New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten auch am Freitag mit weitgehend deutlichen Kursverlusten aus dem Handel gehen. Weiterhin belastet die Finanzmarktkrise die Stimmung an der Wall Street. Gegen Handelsende konnte die Verluste aber weitgehend abgebaut werden. Die Technologiewerte an der
Nasdaq konnten sogar im Plus aus dem Handel gehen. Mit Spannung warten die Anleger auf das G7-Treffen am Wochenende in Washington, wovon sich viele Anleger Lösungsvorschläge für die Finanzmarktkrise erwarten.
Das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen hat sich im August 2008 verringert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 3,5 Prozent auf 59,1 Mrd. Dollar reduziert, während Volkswirte einen Passivsaldo von 59,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für Juli wurde das Minus von ursprünglich 62,2 Mrd. auf 61,3 Mrd. Dollar nach unten revidiert.
Das US-Arbeitsministerium in Washington ermittelte für September 2008 einen Rückgang der Außenhandelspreise. So reduzierten sich die Exportpreise im Vormonatsvergleich um 1,0 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen sie auch um 1,0 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,7 Prozent geschrumpft waren.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,49 Prozent auf 8.451,19 Punkte, der S&P 500 gab 1,18 Prozent auf 899,22 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete dagegen ein Plus von 0,27 Prozent auf 1.649,51 Punkte.
Mit einem Aufschlag von 13 Prozent zählten Papiere von General Electric zu den Favoriten des heutigen Tages. Der Mischkonzern hat im abgelaufenen Quartal deutlich weniger verdient, die Erwartungen jedoch erfüllen können. Ferner wurde die zuletzt revidierte Jahresplanung bestätigt.
Anteilsscheine von Chevron brachen angesichts der weiter sinkenden Ölpreisnotierungen um über 9 Prozent ein. Dabei hat der Ölkonzern mitgeteilt, dass sein Gewinn im dritten Quartal voraussichtlich über dem des Vorquartals liegen wird.
Im Finanzsektor gewannen Papiere der Citigroup rund 9 Prozent. Der Finanzriese gab am Vorabend bekannt, dass er die Gespräche mit Wells Fargo bezüglich Wachovia beendet hat. Im Anschluss kündigte Wells Fargo an, die Fusionsgespräche mit Wachovia fortsetzen zu wollen. Die Aktie von Wachovia reagierte mit einem satten Kurssprung von rund 43 Prozent, während Wells Fargo um rund 3,9 Prozent zulegten.
Die Aktie der Bankgesellschaft Morgan Stanley musste erneut deutliche Kursabschläge hinnehmen. Hintergrund des Abschlags von knapp 22 Prozent war unter anderem eine neue Einstufung der Rating-Agentur Moody´s vom Donnerstagabend, welche das langfristige Emittenten-Rating der Bankgesellschaft von "A1" auf "Watch Negative" gesetzt hat.
Der Medienkonzern Viacom hat seine Ergebnisprognose für das dritte Quartal 2008 konkretisiert. Dabei erwartet der Konzern vor dem Hintergrund eines 2-prozentigen Rückgangs der weltweiten Werbeumsätze ein Ergebnis von 53 bis 55 Cents je Aktie. Die Aktie büßte 17 Prozent ein. (10.10.2008/ac/n/m)