New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Leitbörsen starteten am Montag mit kräftigen Abschlägen in die neue Woche. Unter anderem belastete die weiter ungelöste Schuldenkrise in der Eurozone die Gemüter vieler Investoren. In dem am Wochenende zu Ende gegangenen Treffen der EU-Finanzminister konnten trotz einiger Reformen keine endgültigen Lösungen erarbeitet werden. Entsprechend enttäuscht hatten sich daraufhin auch die Ratingagenturen Fitch und Moody?s zu Wort gemeldet, was sowohl an den europäischen als auch an den amerikanischen Börsen für Abschläge sorgte. Der Dow Jones verlor am Ende 1,34 Prozent auf 12.021,39 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,31 Prozent auf 2.612,26 Zähler abgeben musste. Der S&P 500 verlor 1,49 Prozent auf 1.236,47 Punkte.
Das US-Haushaltsdefizit belief sich im November auf 137,3 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats von 150,4 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen zu Beginn des neuen Fiskaljahres bei 289,7 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 152,4 Mrd. US-Dollar. Im bisherigen Fiskaljahr liegt das Haushaltsdefizit bei 235,77 Mrd. US-Dollar und damit 55 Mrd. US-Dollar unter dem Vorjahreswert.
Im Fokus stehen vor allem Anteilsscheine des Halbleiterherstellers Intel : Dieser hatte zuvor seine Umsatzprognose für das vierte Quartal nach unten korrigiert: Wie aus einer Pressemitteilung des weltweit führenden Halbleiterkonzerns hervorgeht, geht man für das Schlussquartal nunmehr von einem Umsatz im Bereich von 13,7 Mrd. US-Dollar (plus bzw minus 300 Mio. US-Dollar) aus. Zuvor hatte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von rund 14,7 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Auch bei der bereinigten Bruttomarge erwartet Intel für das vierte Quartal mit 65,5 Prozent einen leicht schwächeren Wert als die zuletzt genannten 66 Prozent. Analysten gehen für das vierte Quartal von einem EPS von 69 Cents bei Umsatzerlösen von 14,65 Mrd. US-Dollar aus. Am Ende musste die Aktie 4 Prozent abgeben. Die gesamte Branche litt unter dieser Meldung. Hauptkonkurrent AMD verlor 4,3 Prozent.
Der Nahrungsmittelkonzern Sara Lee hat seine Aktivitäten im Kaffee-Segment durch eine Akquisition verstärkt. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der niederländischen CoffeeCompany geschlossen. Bei der Gesellschaft handelt es sich den Angaben zufolge um einen der führenden Kaffeehausbetreiber des Landes, die über insgesamt 60 Niederlassungen in größeren Städten wie Rotterdam, Utrecht, The Hague oder Amsterdam verfügt. Die Aktie von Sara Lee musste 1,5 Prozent abgeben.
Daneben befanden sich auch Anteilsscheine des US-Flugzeugherstellers Boeing im Rampenlicht: Zuvor hatte der Konzern einen Großauftrag von der arabischen Fluggesellschaft Etihad Airways über zehn Maschinen vom Typ Boeing 787-9 sowie zwei weitere Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777 erhalten. Der Listenpreis der Order lag bei rund 2,8 Mrd. US-Dollar. Trotz des milliardenschweren Großauftrags tendierte die Aktie 1,4 Prozent leichter.
Pfizer (Pfizer), der größte Pharmahersteller der Welt, hat eine Veränderung an der Spitze des Boards bekannt gegeben. Demnach wird Ian Read, derzeit President und CEO des Konzerns, neuer Chairman im Pfizer-Board. Er folgt damit auf George Lorch nach. Die Änderung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Den Posten als CEO wird er zudem behalten. Die Pfizer-Aktie verlor 0,8 Prozent.
Die US-Fluggesellschaft JetBlue Airways konnte im November 2011 ihre Passagierzahlen deutlich verbessern. So stieg die Zahl der beförderten Passagiere im Berichtszeitraum um 10,5 Prozent auf 2,2 Millionen. Bei der Zahl der verkauften Sitzmeilen verzeichnete der Billigflieger einen Anstieg um 10,9 Prozent auf 2,53 Milliarden. Die Zahl der angebotenen Sitzmeilen stieg um 7,7 Prozent auf 3,04 Milliarden. Der Sitzladefaktor stieg von 80,9 Prozent im Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozentpunkte auf 83,3 Prozent. Die Aktie von JetBlue gewann 0,8 Prozent. (12.12.2011/ac/n/m)