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12.09.2011 22:20

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Wall Street-Schluss: Dow Jones schließt über 11.000 Punkten

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes setzten am Montag lange Zeit ihre deutlichen Verluste vom Freitag fort. Ursächlich hierfür sind vor allem erhöhte Sorgen vor einem möglichen Zahlungsausfall Griechenlands. Kurz vor Handelsende drehten die Märkte aber und schlossen deutlich im Plus. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,63 Prozent auf 11.061,12 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,10 Prozent auf 2.495,09 Punkte zulegte. Der S&P 500 gewann 0,70 Prozent auf 1.162,27 Punkte.

Im Blickfeld der Investoren standen in den USA heute insbesondere die Aktien der Bank of America . Zuvor hatte die Großbank ein massives Sparprogramm angekündigt. Dabei will der Konzern im Rahmen des zuvor vorgestellten Transformationsprogramms "New BAC" in den kommenden Jahren rund 30.000 Stellen abbauen. Im Zuge dessen solle ein Großteil der Stellenstreichungen über natürliche Fluktuation sowie durch die Nichtbesetzung vakanter Positionen innerhalb des Konzerns umgesetzt werden. Daneben ist außerdem eine Vielzahl von Maßnahmen geplant, die auf die Fokussierung auf die profitablen Geschäftsfelder, Effizienzsteigerungen und ein verbessertes Risikomanagement und Controlling abzielen. Nach vollständiger Umsetzung der ersten Phase des Transformationsprogramms "New BAC" solle damit die Kostenbasis im Privatkundengeschäft bis 2014 um jährlich rund 5 Mrd. US-Dollar reduziert werden. Die Aktie der Bank of America gewann am Ende 1,0 Prozent.

Daneben war auch McGraw-Hill (McGraw-Hill Companies) von Interesse. Das Unternehmen hat heute ein Maßnahmenpaket zur Steigerung des Unternehmenswertes angekündigt und will sich in diesem Zusammenhang in zwei unabhängige börsennotierte Unternehmen aufspalten. So soll das auf die Finanz- und Commodity-Märkte fokussierte Geschäft innerhalb der McGraw-Hill Markets zusammengefasst werden. Die Leitung des Unternehmens soll Terry McGraw übernehmen, der als Chairman, President und CEO fungieren wird. Innerhalb von McGraw-Hill Education sollen derweil die Aktivitäten des Konzerns im Bereich Bildungswesen zusammengefasst werden. Den Angaben zufolge wird die neu entstehende Gesellschaft weltweit die Nummer Zwei bei Angeboten in den Bereichen Hochschulbildung und Berufsausbildung einnehmen. Im laufenden Fiskaljahr wird McGraw-Hill Education voraussichtlich einen Umsatz von rund 2,4 Mrd. US-Dollar erzielen. Von der Aufspaltung in zwei unabhängige börsennotierte Gesellschaften erhofft sich der Konzern neben einer stärkeren Fokussierung auf die jeweiligen Kerngeschäftsfelder auch eine signifikante Kostenreduktion in den neu entstehenden Unternehmen. Der Titel verteuerte sich um 4 Prozent.

Amazon.com (Amazon) befindet sich derweil Presseangaben zufolge zurzeit in Gesprächen mit Buchhändlern über die Einführung eines Mediathek-Service für Tablets und andere digitale Bücher. Die Aktie des Online-Einzelhändlers gewann 2,5 Prozent an Wert. Coca-Cola Enterprises hat ferner sein Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. So hat das Board of Directors den Konzern zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 1 Mrd. US-Dollar ermächtigt. Aus einem früheren Aktienrückkaufprogramm in Höhe von ebenfalls 1 Mrd. US-Dollar stehen noch 250 Mio. US-Dollar zum Erwerb eigener Aktien zur Verfügung. Im Anschluss wurde außerdem die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Demnach erwartet der Konzern für das Fiskaljahr 2011 ein EPS von 2,10 bis 2,15 US-Dollar, wobei man von einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgeht. Die Papiere des Abfüllunternehmens verbesserten sich um 0,7 Prozent.

Neuigkeiten gibt es heute zudem von der Akquisitionsfront. Der Technologiekonzern Broadcom hat die Übernahme des US-Konkurrenten NetLogic Microsystems angekündigt. So sollen die Aktionäre von NetLogic Microsystems im Zuge der Übernahme jeweils 50 US-Dollar je Anteilsschein in bar erhalten. Durch die Übernahme will Broadcom seine Marktposition im Bereich Netzwerkinfrastruktur weiter verbessern. Das Board von NetLogic hat der Übernahme bereits zugestimmt. Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich auf rund 3,7 Mrd. US-Dollar. Während Broadcom um 1,1 Prozent nachgaben, rauschten NetLogic um 50,8 Prozent nach oben.

Global Industries steht ferner kurz vor der Übernahme durch den französischen Ölfeld-Servicedienstleister Technip . So hat der Konzern eine Übernahmeofferte von Technip angenommen. Im Rahmen der Vereinbarung sollen die Aktionäre von Global Industries jeweils 8 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Inklusive Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 136 Mio. US-Dollar beläuft sich das Gesamtvolumen der Übernahme auf 1,07 Mrd. US-Dollar. Global Industries legten um 51,1 Prozent zu.

Tenet Healthcare , der zweitgrößte Klinikbetreiber in den USA, geht für das laufende Fiskaljahr von einem operativen Ergebnis am unteren Ende der zuletzt genannten Prognose von 1,18 bis 1,28 Mrd. US-Dollar aus. Wie der Konzern weiter ausführte, gehe man davon aus, dass sich die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen im vierten Quartal deutlicher auf das Ergebnis niederschlagen werden. Derzeit habe man einen nach wie vor starken Patientenzuwachs zu verzeichnen. Jedoch liege der Anteil der Medicaid-Patienten, die im Vergleich zu anderen Patientengruppen zu wesentlich niedrigeren Tarifen abgerechnet werden, bei der Neuaufnahme deutlich höher als bei anderen Patientengruppen, so der Konzern weiter. Die Aktie von Tenet Healthcare verlor 10 Prozent.

Der Fahrzeugvermieter Avis Budget Group geht für das dritte Quartal von einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert aus. Demnach dürfte der Umsatz im dritten Quartal mit voraussichtlich rund 1,6 Mrd. US-Dollar um 7 bis 8 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Dabei dürfte die Zahl der vermieteten Fahrzeuge um 5 bis 6 Prozent dank der unerwartet gut verlaufenen Urlaubssaison über den entsprechenden Vorjahreswert steigen. Dank der um 20 Prozent geringeren Kosten erwartet Avis Budget Group für das dritte Quartal einen Vorsteuergewinn von 200 bis 210 Mio. US-Dollar, was einem Plus von rund 30 Prozent entspricht. Die Aktie von Avis Budget gab am Ende 2,5 Prozent nach. (12.09.2011/ac/n/m)

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