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt wurden. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr kassiert. Die Anleger reagierten geschockt auf die Meldung und straften den Wert mit einem Abschlag von über 9 Prozent.
Kaum besser ist es um Papiere von Costco bestellt. Der Großhandelskonzern musste im Januar einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Zudem erklärte das Unternehmen, dass man im zweiten Quartal ein Ergebnis deutlich unterhalb der durchschnittlichen Analystenschätzung erwartet. Am Ende ging es hier fast 7 Prozent nach unten.
Die Aktie von Time Warner sackte fast 4 Prozent ab. Der Medienkonzern hat im Schlussquartal einen Verlust von 16 Mrd. Dollar eingefahren. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis Abschreibungen im Volumen von über 24 Mrd. Dollar.
Für Titel von Time Warner Cable ging es dagegen um über 3 Prozent nach oben. Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in den USA musste im vierten Quartal ebenfalls einen milliardenschweren Verlust ausweisen. Aber auch hier haben drastische Sonderbelastungen das Ergebnis gedrückt.
Daneben gewannen Titel des Lebensversicherers MetLife, der im vierten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht hat, dabei aber die Erwartungen übertreffen konnte, fast 4 Prozent zu. (04.02.2009/ac/n/m)