New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street konnte am Dienstag kaum verändert aus dem Handel gehen. Der Dow Jones Industrial Average legte am Ende 0,05 Prozent zu auf 10.014,72 Zähler. Für den S&P 500 ging es daneben um 0,04 Prozent nach oben auf 1.049,33 Stellen. Der NASDAQ Composite wiederum sank um 0,28 Prozent auf 2.114,03 Punkte.
Im Fokus stand vor allem das Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Dabei wurde eine Verlangsamung der Erholung der US-Wirtschaft deutlich. Daneben standen aber auch andere Konjunkturdaten im Blickpunkt des Marktes. Die Immobilienpreise in den USA sind im Juni gegenüber dem Vormonat gestiegen. Wie aus S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, erhöhten sich die Häuserpreise in den wichtigsten 20 Städten um 1,0 Prozent. Die Chicagoer Einkaufsmanager ermittelten am Dienstag für August 2010 einen saisonbereinigten Rückgang ihres Konjunktur-Index. So hat sich der Einkaufsmanager-Index auf 56,7 Punkte verringert, nach 62,3 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Wert von 57,0 Zählern erwartet. Das US-Verbrauchervertrauen des Conference Board ist im August 2010 gestiegen. Demnach lag der entsprechende Index bei 53,5 Punkten, nach revidiert 51,0 Punkten (vorläufig: 50,4 Punkte) im Vormonat. Volkswirte hatten zuvor einen Wert von 50,0 Punkten erwartet.
Der Einzelhandelskonzern Dollar General konnte im zweiten Quartal einen Gewinn- und Umsatzanstieg vorweisen. Die Erlöse stiegen auf 3,21 Mrd. Dollar, nach 2,90 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 141,2 Mio. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Überschuss von 93,6 Mio. Dollar ausgewiesen hatte. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn bei 42 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 38 Cents bei Umsatzerlösen von 3,22 Mrd. Dollar erwartet. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde im Anschluss angehoben. Die Aktie verlor dennoch 0,3 Prozent. Wie die Supermarktkette Winn-Dixie Stores (Winn Dixie Stores) am Vorabend bekannt gab, konnte sie Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal steigern und die Gewinnerwartungen schlagen. Der Wert kam aber um über 18 Prozent zurück. Wie in der Presse zu lesen war, befindet sich der Einzelhandelskonzern Saks offenbar im Fadenkreuz von Finanzinvestoren. Demnach sei eine Gruppe von britischen und amerikanischen Finanzinvestoren an einer Übernahme des Kaufhauskonzerns interessiert. Die Due Diligence sei fast abgeschlossen, wobei in den kommenden Tagen mit einem Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Mrd. Dollar zu rechnen sei. Dies würde einem Übernahmepreis von 11 Dollar je Aktie entsprechen. Der Wert gewann knapp 20 Prozent.
Für 3M ging es um 1,4 Prozent nach unten. Wie zuvor bekannt wurde, übernimmt der Mischkonzern die in Tel Aviv ansässige Attenti Holdings. Wie der Konzern erklärte, zahlt er im Gegenzug 230 Mio. Dollar in bar an eine Investorengruppe. Attenti stellt Fußfesseln her, die zur Überwachung von Straftätern eingesetzt werden. Wie ferner bekannt wurde, hat sich Deere (DeereCo (John Deere)) von seinen Geschäftsaktivitäten im Bereich Windenergie getrennt. Die unter der Konzernsparte John Deere Renewables zusammengefassten Windenergie-Aktivitäten wurde an eine Tochter des Energieversorgers Exelon veräußert. Im Zuge der Transaktion werde die Konzernsparte mit 900 Mio. Dollar bewertet. Deere und Exelon legten jeweils knapp 0,5 Prozent zu.
Der Lebensmittelhersteller Heinz (HJ Heinz) geht für das erste Quartal von einem Gewinn oberhalb der Markterwartungen aus. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werde für das erste Quartal ein EPS aus dem fortgeführten Geschäft von 75 Cents erwartet. Dabei werde die starke Nachfrage in den Emerging Markets erneut zu der starken Ergebnisentwicklung im Auftaktquartal beitragen. Analysten gehen für das erste Quartal von einem EPS von 73 Cents sowie einem Umsatz von 2,53 Mrd. Dollar aus. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 0,3 Prozent auf die Meldung.
Der Saatgut- und Agrarchemiekonzern Monsanto hat heute seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Demnach erwartet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn im Bereich von 2,40 bis 2,45 Dollar je Aktie. Bislang hatte der Saatgut- und Agrarchemiekonzern hier ein EPS von 2,40 bis 2,60 Dollar in Aussicht gestellt. Die Aktie von Monsanto verlor darauf 5,8 Prozent. (31.08.2010/ac/n/m)