New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes konnten am Donnerstag deutlich fester aus dem Handel gehen. Damit knüpfte die Wall Street an die deutlichen Zugewinne vom Vortag an. Der Dow Jones verbesserte sich um 1,68 Prozent auf 11.123,33 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,88 Prozent auf 2.506,82 Zähler stieg. Der S&P 500 legte um 1,83 Prozent auf 1.164,97 Punkte zu.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 1. Oktober 2011 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 401.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 402.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 391.000 auf 395.000 nach oben korrigiert.
Marriott International (Marriott International) verbesserten sich um 2,1 Prozent, nachdem der größte Hotelbetreiber in den USA gestern nach Börsenschluss verlautbarte, dass man im dritten Quartal 2011 Zuwächse beim Umsatz und beim bereinigten Gewinn ausweisen konnte. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. So erhöhte sich der Umsatz um 9 Prozent auf 2,87 Mrd. US-Dollar. Der Nettoverlust belief sich auf 179 Mio. US-Dollar bzw. 52 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 83 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt wurde ein Gewinn von 104 Mio. US-Dollar bzw. 29 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 27 Cents je Aktie und einem Umsatz von 2,83 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Ebenfalls bereits gestern gab es eine traurige Nachricht von Apple . Der ehemalige Konzernchef des Technologiekonzerns, Steve Jobs, ist tot. Jobs starb am Mittwoch im Alter von 56 Jahren. Der schwer erkrankte Manager war Ende August von seinem Amt als Apple-CEO zurückgetreten und hatte Tim Cook, der zuvor als COO bei Apple tätig war, die Führung des Apple-Konzerns überlassen. Jobs hatte in der Vergangenheit mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste sich mehrfach krankheitsbedingt für längere Zeit aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Die Aktie von Apple notierte 0,2 Prozent leichter.
Im Blick standen heute ferner die Anteilsscheine von Corning . Der Technologiekonzern hat gestern Abend einen milliardenschweren Aktienrückkauf angekündigt und die Dividende angehoben. So hat das Board of Directors die Anhebung der Quartalsdividende auf 0,075 US-Dollar je Aktie beschlossen. Zuletzt hatte der Konzern eine Quartalsdividende von 0,05 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet. Außerdem wurde ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. US-Dollar beschlossen. Das Papier verteuerte sich um 7,1 Prozent.
Für eine positive Überraschung sorgte heute Constellation Brands (Constellation Brand a). Der Wein- und Spirituosenkonzern hat im zweiten Quartal eine deutliche Gewinnsteigerung erzielt und die Erwartungen auf bereinigter Basis übertroffen. Dabei profitierte man von Kostensenkungen und stärkeren Umsätze in Nordamerika. Zudem wurde der Ausblick erhöht. Der Nettogewinn belief sich auf 162,7 Mio. US-Dollar bzw. 76 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 91,3 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis lag bei 77 Cents pro Aktie. Der Umsatz sank in erster Linie aufgrund des Verkaufs der Wein-Aktivitäten in Australien und Großbritannien um 20 Prozent auf 690,2 Mio. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 66 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 667,9 Mio. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von 2,00 bis 2,10 US-Dollar (zuvor: 1,90 bis 2,00 US-Dollar). Der Titel verbesserte sich um 9 Prozent.
Microsoft wird indes einem Pressebericht zufolge aller Voraussicht nach die Genehmigung der EU-Kommission für seine geplante Übernahme des Internet-Telefonie-Anbieters Skype erhalten. Damit würde Microsoft eine weitere wichtige Hürde nehmen, nachdem im Juni bereits die U.S. Federal Trade Commission (FTC) grünes Licht gegeben hatte. Die Aktie des Software-Konzerns legte um 1,7 Prozent zu.
Der US-Gesundheitsdienstleister Express Scripts hat heute seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigiert. Dabei erwartet man nunmehr für das laufende Fiskaljahr ein EPS von 2,95 bis 3,05 US-Dollar. Zuletzt hatte der Konzern hier ein EPS von 3,15 bis 3,25 US-Dollar in Aussicht gestellt. Dabei verwies der Konzern unter anderem auf das schwierige makroökonomische Umfeld. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 3,15 US-Dollar aus. Die Aktie von Express Scripts gewann 11,4 Prozent.
Schließlich meldeten heute noch diverse Handelskonzerne Umsatzzahlen für den Monat September. Macy`s (Macys) hat ihre vergleichbaren Umsätze im September 2011 gesteigert. So erhöhten sich die so genannten Same-Store Sales um 4,9 Prozent, während Analysten im Vorfeld nur einen Anstieg um 4,4 Prozent prognostiziert hatten. Der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 1. Oktober 2011 nahm um 5,3 Prozent auf 2,3 Mrd. US-Dollar zu. Die Aktie der Kaufhauskette verteuert sich um 1 Prozent. Target legten um 4,3 Prozent zu. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA erhöhte im September die vergleichbaren Umsätze um 5,3 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Daneben kletterte der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 1. Oktober 2011 gegenüber der Vorjahresperiode um 6,5 Prozent auf 5,92 Mrd. US-Dollar.
TJX (TJX Cos) verbesserte den Gesamtumsatz im abgelaufenen Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg um 4 Prozent ausgewiesen. Die Aktie der Bekleidungskette verlor 1,4 Prozent an Wert. Der Konkurrent Gap steigerte indes seinen konsolidierten Gesamtumsatz im September leicht von 1,34 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat auf nun 1,35 Mrd. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde aber ein Minus von 4,0 Prozent ausgewiesen. Der Titel verbesserte sich um 2,0 Prozent. Kohl´s (Kohl`s) rückten um 1,2 Prozent vor. Der Einzelhändler verbesserte die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, um 4,1 Prozent.
Der US-Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) musste im September 2011 einen Rückgang bei den Same-Store Sales verbuchen. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das dritte Quartal gesenkt. Demnach sind die vergleichbaren Umsätze um 0,6 Prozent zurückgegangen. Analysten waren im Vorfeld von einer Zunahme der so genannten Same-Store Sales um 0,6 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 1. Oktober 2011 fiel um 3,6 Prozent auf 1,43 Mrd. US-Dollar. Für das dritte Quartal rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn von 10 bis 15 Cents pro Aktie, ohne eine restrukturierungsbedingte Sonderbelastung von 22 Cents pro Aktie. Einschließlich der Belastung wird demnach ein Verlust von 7 bis 12 Cents pro Aktie in Aussicht gestellt, nach einem bisher erwarteten Gewinn von 15 bis 20 Cents pro Aktie (inkl. Sonderbelastung von 5 Cents pro Aktie). Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 16 Cents. Die Aktie von JCPenney gewann 2,8 Prozent. (06.10.2011/ac/n/m)