New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street präsentierte sich am Donnerstag mit einer Erholungsrallye. Gute Nachrichten kamen zuvor in Form der wöchentlichen Erstanträge und des Handelsbilanzdefizits. Der Dow Jones verbesserte sich um 3,94 Prozent auf 11.142,78 Punkte, während der NASDAQ Composite um 4,69 Prozent auf 2.492,68 Punkte zulegte. Der S&P 500 gewann 4,63 Prozent auf 1.172,64 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 6. August 2011 erneut verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 7.000 auf 395.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 409.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 400.000 auf 402.000 nach oben korrigiert. Derweil hat sich das US-Handelsbilanzdefizit im Juni 2011 vergrößert. Es hat sich um 4,4 Prozent auf 53,1 Mrd. US-Dollar erhöht, während Volkswirte 48,0 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Hierbei handelt es sich um das größte Defizit seit Oktober 2008. Im Mai wurde ein Passivsaldo von 50,8 Mrd. US-Dollar verbucht. Die Exporte schrumpften um 2,3 Prozent auf 170,9 Mrd. US-Dollar. Die Importe gingen um 0,86 Prozent zurück auf 223,9 Mrd. US-Dollar.
Bereits gestern nach Börsenschluss meldeten sich einige Hochkaräter mit ihren Quartalsergebnissen zu Wort. Im Blick standen dabei insbesondere die Ausweise von Cisco Systems und der News Corp. Der Netzwerkausrüster Cisco Systems konnte im vierten Geschäftsquartal 2010/11 den Umsatz leicht verbessern, musste aber dennoch einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis allerdings übertroffen. So stieg der Umsatz um 3,3 Prozent auf 11,2 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 1,2 Mrd. US-Dollar bzw. 22 Cents je Aktie beziffert. Im Vorjahresquartal hatte Cisco Systems noch ein Nettoergebnis von 1,9 Mrd. US-Dollar erzielt. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 40 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 10,98 Mrd. US-Dollar sowie ein Ergebnis von 38 Cents je Aktie erwartet. Die Aktie von Cisco schoss um knapp 16 Prozent nach oben. Daneben legten die Anteilsscheine der News Corp. um 18,1 Prozent zu. Der Medienkonzern verzeichnete im vierten Fiskalquartal 2010/11 ebenfalls einen Umsatzanstieg und einen Gewinnrückgang. Allerdings konnten auch hier die Erwartungen der Analysten geschlagen werden. Der Gewinn sank von 875 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf nun 683 Mio. US-Dollar bzw. 26 Cents je Aktie. Das bereinigte EPS wurde mit 38 Cents angegeben. Der Umsatz stieg von 8,11 Mrd. US-Dollar auf 8,96 Mrd. US-Dollar an. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 8,46 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 30 Cents je Aktie prognostiziert.
Auch heute gab es wieder einige interessante Quartalsberichte. Sara Lee konnte im vierten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten und die Gewinnerwartungen der Analysten erreichen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Sara Lee einen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 89 bis 95 Cents je Aktie, während Analysten hier ein EPS von 1,07 US-Dollar erwarten. Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns gaben um 1,3 Prozent nach. Daneben ging es für die Aktie von Kohl´s (Kohl`s) um 7,3 Prozent nach oben. Der Einzelhändler hat beim Gewinn im zweiten Quartal zugelegt. Dabei profitierte man von verbesserten Margen und einer Kostenkontrolle. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde der Jahresausblick angehoben. Elizabeth Arden verbesserten sich um 15,5 Prozent, nachdem der Kosmetikkonzern seinen Gewinn im vierten Fiskalquartal 2010/11 dank des schwachen US-Dollars und Kosteneinsparungen ausweiten und die Gewinnschätzungen der Analysten schlagen konnte. Schließlich verteuerten sich Wendy`s (The Wendys) um 9 Prozent. Der Fast-Food-Konzern hat im zweiten Quartal einen leicht höheren Gewinn erzielt und profitierte dabei von niedrigeren Sonderbelastungen. Indes wurde der Ausblick bestätigt.
Des Weiteren standen heute zudem die Papiere des Internet-Anbieters AOL mit einem Aufschlag von 12,2 Prozent im Blick. Der Konzern hat ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 250 Mio. US-Dollar ermächtigt. AmerisourceBergen hat heute ebenfalls ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Rückkauf eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 750 Mio. US-Dollar ermächtigt. Zuvor hatte der Konzern eigenen Angaben zufolge ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Die Papiere des Pharmagroßhändlers verteuerten sich um 6,2 Prozent. (11.08.2011/ac/n/m)