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10.11.2011 22:19

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Wall Street-Schluss: Dow Jones kann deutlich zulegen, Cisco gesucht

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach den drastischen Vortagesverlusten zeigte sich die Wall Street am Donnerstag mit klaren Erholungstendenzen. Dabei richtete sich der Fokus der Marktteilnehmer auf eine Reihe aktueller Konjunkturdaten. Dennoch blieb auch die weiter schwelende Schuldenkrise in Italien im Blickfeld der US-Anleger. Der Dow Jones gewann am Ende 0,96 Prozent auf 11.893,86 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,13 Prozent auf 2.625,15 zulegte. Der S&P 500 zog unterdessen um 0,86 Prozent auf 1.239,70 Punkte an.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich unterdessen in der Woche zum 5. November 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 10.000 auf 390.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 400.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 397.000 auf 400.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel um 5.250 auf 400.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Das Handelsbilanzdefizit hat sich im September 2011 um 4,0 Prozent auf 43,1 Mrd. US-Dollar reduziert, während Volkswirte 45,9 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im August wurde ein Passivsaldo von 44,9 Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei wuchsen die Exporte um 1,4 Prozent auf 180,4 Mrd. US-Dollar. Die Importe zogen um 0,3 Prozent an auf 223,5 Mrd. US-Dollar. Beim Außenhandel mit China sank der Passivsaldo auf 28,1 Mrd. US-Dollar, nach 29,0 Mrd. US-Dollar im August. Daneben haben sich die Außenhandelspreise im Oktober 2011 reduziert. So fielen die Ausfuhrpreise um 2,1 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 1,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen sie im vorangegangenen Monat um 0,2 Prozent zugelegt hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Rückgang um 0,6 Prozent, nach unveränderten Preisen im September. Ferner schrumpften die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, nachdem im September ein Plus von 0,2 Prozent ausgewiesen worden war. Das US-Haushaltsdefizit belief sich dabei im Oktober auf 98,5 Mrd. US-Dollar und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats von 140,4 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen zu Beginn des neuen Fiskaljahres bei 261,5 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 163,1 Mrd. US-Dollar.

Unternehmensseitig richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer heute auf Cisco Systems . Der Technologiekonzern legte bereits gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2011/12 vor. Während der Umsatz um 4,7 Prozent auf 11,26 Mrd. US-Dollar anstieg, ging der Gewinn leicht auf 1,8 Mrd. US-Dollar bzw. 33 Cents je Aktie zurück. Die Erwartungen wurden dennoch auf bereinigter Basis klar übertroffen. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Plus von 5,7 Prozent.

Papiere von Viacom (Viaco b) kletterten derweil um 5 Prozent nach oben. Der Medienkonzern meldete heute, dass sich sein Gewinn im vierten Quartal verdreifacht hat, was mit einer starken Entwicklung in den Bereichen Filmed Entertainment und Media Networks zusammenhängt. Die Erwartungen konnten damit auf bereinigter Basis geschlagen werden. Darüber hinaus hat das Board des Konzerns beschlossen, das Volumen des laufenden Aktienrückkaufprogramms von 4 Mrd. US-Dollar deutlich auf 10 Mrd. US-Dollar aufzustocken.

Der Pharmakonzern Merck & Co. hat unterdessen eine Dividendenerhöhung angekündigt. Demnach hat das Board of Directors eine Anhebung der Quartalsdividende auf 42 Cents je Aktie beschlossen, nachdem man zuvor eine Dividende von 38 Cents pro Quartal an die Aktionäre ausgeschüttet hatte. Ferner will der Konzern auch in 2012 an seinem profitablen Wachstumskurs festhalten. Die Unternehmensaktie reagierte auf die Ankündigung mit einem Plus von 3,5 Prozent.

Um 0,6 Prozent nach oben ging es indes für die Aktie von Caterpillar . Der Baumaschinenhersteller könnte Presseangaben zufolge für rund 887 Mio. US-Dollar die ERA Mining Machinery mit Sitz in Hongkong übernehmen. Durch eine Übernahme hätte Caterpillar einen größeren Zugang zum chinesischen Markt, in dem zurzeit eine starke Nachfrage nach Bergbauausrüstung vorherrscht, heißt es in einem Zeitungsbericht.

PepsiCo meldete derweil, dass man das brasilianische Unternehmen Mabel, einen Hersteller von Gebäck, Keksen und Snacks, übernehmen wird. Mit der Akquisition wird PepsiCo in Brasilien insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigen und 19 Produktionsstätten für Nahrungsmittel und Getränke betreiben. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die PepsiCo-Aktie bewegte sich mit 1,1 Prozent im Plus.

Der Anteilschein von Kohl´s (Kohl`s) konnte um 2 Prozent zulegen, nachdem der Einzelhändler heute für das dritte Quartal eine Gewinn- und Umsatzsteigerung meldete. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen wurde ein Anstieg von 2,1 Prozent verzeichnet. Neben gestiegenen Umsatzerlösen konnte die Einzelhandelskette auch von leicht verbesserten Margen profitieren. (10.11.2011/ac/n/m)

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