New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street verzeichnete am Donnerstag uneinheitliche Tendenzen. Dabei konnten die US-Börsen die Kursverluste von Handelsbeginn in Folge relativ schwacher Konjunkturdaten am Ende jedoch klar hinter sich lassen. Ferner rückt die anlaufende Berichtssaison verstärkt in das Blickfeld der Anleger. Nach Börsenschluss wird hier Google über das Geschäft im abgelaufenen Quartal berichten. Der Dow Jones gewann 0,12 Prozent auf 12.285,15 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,05 Prozent auf 2.760,22 Punkte nachgab. Der S&P 500 stieg um 0,01 Prozent auf 1.314,52 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 9. April 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 27.000 auf 412.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 385.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 382.000 auf 385.000 nach oben korrigiert. Indes haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im März 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Preise um 0,7 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise stiegen die Preise in der Kernrate um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 1,1 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im Februar hatten die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 1,6 Prozent angezogen. Für die Kernrate war im Februar ein Plus von 0,2 Prozent ermittelt worden.
Im Blick der Investoren stehen heute bereits einige Quartalsausweise. SUPERVALU konnte im vierten Geschäftsquartal nicht das entsprechende Vorjahresergebnis erreichen. So verringerten sich die Umsatzerlöse der Supermarktkette auf 8,66 Mrd. US-Dollar, nach 9,21 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Ferner sank der Nettogewinn von 97 Mio. US-Dollar auf nun 95 Mio. US-Dollar bzw. 44 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS ebenfalls 44 (Vorjahr: 62) Cents. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von 34 Cents bei Umsätzen von 8,72 Mrd. US-Dollar geschätzt. Die Aktie schoss um rund 16,9 Prozent nach oben. Hasbro verbilligten sich gleichzeitig um etwa 3 Prozent. Der Spielzeughersteller musste im ersten Quartal einen leichten Umsatzrückgang auf 672,0 Mio. US-Dollar hinnehmen. Beim Nettogewinn verzeichnete man einen deutlichen Abschlag auf 17,2 Mio. US-Dollar bzw. 12 Cents je Aktie, nach 58,9 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Dennoch zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich, im Gesamtjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisplus abschließen zu können. Analysten hatten zuvor ein EPS von 17 Cents bei Umsatzerlösen von 660,3 Mio. US-Dollar erwartet.
Check Point Software (Check Point Software Technologies) gewannen nach Zahlen zum ersten Quartal um 3 Prozent. Dabei lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 281,3 Mio. US-Dollar um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 122,1 Mio. US-Dollar bzw. 57 Cents je Aktie, nach zuvor 98,0 Mio. US-Dollar. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde ein bereinigter Gewinn von 64 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 62 Cents bei Umsatzerlösen von 276,7 Mio. US-Dollar erwartet. Der Halbleiterhersteller Fairchild Semiconductor (Fairchild Semiconductor International) konnte im ersten Quartal ebenfalls mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. Während der Umsatz von 378,0 Millionen US-Dollar auf 413,0 Mio. US-Dollar erhöht wurde, verbesserte sich der Nettogewinn auf 43,5 Mio. US-Dollar bzw. 33 Cents je Aktie, nach zuvor 22,6 Mio. US-Dollar. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde ein bereinigter Gewinn je Aktie von 39 Cents ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 36 Cents sowie einen Umsatz von 413,3 Mio. US-Dollar erwartet. Der Titel verbilligte sich um 4,6 Prozent.
Der Autobauer Ford (Ford Motor) hat heute einen millionenfachen Rückruf angekündigt. Demnach ruft der zweitgrößte Automobilkonzern in den USA 1,2 Millionen Fahrzeuge vom Typ F-150 in die Werkstätten. Der Pick-up hat offenbar vereinzelt Probleme mit selbstzündenden Airbags. Davon betroffen sind auch einige Fahrzeuge des Schwestermodells Lincoln Mark LT. Die zurückgerufenen Modelle wurden zwischen 2004 und 2006 gebaut. Die Ford-Aktie verlor 1,1 Prozent.
Zahlen für das erste Quartal gab es zudem vom Autoversicherer Progressive . Das Unternehmen konnte den Nettogewinn von 296,6 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 362,9 Mio. US-Dollar bzw. 55 Cents je Aktie steigern. Analysten hatten zuvor ein EPS von 43 Cents erwartet. Der Anteilsschein verschlechterte sich um 1,3 Prozent. (14.04.2011/ac/n/m)