New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Montag mit kräftigen Gewinnen aus dem Handel gehen. US-Notenbankchef Bernanke hat sich heute in einer Rede vor dem US-Repräsentantenhaus für weitreichende Maßnahmen zur Stimulierung der derzeit angeschlagenen US-Konjunktur ausgesprochen. Nach Aussage von Bernanke haben die zuletzt verabschiedeten Maßnahmen zur Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte zu einer deutlichen Beruhigung der Gesamtlage beigetragen. Dennoch gebe es in der Realwirtschaft nach wie vor unübersehbare Anzeichen für einen Abschwung der sich über mehrere Quartale hinziehen könnte.
Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im September 2008 überraschend angewachsen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert hatten. Für August wurde die Abnahme um vorläufig 0,5 auf 0,9 Prozent revidiert.
Der Dow Jones gewann am Ende 4,67 Prozent auf 9.265,43 Punkte, der S&P 500 legte 4,77 auf 985,40 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 3,43 Prozent auf 1.770,03 Punkte.
Im Energiesektor sorgte eine milliardenschwere Übernahme für Aufsehen. Wie der Kraftwerksbetreiber Exelon am Sonntag bekannt gab, will er den Energieversorger NRG Energy für rund 6,2 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Mit einer Erzeugungskapazität von rund 47.000 Megawatt würde durch einen Zusammenschluss der größte Energieversorger in den USA entstehen. Die Aktie von NRG lag mit rund 29 Prozent im Plus, während Titel von Exelon kaum verändert tendierten.
Daneben stand ein Bericht des "Wall Street Journal" im Blick, demzufolge die Hoffnungen auf eine Übernahme von Chrysler durch General Motors schwinden, da GM nach wie vor nicht in der Lage ist, die für eine Transaktion notwendige Finanzierung zu sichern. Die Aktie von GM tendierte rund 1,5 Prozent fester.
Die Aktie von Halliburton verfestigte sich um fast 14 Prozent. Der Ölfeld-Servicedienstleister musste im dritten Quartal aufgrund von negativen Einmaleffekten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen allerdings mehr als erfüllt.
Papiere des Industriekonzerns Eaton, der seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal unerwartet deutlich gesteigert hat, zogen 1,8 Prozent an. Der gesenkte Ausblick wird dabei offenbar nur am Rande wahrgenommen.
Der Spielwarenhersteller Mattel hat im letzten Vierteljahr etwas mehr verdient. An den Erwartungen der Analysten ist der Konzern allerdings vorbeigeschrammt. Die Aktie verlor daraufhin knapp 2 Prozent. Anteilsscheine des Mitbewerbers Hasbro, der die Prognosen trotz Ergebnisrückgang übertroffen hat, gaben mehr als 4 Prozent ab. (20.10.2008/ac/n/m)