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04.05.2011 22:24

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Wall Street-Schluss: Dow Jones schließt klar im Minus, Konjunkturdaten belasten

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Mittwoch nach relativ verhaltenen Arbeitsmarktdaten und einem enttäuschenden ISM-Service-Index deutlich schwächer aus dem Handel gehen. Ferner standen diverse Quartalsausweise und Neuigkeiten von der Akquisitionsfront im Blick. Der Dow Jones verlor 0,66 Prozent auf 12.723,58 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,47 Prozent auf 2.828,23 Punkte nachgab. Der S&P 500 fiel um 0,69 Prozent auf 1.347,32 Punkte.

Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im April 2011 weiter erhöht. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 179.000. Hierbei wuchs die Zahl um 41.000 im Produzierenden Gewerbe und kletterte um 138.000 im Dienstleistungsbereich. Für März war ein revidierter Anstieg um 207.000 (vorläufig: 201.000) ausgewiesen worden. Indes ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 29. April 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 4,0 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 5,6 Prozent ausgewiesen worden. Im Einzelnen stieg der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 6,0 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 0,3 Prozent zulegte. Daneben haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im April 2011 im Vergleich zum Vormonat schwächer entwickelt. So schrumpfte der ISM-Service-Index auf 52,8 Zähler, nach 57,3 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 57,4 Punkte prognostiziert.

Bereits gestern nach Börsenschluss gab es einige interessante Quartalsausweise. Der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast verlautbarte, dass sein Gewinn im ersten Quartal 2011 um 9 Prozent zulegen konnte, was auf gestiegene Nachfrage nach Kabel- und Breitband-Paketen sowie die erstmalige Einbeziehung von NBC Universal zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden übertroffen. Der Titel verschlechterte sich um 2,4 Prozent. CBS konnte indes im ersten Quartal 2011 angesichts gestiegener Werbeumsätze wieder einen Gewinn erzielen. Auch hier wurden die Erwartungen übertroffen. Zudem wurde angekündigt, die Quartalsdividende auf 10 Cents je Aktie zu verdoppeln. Die Aktie des Rundfunk- und Medienkonzerns legte um 7,8 Prozent zu. Der Fahrzeugvermieter Avis Budget (Avis Budget Group) erzielte im ersten Quartal 2011 ebenfalls wieder einen Gewinn. Dabei profitierte man von gesteigerten Umsätzen und Kostensenkungen. Die Gewinnerwartungen wurden auf bereinigter Ebene getroffen. Der Anteilsschein rückte um 2,4 Prozent vor.

Heute standen nach Quartalszahlen insbesondere die Aktien von Time Warner im Blick der Anleger. Der Medienkonzern hat im ersten Quartal angesichts fehlender Blockbuster im Filmgeschäft einen geringeren Gewinn erzielt. Allerdings konnten die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen werden. Dabei profitierte man von deutlich gestiegenen Werbeumsätzen. Zudem wurde der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Der Nettogewinn belief sich auf 653 Mio. US-Dollar bzw. 59 Cents pro Aktie, nach 725 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis lag bei 58 Cents (Vorjahr: 61 Cents) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 6 Prozent auf 6,68 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 57 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 6,45 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie verschlechterte sich um 3,3 Prozent. Ferner gaben AOL um 1,3 Prozent nach. Der Internet-Anbieter musste im ersten Quartal angesichts gestiegener Restrukturierungsaufwendungen und rückläufiger Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz sank von 664,3 Mio. US-Dollar auf 551,4 Mio. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 4,7 Mio. US-Dollar bzw. 4 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 34,7 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum wurden dabei negative Einmaleffekte in Höhe von 18 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 17 Cents bei Umsatzerlösen von 536,4 Mio. US-Dollar erwartet.

IntercontinentalExchange (Intercontinental Exchange) konnte im ersten Quartal 2011 das Ergebnis steigern und die Umsatzerlöse erhöhen. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden geschlagen. Die Aktie der Energie-Terminbörse gab um 1,4 Prozent nach. Marsh & McLennan (MarshMcLennan Cos) verbilligten sich um 1,3 Prozent. Der Versicherungsbroker wartete im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg auf und erreichte die Gewinnschätzungen der Analysten. Die Aktie des Frühstücksflockenanbieters Kellogg verschlechterte sich um 1,2 Prozent. Das Unternehmen musste im ersten Quartal 2011 infolge einer Kostensteigerung einen Ergebnisrückgang ausweisen und verfehlte die Gewinnschätzungen der Analysten.

Devon Energy (Devon Energy) gingen um 2,7 Prozent nach unten. Der Öl- und Gasproduzent hat im ersten Quartal einen deutlich geringeren Gewinn erzielt, was mit gesunkenen Erdgaspreisen und Einmaleffekten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. R.R. Donnelley & Sons (RR DonnelleySons) gewannen derweil 1,6 Prozent an Wert. Der Auftragshersteller in der Druckindustrie musste im ersten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies vor allem auf höhere Sonderbelastungen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Gleichzeitig wurde ein Aktienrückkauf angekündigt. TRW Automotive Holdings legten nach Zahlen zum ersten Quartal um 1,2 Prozent zu. Der Autozulieferer konnte die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Zudem gibt es heute auch Neuigkeiten von der Akquisitionsfront. Der Chipmaschinenhersteller Applied Materials kündigte die Übernahme des Technologiekonzerns Varian Semiconductor (Varian Semiconductor Equipment Associates) an. Dabei sollen die Anteilseigner von Varian Semiconductor im Rahmen der Transaktion jeweils 63 US-Dollar je Aktie erhalten, wobei dies einem Aufschlag von 55 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs der Aktie entspricht. Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich auf 4,9 Mrd. US-Dollar. Während Applied Materials sich um 1 Prozent verschlechterten, schossen Varian Semiconductor um 51,3 Prozent nach oben. Ferner hat auch der Lebensmittelhersteller ConAgra Foods eine milliardenschwere Übernahmeofferte angekündigt. So wurde ein Übernahmeangebot im Höhe von insgesamt 4,9 Mrd. US-Dollar (zuzüglich 2,5 Mrd. US-Dollar an Konzernverbindlichkeiten) für den US-Wettbewerber Ralcorp Holdings vorgelegt. Dabei sollen die Aktionäre von Ralcorp jeweils 86 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Am Abend wies Ralcorp Angebot jedoch zurück. Während ConAgra Foods um 3,1 Prozent zulegten, rückten Ralcorp Holdings um 4,9 Prozent vor.

Von Seiten einiger Airlines standen zudem die Passagierzahlen für April auf der Agenda. Die US Airways Group konnte den Sitzladefaktor im Berichtsmonat auf 82,6 Prozent verbessern, nach 82,7 Prozent im Vorjahresmonat. Daneben erhöhte sich die Zahl der beförderten Passagiere um 1,6 Prozent auf 4,4 Millionen. Bei Delta Air Lines wiederum lag der Sitzladefaktor bei 80,8 Prozent und damit 2,2 Prozentpunkte unter dem Vormonat. Insgesamt wurden 13,47 Millionen Passagiere befördert, nach 13,34 Millionen im Vorjahreszeitraum, was einem Anstieg um 0,9 Prozent entspricht. Die Aktie von US Airways gewann 0,9 Prozent, während die Aktie von Delta Air Lines 1,6 Prozent nachgab. (04.05.2011/ac/n/m)

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