New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Donnerstag mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Nachdem es bereits gestern mehr als 2 Prozent nach unten ging, herrschte bis zum Nachmittag Verkaufspanik vor. Besonders die Technologiewerte an der
Nasdaq mussten drastische Verluste hinnehmen. Angeheizt wurde die schlechte Stimmung durch Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke, der in dem anhaltend hohen
Ölpreis Inflationsgefahren sieht. Zuvor waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. Im Handelsverlauf konnten die Verluste aber wieder deutlich reduziert werden.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 13.266,29 Zählern. Der S&P 500 gab 0,06 Prozent auf 1.474,77 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 1,92 Prozent leichter und ging bei 2.696,00 Punkten aus dem Handel.
An der Technologiebörse NASDAQ knickten Papiere von Cisco Systems um fast 10 Prozent ein. Der Technologiekonzern trumpfte am Vorabend zwar mit unerwartet starken Quartalszahlen auf, jedoch sind die Anleger zunehmend skeptisch, ob das hohe Wachstum angesichts der Kreditkrise in den USA auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann.
Die Aktie von Ford gewann am Ende mehr als 3,5 Prozent. Der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA konnte seinen Verlust im abgelaufenen Quartal drastisch verringern und hat die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.
Der weltgrößte Versicherungskonzern AIG hat im letzten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen und die Prognosen klar verfehlt. Am Ende verzeichnete die Aktie einen Abschlag von mehr als 3 Prozent.
Der Versicherungsbroker Marsh & McLennan verbuchte im dritten Quartal aufgrund von positiven Einmaleffekten einen deutlichen Ergebnisanstieg. Operativ wurde jedoch ein Gewinnrückgang ausgewiesen. Die Aktie gewann 1,3 Prozent.
Bei den Einzelhandelswerten stehen vergleichbaren US-Umsätze für Oktober auf der Agenda. Wal-Mart meldete als Branchenführer leicht gesteigert vergleichbare Oktober-Umsätze. Die Aktie gab dennoch ein halbes Prozent nach. Target, der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, konnte die vergleichbaren Umsätze im Oktober um 4,1 Prozent steigern. Hier notierte die Aktie kaum verändert.
Der Medienkonzern News Corp. hat im ersten Fiskalquartal 2007/08 den Umsatz deutlich gesteigert und trotz Gewinnrückgang die Erwartungen übertroffen. Die Aktie konnte daraufhin gegen den Trend 3,5 Prozent zulegen.
Anteilsscheine von Charter Communications befanden sich indes im freien Fall und knickten um rund 35 Prozent ein. Der Kabelnetzbetreiber und Telefonanbieter ist im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht.
Titel von Clear Channel Communications gab trotz erfreulicher Quartalsergebnisse 3,6 Prozent nach. Der größte Betreiber von Radiostationen in den USA verbuchte im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. Zudem konnte auch der Gesamtumsatz gesteigert werden.
Der Baukonzern Toll Brothers meldete heute, dass sein Umsatz im vierten Quartal um 36 Prozent gesunken ist, was mit einer sich ausweiteten Krise im US-Häusermarkt zusammenhängt. Der Auftragsbestand lag zum 31. Oktober 2007 um 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In der Folge gab die Aktie ein knappes Prozent nach. (08.11.2007/ac/n/m)