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07.04.2010 22:29

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Wall Street-Schluss: Dow Jones gibt nach Verbraucherkrediten deutlich nach

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New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die US-Börsen bereits gestern unentschlossen agierten, setzte sich auch heute dieser negative Trend fort. Der Dow Jones Industrial Average verlor am Ende 0,66 Prozent auf 10.897,52 Zähler. Der S&P 500 sank um 0,59 Prozent auf 1.182,44 Zähler. Der Nasdaq Composite wiederum gab um 0,23 Prozent auf 2.431,16 Punkte ab.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet in der ersten Jahreshälfte 2010 für die USA ein stärkeres Wirtschaftswachstum als in Japan und den drei größten Euroländern (Deutschland, Frankreich und Italien). So wird für die USA ein Wachstum von 2,4 Prozent im ersten Quartal und 2,3 Prozent im zweiten Quartal prognostiziert (viertes Quartal 2009: 5,6 Prozent). Weiteren Angaben zufolge ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 2. April 2010 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 11,0 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 1,3 Prozent ausgewiesen worden. Als weiteren Belastungsfaktor erwiesen sich die Öllagerdaten. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 2,0 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Plus von 1,1 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 2,5 Millionen Barrel ausgewiesen.

Am Abend wurden dann die Daten zur Entwicklung der Verbraucherkredite veröffentlicht. Das Volumen der Verbraucherkredite ist im Februar 2010 um 11,5 Mrd. Dollar gesunken. Insgesamt ging das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 5,6 Prozent auf 2,448 Billionen Dollar zurück. Im Januar stiegen die Verbraucherkredite revidiert um 5,2 Prozent, nach einem revidierten Rückgang um 3,7 Prozent im Dezember. Zuvor hatte auch Fed-Chef Ben Bernanke keine gute Stimmung an den Märkten erzeugen können. In Dallas erklärte er, dass die US-Wirtschaft noch lange nicht über den Berg sei.

Auf der Unternehmensseite hat die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines Co. für den Monat März einen Passagieranstieg ausgewiesen. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Berichtszeitraum insgesamt 9,155 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich um 3,7 Prozentpunkte auf 81,0 Prozent. Am Ende standen die Papiere von Southwest mit 1,1 Prozent im Minus.

Die Delta Air Lines legte heute ebenfalls die Verkehrszahlen für den Monat März 2010 vor. Die US-Fluggesellschaft verzeichnete dabei deutlich erhöhte Passagierzahlen sowie eine verbesserte Auslastung. Demnach wurden 14,05 Millionen Passagiere befördert, nach 13,74 Millionen im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von 2,3 Prozent entspricht. Die Zahl der verkauften Sitzmeilen verbesserte sich um 3,0 Prozent auf 16,07 Milliarden, während die Zahl der angebotenen Sitzmeilen um 1,6 Prozent auf 19,08 Milliarden zurückging. Der Sitzladefaktor verbesserte sich deutlich um 3,7 Prozentpunkte auf 84,2 Prozent. Die Aktien von Delta Air Lines schlossen 3,3 Prozent schwächer.

Der amerikanische Saatgut- und Agrarchemiekonzern Monsanto Co. verbuchte aufgrund eines wachsenden Wettbewerbsdrucks im zweiten Geschäftsquartal (per 28. Februar) ein geringeres Ergebnis. So schrumpfte der Nettogewinn von 1,09 Mrd. Dollar bzw. 1,97 Dollar je Aktie auf nun 887 Mio. Dollar bzw. 1,60 Dollar pro Aktie. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten belief sich auf 1,70 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Vorjahresergebnis von 2,16 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,73 Dollar erwartet. Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 rechnet das Unternehmen inzwischen nur noch mit einem EPS am unteren Ende der Prognose von 3,10 bis 3,30 Dollar. Die Analystenschätzungen liegen bei einem Gewinn von 3,28 Dollar. Bis zum Ende verloren die Titel von Monsanto über 2 Prozent.

Der US-amerikanische Restaurantbetreiber CKE Restaurants Inc. hat ein weiteres Übernahmeangebot erhalten. Unternehmensangaben zufolge sei eine weitere Übernahmeofferte eingegangen. Nähere Einzelheiten über den gebotenen Übernahmepreis oder Angaben zur Identität des Kaufinteressenten wurden nicht bekannt gegeben. Im Februar dieses Jahres hatte der Konzern bereits einer Übernahmeofferte von Thomas H. Lee Partners L.P. in Höhe von 11,05 Dollar je Aktie in bar zugestimmt. Wie der Restaurantkettenbetreiber weiter ausführte, sei die neu eingetroffene Offerte jedoch höher zu bewerten. Die CKE-Aktien verzeichneten einen Kursgewinn von knapp 6,6 Prozent.

Die US-amerikanische Einzelhandelskette Family Dollar Stores Inc. konnte im zweiten Quartal einen Ergebnisanstieg vorweisen. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 112,2 Mio. Dollar bzw. 81 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 84,1 Mio. Dollar bzw. 60 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 78 Cents geschätzt. Am Ende standen die Titel von Family Dollar Stores mit 3 Prozent im Plus. (07.04.2010/ac/n/m)

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