New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Freitag weitgehend mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Nach den herben Kursverlusten am Donnerstag, ging lange Zeit erneut nach unten. Erst kurz vor Handelsschluss dreht der
Dow Jones ins Plus. Im Fokus stand zum Wochenschluss vor allem die Situation auf dem Arbeitsmarkt.
Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Februar 2009 klar verschlechtert. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 8,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 7,6 Prozent gelegen hatte. Das ist der höchste Stand seit Dezember 1983. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 7,9 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 651.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen Stellenabbau um 650.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Minus von 655.000 im Januar.
Der Dow Jones gewann am Ende 0,49 Prozent auf 6.626,94 Punkte, der S&P 500 legte 0,12 Prozent auf 683,38 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 0,44 Prozent auf 1.293,85 Punkte.
Die Bankgesellschaft Wells Fargo wird künftig eine deutlich geringere Dividende an ihre Aktionäre auszahlen. Durch diese Maßnahme will man jährliche Einsparungen von rund 5 Mrd. Dollar generieren. Weiterhin wurde bekannt, dass sich das operative Geschäft in den ersten beiden Monaten des laufenden Fiskaljahres sehr gut entwickelt habe. Die Aktie gewann rund 6 Prozent. Bei den Wettbewerbern Citigroup (+1 Prozent) und Bank of America (-1 Prozent) herrschte dagegen Unsicherheit vor.
Der Automobilzulieferer BorgWarner hat vor dem Hintergrund der schwierigen Situation in der Automobilindustrie seine Quartalsdividende ausgesetzt. Für 2009 peilt der Konzern aber weiterhin ein positives Jahresergebnis sowie einen positiven Cash Flow an. Der Wert verlor fast 5 Prozent.
Papiere des angeschlagenen Autobauers GM, der gestern vor einer möglichen Pleite gewarnt hat, befanden sich indes mit einem Minus von mehr als 22 Prozent weiter auf dem absteigenden Ast. Zwischenzeitlich wurde der tiefste Stand seit 1933 erreicht.
Das auf Steuerberatung spezialisierte Unternehmen H&R Block hat im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz deutlich steigern können und dabei wieder schwarze Zahlen geschrieben. Außerdem wurden die Erwartungen deutlich in den Schatten gestellt. Die Aktie rückte um fast 8 Prozent vor.
Papiere des Halbleiterherstellers Marvell Technology, der im Schlussquartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen musste, sprangen ebenfalls um über 7 Prozent. Auf bereinigter Basis hat das Unternehmen nämlich überraschend gut verdient. Außerdem wurde der Abbau von weltweit rund 850 Stellen angekündigt.
Der Buchhändler Borders Group hat ein groß angelegtes Stellenabbauprogramm angekündigt. Demnach werde man konzernweit rund 742 Stellen abbauen. Die Aktie gewann fast 2 Prozent. (06.03.2009/ac/n/m)