New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte am Dienstag kräftige Zugewinne verzeichnen. Nachdem positive Konjunkturdaten aus Japan und China bereits den europäischen Handel anschoben, sorgten heimische Daten ebenfalls für Optimismus. Der Dow Jones gewann 1,03 Prozent auf 12.076,56 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,48 Prozent auf 2.678,72 Punkte zulegte. Der S&P 500 zog um 1,26 Prozent auf 1.287,87 Punkte an.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im April 2011 reduziert. Auf Monatssicht schrumpften die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent, wogegen sie im April um 0,3 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,7 Prozent prognostiziert. Ferner sind die Erzeugerpreise im Mai 2011 mit abgebremstem Tempo angestiegen. Binnen Monatsfrist erhöhten sich die Preise um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Preissteigerung von 0,1 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im April waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,8 Prozent angezogen. Die Lagerbestände in den US-Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im April 2011 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände um 0,8 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 1,3 Prozent (vorläufig: +1,0 Prozent) ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,1 Prozent verzeichnet. Im Vormonat wurde ein Anstieg von 2,4 Prozent beim Umsatz der Industrie- und Handelsunternehmen ausgewiesen.
Im Fokus standen Anteilsscheine des US-Elektronikhändlers Best Buy , die nach besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen zum ersten Quartal mit Zugewinnen von über 4,5 Prozent hervorstachen. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 10,94 Mrd. US-Dollar um 1 Prozent über dem Vorjahreswert von 10,79 Mrd. US-Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 136 Mio. US-Dollar bzw. 35 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 155 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der ausstehenden Aktien hatte sich im Vorjahresvergleich verändert. Insgesamt zeigte sich der Konzern mit der Ergebnisentwicklung im ersten Quartal zufrieden, wobei man vor allem auf die verbesserte Umsatzentwicklung und die starken Zuwächse im Online-Segment verwies. Analysten hatten zuvor ein EPS von 33 Cents bei Umsatzerlösen von 10,70 Mrd. US-Dollar erwartet.
Geschäftszahlen wurden daneben auch von FactSet Research Systems (Factset Research Systems) vorgelegt. Dabei konnte der auf Software-Lösungen für die Finanzbranche spezialisierte Konzern die Gewinnerwartungen der Analysten im dritten Quartal erfüllen. Dennoch musste die Aktie 4,2 Prozent abgeben.
Deutliche Zugewinne waren beim US-Fahrzeugvermieter Avis Budget (Avis Budget Group) auszumachen, die um 7,6 Prozent anzogen. Am Morgen hatte der Konzern die Übernahme der britischen Avis Europe angekündigt. Dabei sollen die Aktionäre von Avis Europe im Rahmen der heute geschlossenen Vereinbarung zwischen beiden Konzernen jeweils 315 Pence je Avis-Europe-Anteilsschein erhalten. Dies entspricht einem Aufschlag von 60,2 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom Vortag. Insgesamt beläuft sich das Volumen der Transaktion auf rund 636 Mio. Britische Pfund (GBP). Avis Budget erhofft sich im Zuge der Übernahme einen positiven Beitrag für das bereinigte Konzernergebnis, wobei man sich außerdem erhebliche operative Synergien aus der Übernahme erwartet.
Gesucht waren auch die Aktien von JCPenney (J C Penney Company). Grund ist eine spektakuläre Personalie. Der Apple-Manager Ron Johnson soll neuer CEO werden. Johnson war bislang bei Apple für die Einzelhandelsgeschäfte zuständig. Die JCPenney-Aktie gewann 17,5 Prozent.
Behauptet präsentierte sich die Aktie von General Mills . Zuvor hatte der Nahrungsmittelhersteller die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Am Ende konnte der Wert 0,5 Prozent zulegen. (14.06.2011/ac/n/m)