New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street stand am Dienstag unter Druck. Die Anleger nahmen mehrheitlich Gewinne mit, besonders bei den Technologiewerten. Zudem hielt die Berichtssaison die Investoren weiter in Atem. Der Dow Jones schloss bei nahezu unverändert 12.807,51 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,71 Prozent auf 2.841,62 Punkte nachgab. Der S&P 500 fiel um 0,34 Prozent auf 1.356,62 Punkte.
Der Auftragseingang für Industriegüter ist im März 2011 unerwartet kräftig angewachsen. Demnach kletterte der US-Auftragseingang für Industriegüter um 3,0 Prozent, während Volkswirte nur ein Plus von 1,8 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Zuwachs von revidiert 0,7 Prozent (vorläufig: -0,1 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um revidiert 2,9 Prozent (vorläufig: +2,5 Prozent) über dem Vormonatsniveau.
Im Automobilsektor sorgten die US-Absatzzahlen für April 2011 für Furore. Der Branchenführer General Motors (GM) konnte einen Absatzzuwachs von 26,4 Prozent auf 232.538 Fahrzeuge erzielen. Die Aktie gewann daraufhin um 2,5 Prozent. Der Branchenzweite Ford Motor hat im April 2011 den Absatz um 16,4 Prozent auf 189.778 Fahrzeuge. Die Ford-Aktie verlor wiederum 0,5 Prozent.
Im Blick standen insbesondere auch die Aktien von Pfizer . Der größte Pharmahersteller der Welt steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal um 10 Prozent. Dabei profitierte man unter anderem von niedrigeren Kosten in Zusammenhang mit der Wyeth-Übernahme sowie einer geringeren Steuerlast. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Der Nettogewinn betrug demnach 2,22 Mrd. US-Dollar bzw. 28 Cents pro Aktie, nach 2,03 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn betrug 60 Cents (Vorjahr: 60 Cents) pro Aktie. Der Umsatz lag mit 16,50 Mrd. US-Dollar nahezu auf Vorjahresniveau (16,58 Mrd. US-Dollar). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 59 Cents je Aktie und einem Umsatz von 16,65 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel gab um 2,8 Prozent nach. Indes verbesserte MasterCard im ersten Quartal 2011 dank steigender Umsätze das Ergebnis klar. Während sich der Konzernumsatz von 1,31 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal auf nun 1,50 Mrd. US-Dollar erhöhte, kletterte der Nettogewinn um 23,6 Prozent auf nun 562 Mio. US-Dollar bzw. 4,29 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 4,08 US-Dollar bei Umsätzen von 1,46 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie des Kreditkartenanbieters verbesserte sich um 2,6 Prozent.
Emerson Electric (Emerson Electric) verbilligten sich um 6,5 Prozent. Das Industriekonglomerat steigerte seinen Gewinn im zweiten Quartal angesichts deutlich höherer Umsätze um 38 Prozent. Die Erwartungen wurden damit jedoch knapp verfehlt. Indes wurde die Jahresprognose angehoben. Archer Daniels Midland verloren derweil um 6,7 Prozent an Wert, nachdem der Agrarkonzern im dritten Quartal mit einem Ergebnisplus aufwarten konnte. Molson Coors Brewing (Molson Coors Brewing Company (MCBC)) fielen um knapp 6 Prozent nach unten, nachdem der Bierkonzern im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste und dabei die Analystenschätzungen deutlich verfehlte.
Avon Products (Avon Products) erhöhte seinen Gewinn im ersten Quartal. Auch beim Umsatz konnte der Konzern weiter wachsen. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei geschlagen. Der Anteilsschein des Kosmetikkonzerns verteuerte sich um 4,5 Prozent. Tenet Healthcare konnte derweil im ersten Quartal 2011 infolge einer höheren Steuerlast nicht an das Vorjahresergebnis anschließen. Das Papier des Klinikbetreibers verschlechterte sich um 1,6 Prozent. Henry Schein verbilligten sich um 0,7 Prozent. Das Handelsunternehmen für Medizintechnik konnte im ersten Quartal 2011 dank einer positiven Entwicklung aller Geschäftseinheiten ein Rekordergebnisplus ausweisen.
Beazer Homes USA (Beazer Homes USA) gaben um 5 Prozent nach. Der Baukonzern für Eigenheime musste im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen und rutschte deutlich in die roten Zahlen. Die Analystenerwartungen wurden verfehlt. Level 3 Communications konnte zwar seinen Verlust im ersten Quartal reduzieren, verfehlte aber die Gewinnerwartungen der Analysten. Die Umsatzerlöse wurden allerdings gleichzeitig erhöht. Die Aktie gewann 0,6 Prozent an Wert. Die Aktie von Legg Mason gab um 5,3 Prozent nach, nachdem der Vermögensverwalter im vierten Quartal mit einem Gewinnplus aufwarten konnte.
Schließlich verbesserten sich Northrop Grumman um 1,4 Prozent. Der Rüstungskonzern hat den Rückkauf eigener Aktien bekannt gegeben. Dabei wurden insgesamt 15.583.606 eigene Aktien zu jeweils 64,17 US-Dollar erworben. Der Gesamtwert der Transaktion wurde auf rund 1 Mrd. US-Dollar beziffert. (03.05.2011/ac/n/m)